Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-4764  

 
 
Betreff: Antrag SPD betr. Berufsbegleitende Weiterbildung zur Erzieherin und zum Erzieher (BWB) auch in Harburg
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:SPD-Fraktion / Loss, Claudia / Pohlmann, Beate / Rajski, Birgit / Sahling, Natalia
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
30.04.2019 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg ungeändert beschlossen / überwiesen   
Ausschuss für Bildung und Sport
25.11.2019 
Sitzung des Ausschusses für Bildung und Sport (offen)   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

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Sachverhalt:

Hamburg ist eine wachsende Stadt. Lebten im Jahr 2000 noch 1,7 Mio Menschen in Hamburg, waren es 2010 bereits 40.000 mehr und bis zum Jahr 2018 kamen fast 150.000 weitere hinzu. Darüber hinaus hat Hamburg mit seinem Kita-Gutscheinsystem und der kostenfreien Kita-Betreuung ein Erfolgsmodell entwickelt, das bundesweit Beachtung und Anerkennung findet. In den vergangenen Jahren wurde die Zahl der betreuten Kinder um fast ein Drittel erhöht. Mit dem Investitionsprogramm Kindertagesbetreuung 2017-2020 sollen mehr als 9.000 Betreuungsplätze hinzukommen, für die qualifiziertes Personal gewonnen werden muss. Bereits jetzt gibt es mehr Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern als durch den Personalmarkt gedeckt werden kann. Abhilfe schafft hier nur die Ausbildung und Gewinnung zusätzlichen Personals. 

 

Die dreijährige Erzieher/innenausbildung an Fachschulen für Sozialpädagogik kann in Hamburg vollzeitschulisch oder berufsbegleitend durchgeführt werden. 

 

Bei der sogenannten „Berufsbegleitenden Weiterbildung zur Erzieherin und zum Erzieher (BWB)“ müssen die Fachschüler/innen parallel zum Fachschulbesuch einer Tätigkeit von mindestens 15 Wochenarbeitsstunden in einem sozialpädagogischen Arbeitsfeld nachweisen. 

 

Zudem gibt es sowohl bei der vollzeitschulischen als auch der berufsbegleitenden Ausbildung an allen Fachschulen für Sozialpädagogik die Möglichkeit, den Abschluss zum/zur staatlich anerkannte/r Erzieher/in auch in zwei Jahren zu erreichen. Hierfür benötigen die Bewerber/innen als Zulassungsvoraussetzung unter anderem eine einschlägige Vorbildung, z.B. Sozialpädagogische/r Assistent/in, die allerdings im Bundesland Hamburg absolviert worden sein muss. 

 

Bislang ist dies an den Fachschulen für Sozialpädagogik FSP1 in Hamburg-Nord und FSP2 in Altona möglich. Hier scheint durchaus der Bedarf nach weiteren Ausbildungsmöglichkeiten - gerade im berufsbegleitenden Ausbildungsgang – vorhanden zu sein. Seitens der Fachschule für Sozialpädagogik an der BS18 – Berufliche Schule Harburg im Göhlbachtal ist dieser Bedarf auch an das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) herangetragen worden. Überraschenderweise wurde der Bedarf seitens des HIBB nicht in dem erforderlichen Umfang gesehen. 

 

Auch aus Sicht der Harburger Politik wird jedoch ein dringender Handlungsbedarf zur Deckung der wachsenden Nachfrage auch durch regionale Ausbildungsangebote unterstellt. 

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Petitum/Beschlussvorschlag:
Die Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten das HIBB aufzufordern, Referenten in den zuständigen Ausschuss zu entsenden, um über die aktuelle Bedarfs- und Ausbildungssituation sowohl hamburgweit als auch im Bezirk Harburg zu berichten. Dabei sollen die aktuellen Ausbildungszahlen in den unterschiedlichen Ausbildungsgängen und die zu erwartenden Bedarfszahlen unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung und der sich aus dem Investitionsprogramm Kindertagesbetreuung 2017-2020 ergebenden zusätzlichen Bedarfswerte ebenso berichtet werden, wie die Möglichkeiten und erforderlichen Voraussetzung zur Schaffung eines dritten Standortes für die berufsbegleitende Weiterbildung zur Erzieherin und zum Erzieher (BWB) in Harburg.