Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-4390.01  

 
 
Betreff: Antwort Anfrage gem. §27 BezVG der GRÜNEN-Fraktion betr. Parkraumsituation AK Harburg und Umgebung
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antwort/Stellungnahme gem. § 27 BezVG
  Bezüglich:
20-4390
Federführend:Interner Service Beteiligt:D 3 - Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit
    Fachamt Gesundheit
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
09.04.2019 
Sitzung des Hauptausschusses zurückgezogen / erledigt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:

Die Asklepios Klinik Harburg gehört zu den großen Arbeitgebern unseres Bezirks. Durch die Neubauten und die Ausweitung der Bettenzahl, sowie der Leistungsangebote erhöht sich sowohl die Zahl der Beschäftigten als auch die Zahl der Besucher*innen. Trotz der vorgenommenen Verdichtungsmaßnahmen ist das Gelände der Klinik immer noch recht weitläufig. Neben den Besucherparkplätzen stehen auf dem Krankenhausgelände zahlreiche Parkmöglichkeiten für Mitarbeitende und Besuchende zur Verfügung. Jedoch ist festzustellen, dass trotzdem in der näheren Umgebung der Klinik der Parkdruck in den Wohngebieten sehr hoch ist. Offenbar ziehen zahlreiche Beschäftigte und Besuchende einen kostenfreien Parkplatz in zumutbarer Entfernung dem kostenpflichtigen Parken auf dem Krankenhausgelände vor.

 

Deshalb fragen wir die Asklepios Klinik Harburg und die zuständige Fachbehörde:

1.       Wie hat sich die Zahl der Beschäftigten im AK Harburg seit 2015 entwickelt?

2.       Wie viele Patient*innen wurden in den Jahren 2015-2018 im AKH behandelt?

3.       Wie haben sich die Einnahmen durch Parkgebühren in diesem Zeitraum entwickelt?

4.       Wie verteilen sich die Einnahmen aus Parkgebühren auf Kurzzeitparken (Besucher*innen) und Dauerparker (Beschäftigte)?

5.       Was kostet ein Dauerparkausweis für Beschäftigte für das Parken auf dem Krankenhausgelände? Bitte ggf. vorhandene Differenzierungen aufführen.

6.       Wie hoch sind die Parkgebühren für Besucher*innen? Bitte nach Dauer und ggf. weiteren Kriterien differenziert aufführen.

7.       Wie hoch ist die Auslastung der verfügbaren Parkraumkapazitäten im AKH zu Spitzenzeiten und über den Tag (werktags) verteilt?

8.       Gibt es zwischen der Krankenhausleitung und der Mitarbeitervertretung Gespräche über die Parksituation für Mitarbeitende? Falls ja, mit welchem Ziel bzw. mit welchen Ergebnissen oder Plänen?

9.       Wurden in der Vergangenheit Maßnahmen der Parkraumbewirtschaftung (z. B. Anwohnerparken) in der Umgebung des AKH erwogen und/oder geprüft? Falls ja, warum wurde davon Abstand genommen?

10.   Sind Fälle bekannt, in denen Falschparken im Umkreis des AKH zu Behinderungen von Rettungswageneinsätzen o.ä. geführt haben? Wenn ja, wie viele und wo genau?

11.   Gibt es eine Beschwerdelage der Anwohner*innen der Denickestraße, der Lühmannstraße, der Weusthoffstraße, des Eißendorfer Pferdewegs, der Heimfelder Straße, der Haakestraße oder anderer umliegender Straßen zu Falschparkern im Wohngebiet? Wenn ja, bitte Anzahl und Gründe erläutern.

12.   Gibt es seitens der Verwaltung Pläne oder Ideen, die Parkraumauslastung auf dem Gelände des AKH zu erhöhen, wenn durch den geplanten Umbau der Denickestraße  künftig ca. 40 legale und eine Reihe illegal belegter Parkstände entfallen? Wenn ja, welche?

13.   Mit welchen Maßnahmen unterstützt das AK Harburg seine Beschäftigten dabei, auf die Nutzung des privaten PKWs für den Arbeitsweg zu verzichten? Gibt es z. B. geeignete Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, E-Bikes oder Pedelecs? Welche weiteren Anreize gibt es oder sind in Planung?


BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG

Die Vorsitzende

22. Februar 2019

 

 

Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV)) beantwortet die Anfrage der GRÜNEN-Fraktion, Drs. 20-4390  wie folgt:

 

  1. Wie hat sich die Zahl der Beschäftigten im AK Harburg seit 2015 entwickelt?

Die Zahl der Beschäftigen im AK Harburg ist jährlich um 3 % gestiegen.

 

  1. Wie viele Patient*innen wurden in den Jahren 2015-2018 im AKH behandelt?

Es wurden

2015 64.663

2016 85.903

2017 86.511 

2018 86.921

Patientinnen bzw. Patienten behandelt. Der Anstieg von 2015 auf 2016 resultiert allein aus einer anderen Zählweise im Bereich der ambulanten Versorgung.

