Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-4404.01  

 
 
Betreff: Antwort Kleine Anfrage CDU betr. Sportbetrieb in der Uwe-Seeler-Halle
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antwort / Stellungnahme des Bezirksamtes
  Bezüglich:
20-4404
Federführend:Fachamt Sozialraummanagement Beteiligt:D 3 - Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
12.02.2019 
Sitzung des Hauptausschusses zurückgezogen / erledigt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlagen:
20-4404.01 Anlage_ Mängelliste Uwe-Seeler-Halle  

Sachverhalt:
Erfreulicherweise konnte die Uwe-Seeler-Halle, nachdem sie nach Auszug der Bundeswehr bereits abgerissen werden sollte, durch zahlreiche Initiativen und Bemühungen der Kommunalpolitik auch weiter erhalten werden. Für die erforderliche Instandsetzung haben nicht nur das Bundesinnenministerium, sondern auch die Bezirksversammlung notwendige Mittel bereit gestellt.

Leider ist es in den vergangenen Monaten immer wieder zu erheblichen Verzögerungen bei der Baudurchführung, Planung und Genehmigung gekommen. Dieses hat dazu geführt, dass die für den Sportbetrieb der Vereine in Süderelbe dringend erforderliche Halle über viele Monate nicht genutzt werden konnte. Die Bezirksverwaltung hat wiederholt angekündigt, dass nach der Sommerpause 2018 der Sportbetrieb uneingeschränkt aufgenommen werden könne. Tatsächlich war dieses jedoch wegen weiterer Verzögerungen nicht der Fall.

Am 27. Oktober 2018 ist die Halle dann öffentlichkeitswirksam mit Ansprachen des für Sport zuständigen Staatsrates Christoph Holstein und der Bezirksamtsleiterin eingeweiht worden in Anwesenheit des Hamburger Ehrenbürgers und Namenspatrons Uwe Seeler. Es ist dabei der Eindruck erweckt worden, dass die Sporthalle nun endlich unmittelbar für den Sportbetrieb in Süderelbe zur Verfügung stehen würde. Tatsächlich hat die Bezirksverwaltung dann jedoch einen Monat später in der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Freizeit mitgeteilt, dass ein Sportbetrieb überhaupt noch nicht möglich sei, da die Baufertigstellung nicht erfolgt ist und daher auch eine Bauendabnahme ausstehe. Es konnte noch kein Zeitpunkt genannt werden, zu dem dieses nachgeholt werden sollte.

Wir fragen die Bezirksverwaltung:

1. Wann werden die nunmehr noch ausstehenden Bauarbeiten endgültig abgeschlos-
    sen sein, einschließlich etwaiger Nachbesserungen?

2. Wann kann die für den Betrieb der Sporthalle erforderliche Schlussabnahme durch
    die zuständige Baudienststelle erfolgen?

3. Welche Baumaßnahmen stehen derzeit noch aus?

4. Aus welchem Grunde hat unter anderem das Bezirkskamt Harburg am 27.10.2018
    zu einer spektakulären öffentlichen Veranstaltung anlässlich "der Wiedereröffnung"
    der Halle eingeladen?

5. Waren der Bezirksamtsleiterin und dem zuständigen Staatsrat zu diesem Zeitpunkt
    die Informationen bekannt, dass die Halle baulich überhaupt nicht fertiggestellt war 
    und damit für Sportbetrieb auch nicht genutzt werden konnte?

6. Aus welchem Grunde hat sich das Bezirksamt gleichwohl an der "Wiedereröffnungs-
    feier" beteiligt?

Hamburg, am 07.01.2019

Ralf-Dieter Fischer                                               Lars Frommann
Fraktionsvorsitzender                                           Brit-Meike Fischer-Pinz


 

 

 

 

 

FREIE UND HANSESTADT HAMBURG

Bezirksamt Harburg

 

 

22. Januar 2019

 

Das Bezirksamt Harburg nimmt zu der Anfrage der CDU – Fraktion

(Drs. 20-4404) wie folgt Stellung:

 

1. Wann werden die nunmehr noch ausstehenden Bauarbeiten endgültig abgeschlos-
    sen sein, einschließlich etwaiger Nachbesserungen?

Ein endgültiger Termin steht noch nicht fest.

2. Wann kann die für den Betrieb der Sporthalle erforderliche Schlussabnahme durch
    die zuständige Baudienststelle erfolgen?

Siehe Anwort Frage 1

3. Welche Baumaßnahmen stehen derzeit noch aus?

Siehe Anlage 1

4. Aus welchem Grunde hat unter anderem das Bezirkskamt Harburg am 27.10.2018
    zu einer spektakulären öffentlichen Veranstaltung anlässlich "der Wiedereröffnung"
    der Halle eingeladen?

Der Einladungstermin wurde durch die IBA Hamburg u. a. vor dem Hintergrund der Verfügbarkeit der Ehrengäste auf den 27.10.2018 festgesetzt. Zum Zeitpunkt der Einladung war davon auszugehen, dass die Sanierungsmaßnahmen inklusive der Nacharbeiten fristgerecht bis spätestens Ende 2018 abgeschlossen sein werden.

5. Waren der Bezirksamtsleiterin und dem zuständigen Staatsrat zu diesem Zeitpunkt
    die Informationen bekannt, dass die Halle baulich überhaupt nicht fertiggestellt war 
    und damit für Sportbetrieb auch nicht genutzt werden konnte?

Die Bezirksamtsleiterin war darüber informiert, dass noch Nacharbeiten im sanierungstypischen Umfang zu erledigen waren. Im Übrigen siehe Antwort Frage 4.

6. Aus welchem Grunde hat sich das Bezirksamt gleichwohl an der "Wiedereröffnungs-
    feier" beteiligt?

Siehe Antwort Frage 4

 

  

 

Fredenhagen