Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 21-1121  

 
 
Betreff: Gem. Antrag der GRÜNE und SPD-Fraktion betr. Aktiver Klimaschutz an Harburger Klima-Schulen: ein wichtiger Beitrag zur Gestaltung und Umsetzung des Harburger Klimaschutzprojektes?
Status:öffentlichDrucksache-Art:Gemeinsamer Antrag
Verfasser:GRÜNE-Fraktion / Marek, Jürgen / Strube, Andreas / Veithen, Corine / SPD-Fraktion / Bartels, Peter Gustav / Dose, Michael / Gündogdu, Benizar / Oldenburg, Claudia
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
12.01.2021 
Sitzung des Hauptausschusses - unter Ausschluss der Öffentlichkeit - Presse gestattet ungeändert beschlossen / überwiesen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

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Sachverhalt:

Unter dem Titel „Klima – Harburg handelt“ entwickelt der Bezirk Harburg gerade ein eigenes integriertes Klimaschutzkonzept. Gemeinsam mit Akteur*innen aus den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung und Politik, Bürgerinnen und Bürgern sowie mit Einrichtungen und Initiativen werden Ideen für den Klimaschutz diskutiert und entwickelt. Ziel ist es, die nationalen und Hamburger Klimaschutzziele zu erreichen. Im Jahr 2021 wird ein Klimaschutzkonzept mit Maßnahmen vorliegen, die – koordiniert durch ein Klimaschutz-Management – in den kommenden Jahren umgesetzt werden.

Als einen pädagogischen Schritt zur Vermeidung oder Einsparung von CO2 in Hamburg fordert der Klimaplan, durch mehr Bildungsarbeit an Schulen und für Jugendliche, die junge Generation für aktiven Klimaschutz zu gewinnen. Unter dem Motto "Klima - wir handeln!" beteiligen sich bereits seit 2009/2010 Hamburger Schulen an dem Pilotprojekt "Klimaschutz an Schulen" und entwickeln schuleigene Klimaschutzpläne. Eine Schule kann zur Klimaschule werden, wenn sie systematisch und gemeinsam mit der Schulgemeinschaft an der Reduktion der schulischen Kohlenstoffdioxid-Emissionen arbeitet.

Daneben muss sie das Thema „Klimaschutz“ pädagogisch einbinden und die "Klimakompetenz" der Schüler*innen fördern. Welche Ziele die Schule jeweils erreichen soll, wird breit diskutiert und letztendlich in der Schulkonferenz entschieden.

In diesem Sinne sind lokale Klimaschulen sicher ein wichtiger Partner und Impulsgeber bei der Entwicklung bezirklicher Klimaschutzkonzepte.

Schulen, die einen Klimaschutzplan erstellt haben, können sich für das Gütesiegel „Klimaschule“ bewerben. Diese Arbeit mit dem Klimaschutzplan ist ein kontinuierlicher Prozess. Daher soll der Plan jährlich fortgeschrieben und aktualisiert werden. Für das Gütesiegel „Klimaschule 2021-2022“ haben sich aktuell 75 Hamburger Schulen beworben. Unter ihnen sechs Harburger Schulen, die bereits seit Jahren engagiert am Hamburger Projekt arbeiten und u.a. auch für den Zeitraum 2019/2020 mit dem Gütesiegel ausgezeichnet wurden. Es sind dies das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, die Berufliche Schule Hamburg-Harburg (BS18), die Goethe Schule Harburg, die Schule Grumbrechtstraße, die Grundschule am Kiefernberg und  das Gymnasium Süderelbe. Harburg ist also mit Schulen aller Schulformen an der pädagogischen Umsetzung des Klimaplans beteiligt.

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Petitum/Beschlussvorschlag:

Die Bezirksversammlung möge beschließen: Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, Vertreter der Harburger Klimaschulen und der Bezirksverwaltung in den Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz (KUV) einzuladen, um über die Arbeit und die Bedeutung Harburger Klimaschulen für einen gelebten aktiven Klimaschutz im Bezirk bei der Umsetzung des  Harburger Klimaschutzkonzeptes zu berichten.

 

Insbesondere soll auch von der Verwaltung auf Möglichkeiten und Perspektiven der Integration und Vernetzung der Arbeit dieser Schulen bei der Gestaltung des Klimaschutzkonzeptes eingegangen werden.