 

  1. Wie haben sich die Einnahmen durch Parkgebühren in diesem Zeitraum entwickelt?

Die Einnahmen sind bei gleich bleibenden Preisen um 2 % gestiegen.

 

4.  Wie verteilen sich die Einnahmen aus Parkgebühren auf Kurzzeitparken (Besucher*innen) und Dauerparker (Beschäftigte)?

Das AK Harburg hat hierzu mitgeteilt, dass es leider hierzu nicht über ein Reporting verfügt.

 

5.  Was kostet ein Dauerparkausweis für Beschäftigte für das Parken auf dem Krankenhausgelände? Bitte ggf. vorhandene Differenzierungen aufführen.

Die Kosten für ein Parkticket pro Mitarbeiter pro Monat orientieren sich lt. AK Harburg an den Vergütungsstufen des Tarifvertrages und reichen von 10 bis 50 Euro.

 

6.    Wie hoch sind die Parkgebühren für Besucher*innen? Bitte nach Dauer und ggf. weiteren Kriterien differenziert aufführen.

Die ersten 30 Minuten sind lt. AK Harburg kostenfrei. Dann pro Stunde ein Euro mit einem Tageshöchstwert von acht Euro.

 

7.    Wie hoch ist die Auslastung der verfügbaren Parkraumkapazitäten im AKH zu Spitzenzeiten und über den Tag (werktags) verteilt?

Das AK Harburg hat hierzu mitgeteilt, dass es leider hierzu nicht über ein Reporting verfügt.

 

8.  Gibt es zwischen der Krankenhausleitung und der Mitarbeitervertretung Gespräche über die Parksituation für Mitarbeitende? Falls ja, mit welchem Ziel bzw. mit welchen Ergebnissen oder Plänen?

Bisher gab es keinen Gesprächsbedarf seitens des Betriebsrates zu diesem Thema.

 

9.   Wurden in der Vergangenheit Maßnahmen der Parkraumbewirtschaftung (z. B. Anwohnerparken) in der Umgebung des AKH erwogen und/oder geprüft? Falls ja, warum wurde davon Abstand genommen?

Das AK Harburg hat hierzu mitgeteilt, dass keinen weiteren Bedarf gibt, seitdem die neue Parkraumfläche zwischen Haus 8 und Haus 12 errichtet wurde.

 

10. Sind Fälle bekannt, in denen Falschparken im Umkreis des AKH zu Behinderungen von Rettungswageneinsätzen o.ä. geführt haben? Wenn ja, wie viele und wo genau?

Dem AK Harburg sind keine entsprechenden Vorfälle bekannt.

 

11. Gibt es eine Beschwerdelage der Anwohner*innen der Denickestraße, der Lühmannstraße, der Weusthoffstraße, des Eißendorfer Pferdewegs, der Heimfelder Straße, der Haakestraße oder anderer umliegender Straßen zu Falschparkern im Wohngebiet? Wenn ja, bitte Anzahl und Gründe erläutern.

Es liegen dem AK Harburg aktuell keine Beschwerden seitens der Anwohner vor.

 

12. Gibt es seitens der Verwaltung Pläne oder Ideen, die Parkraumauslastung auf dem Gelände des AKH zu erhöhen, wenn durch den geplanten Umbau der Denickestraße künftig ca. 40 legale und eine Reihe illegal belegter Parkstände entfallen? Wenn ja, welche?

Dieses Thema ist dem AK Harburg nicht bekannt.

 

13. Mit welchen Maßnahmen unterstützt das AK Harburg seine Beschäftigten dabei, auf die Nutzung des privaten PKWs für den Arbeitsweg zu verzichten? Gibt es   z. B. geeignete Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, E-Bikes oder Pedelecs? Welche weiteren Anreize gibt es oder sind in Planung?

Das AK Harburg hat für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Vielzahl an Möglichkeiten etabliert. Nachfolgend in Stichpunkten sind folgende zu nennen.

  • Car to go, direkt auf dem Klinikgelände
  • DB-Fahrradstation, direkt auf dem Klinikgelände
  • Fahrradgaragen, direkt in der Tiefgarage
  • Fahrrad-Self-Service-Station, direkt in der Tiefgarage
  • HVV-Vergünstigungen.

 

 

 

 

 

 

gez. Rajski

 

 

f. d. R.

 

Kühn

 

 

Stammbaum:
20-4390   Anfrage gem. §27 BezVG der GRÜNEN-Fraktion betr. Parkraumsituation AK Harburg und Umgebung   Interner Service   Anfrage gem. § 27 BezVG
20-4390.01   Antwort Anfrage gem. §27 BezVG der GRÜNEN-Fraktion betr. Parkraumsituation AK Harburg und Umgebung   Interner Service   Antwort/Stellungnahme gem. § 27 BezVG