Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-4641.01  

 
 
Betreff: Antwort Kleine Anfrage CDU betr. Schaffung des HIT II im Bereich Bostelbeker Damm
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antwort / Stellungnahme des Bezirksamtes
  Bezüglich:
20-4641
Federführend:D 4 - Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt Beteiligt:Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung
    Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt (WBZ)
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
09.04.2019 
Sitzung des Hauptausschusses zurückgezogen / erledigt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:
Vertreter des HIT haben im Stadtplanungsausschuss am 04.03.2019 dargestellt, dass sie die Fläche im Dreieck Bostelbeker Damm / Moorburger Bogen / Am Radeland erworben hätten, um dort die Erweiterung des HIT II vorzunehmen und einen Wettbewerb vorzubereiten. Dabei ist auch geschildert worden, dass dem Ankauf und der Vorbereitung des Wettbewerbes längere Gespräche mit dem Bezirksamt und dem Oberbaudirektor hinsichtlich der Realisierungsmöglichkeiten vorausgegangen sind.

Wir fragen die Verwaltung:

1. Ist die gesamte Fläche im Dreieck Bostelbeker Damm / Moorburger Bogen /
    Am Radeland von der geplanten Bebauung und dem Wettbewerb betroffen und
    ist auch die gesamte Fläche vom HIT für die Entwicklung erworben worden?
2. Welche konkreten Vorgaben haben die Bezirksverwaltung und der Oberbau-
    direktor hinsichtlich einer Realisierung des Vorhabens gemacht?
3. Sind insbesondere Vorgaben bezüglich Baumasse, Geschossigkeit, Zufahrt-
    möglichkeiten usw. gemacht worden?
4. Seit wann sind zwischen Investor und Bezirksamt unter Einbeziehung des
    Oberbaudirektors die entsprechenden Gespräche geführt worden?
5. Welche Planungen bestehen seitens des Bezirksamtes bezüglich der nicht
    durch die Wohnunterkunft und noch privat genutzten Flächen?
6. Sind insbesondere hinsichtlich der Nutzung des Vereinsheims Bostelbeker
    Sportverein bestimmte Vereinbarungen in Aussicht gestellt, gegebenenfalls
    welche?

Hamburg, am 05.03.2019

Ralf-Dieter Fischer                                             Rainer Bliefernicht
Fraktionsvorsitzender                                         Uwe Schneider


 

 

 

FREIE UND HANSESTADT HAMBURG

Bezirksamt Harburg

 

 

15. März 2019

 

Das Bezirksamt Harburg nimmt zu der Anfrage der CDU-Fraktion

(Drs. 20-4641) wie folgt Stellung:

 

 

1. Ist die gesamte Fläche im Dreieck Bostelbeker Damm / Moorburger Bogen /
    Am Radeland von der geplanten Bebauung und dem Wettbewerb betroffen und
    ist auch die gesamte Fläche vom HIT für die Entwicklung erworben worden?

Ja, die gesamte Dreiecksfläche ist durch den Wettbewerb betroffen und bereits durch den HIT-Technopark erworben worden. 


2. Welche konkreten Vorgaben haben die Bezirksverwaltung und der Oberbau-
    direktor hinsichtlich einer Realisierung des Vorhabens gemacht?

Seitens der Verwaltung wurden folgenden Hinweise gegeben:

a)      Im Gegensatz zum bestehenden Technopark, in dem die Gebäude in einer parkartig gestalteten Außenanlage liegen, soll die Erweiterung platzsparend in einer höheren Dichte errichtet werden. U.a. ist an einen städtebaulichen Hochpunkt gedacht, dessen Höhe im Verfahren zu klären sein wird.

b)      Insgesamt soll ein entsprechend der Funktionen angelegter Gebäudekomplex entstehen der eine flexible Teilung und Zuordnung von Gewerbe- / Büroflächen und Werkhallen ermöglicht. Hierbei kommt einer rational angelegten Erschließung fußläufig, mit dem Kfz und für die Anlieferung eine Schlüsselrolle zu.

c)      In der Mitte des Komplexes soll mit einer so genannten „Plaza“ ein identitätsstiftender Freiraum für eine zentrale fußläufige Erschließung entstehen.

d)      Für die Straße Am Radeland sind die Umbaupläne zur Realisierung der Veloroute 10 zwingend zu berücksichtigen.

e)      Bei der Planung sind ortsbildprägende Bäume und Baumreihen zu erhalten und entsprechend in das Gesamtkonzept zu integrieren.


3. Sind insbesondere Vorgaben bezüglich Baumasse, Geschossigkeit, Zufahrt-
    möglichkeiten usw. gemacht worden?

Ja. Am Beispiel von Testentwürfen wurden Zufahrtsmöglichkeiten, Geschossigkeit und Baumasse mit dem Bezirksamt und dem Oberbaudirektor erörtert, eine genauere Festlegung soll jedoch erst mit dem Wettbewerbsverfahren erfolgen.

Der Hochpunkt wird in der Auslobung auf max. 12 Geschosse limitiert. Vom Auslober werden mindestens 30.000 qm BGF angestrebt, was einer GFZ von etwa 1,8 entspricht.

 

 

 

 

 


4. Seit wann sind zwischen Investor und Bezirksamt unter Einbeziehung des
    Oberbaudirektors die entsprechenden Gespräche geführt worden?

Mit dem Oberbaudirektor wurde erstmals Mitte 2018 über das Projekt gesprochen.


5. Welche Planungen bestehen seitens des Bezirksamtes bezüglich der nicht
    durch die Wohnunterkunft und noch privat genutzten Flächen?

Seitens des Bezirksamtes bestehen für den Bereich der HIT-Erweiterungsfläche keine abweichenden Planungen. Nach geltendem Planrecht ist die Fläche als Gemeinbedarf für die Polizei und für eine Kraftfahrzeugprüfstelle vorgesehen. Diese Festsetzungen entsprechen nicht mehr der Bedarfslage. In die Verhandlungen zwischen den vormaligen Privateigentümern und dem heutigen Eigentümer hat sich das Bezirksamt nicht eingeschaltet.


6. Sind insbesondere hinsichtlich der Nutzung des Vereinsheims Bostelbeker
    Sportverein bestimmte Vereinbarungen in Aussicht gestellt, gegebenenfalls
    welche?

Vom Bezirksamt wurden keine Vereinbarungen getroffen.

 

 

 

 

 

 

Fredenhagen

 

 

Stammbaum:
20-4641   Kleine Anfrage CDU betr. Schaffung des HIT II im Bereich Bostelbeker Damm   Interner Service   Kleine Anfrage gem. § 24 BezVG
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