Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 21-0615  

 
 
Betreff: Antrag DIE LINKE betr.: Harburg für alle! - Einrichtung Kulturbeirat
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:DIE LINKE / Lohmann, Jörn / Taha, Ulla / Dhemija, Simon / Langanke, Heiko / Schulze, Michael
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
24.03.2020 
Sitzung des Hauptausschusses vertagt / verbleibt   
29.09.2020 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg ungeändert beschlossen / überwiesen   
Hauptausschuss
15.09.2020 
Sitzung des Hauptausschusses zur Kenntnis genommen   
Kulturausschuss
29.10.2020 
Sitzung des Kulturausschusses      

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

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Sachverhalt:

Kultur, insbesondere der lokalen Ebene – also Stadtteil-, Sub- oder Niedrigkultur, erfüllt besondere Aufgaben im Miteinander, auch im Bezirk Harburg. Ob identitätsstiftend, inklusiv, integrativ oder einfach impulsiv – sie gehört zur urbanen Infrastruktur. Dennoch ist das Verständnis Außenstehender – und so auch der Politik – oft geringfügig. Insbesondere wenn es um Arbeitsprozesse im Kulturbereich geht: Veranstaltungsanforderungen, Drittmittelakquise, Lärmschutz, Antragsabläufe, etc.pp.

Die Initiative SuedKultur hatte bis 2015 einen Kulturbeirat bereits besetzt und betreut, der aber unzureichend war und im nachfolgenden Ausschuss übergangen wurde. SuedKultur hat durch ihren Zusammenschluss in den letzten Jahren viele Mängel kompensieren können. Um aber gemeinsam Harburg auch kulturell weiter zu entwickeln, ist das Know How der ungeförderten, teils projektgeförderten oder weniger institutionell geförderten Kulturschaffenden unersetzlich.

Daher bietet sich die Einrichtung eines Kulturbeirats an, der gegenüber Politik, aber auch Verwaltung beratend tätig werden kann und soll.

 

 

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Petitum/Beschlussvorschlag:

Die Bezirksversammlung möge daher beschließen:

1.)   Das Bezirksamt richtet analog zu den Beiräten für Senioren oder Integration einen Kulturbeirat in Hamburg-Harburg ein. Optional wird die Initiative SuedKultur beauftragt, die Besetzung stellvertretend für alle bezirklichen Kulturschaffenden vorzunehmen.

Der Beirat wird analog den Einladungen der politischen Mandatsträger*innen eingeladen. Auf Wunsch des Kulturbeirats erhält dieser eine beratende Stimme auch in den Regionalausschüssen Harburg und Süderelbe.

2.)    Aufgabe des Beirats soll es sein, die Interessen aller im Bezirk aktiven Kulturschaffenden zu vertreten.

Der Beirat soll insbesondere

        Expertisen für die Genres Bildende und Darstellende Künste, Literatur und Musik einbringen

        Expertisen für Schallschutz, Veranstaltungsauflagen sowie Flächennutzungen einbringen

        ehrenamtlich, überparteilich und überkonfessionell arbeiten

        die aktive Schnittstelle zu einer kulturförderlichen Kommunalpolitik bilden

        den Kontakt zu den Akteuren aller Genres (Musik, Bildende Künste, darstellende Künste, Geschichte & Wissen und Literatur pflegen

        als Anlaufstelle für kulturelle Interessen und Belange dienen

Der Beirat erarbeitet Empfehlungen zur Verbesserung der Bedingungen für die bezirkliche Kulturarbeit. Er berät und unterstützt insbesondere die Bezirksversammlung und Verwaltung, damit die besonderen Interessen der Kultur in Diskussions- und Entscheidungsprozessen der kommunalen Gremien berücksichtigt werden.

3.)    Der Kulturbeirat hat insbesondere Im Kulturausschuss Rederecht.

6.)   Für seine Aufgaben soll dem Beirat jährlich ein Betrag in Höhe von EUR 2.500 aus Bezirkssondermitteln zur Verfügung gestellt werden.