Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-4228  

 
 
Betreff: Antrag NEUE LIBERALE: S-Bahnstation für Bostelbek
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:Neue Liberale Fraktion Harburg / Wolkau, Kay / Wiest, Isabel / Lewy, Barbara
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
27.11.2018 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg      
Hauptausschuss
11.12.2018 
Sitzung des Hauptausschusses      

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

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Sachverhalt:
 

Schon seit Jahrzehnten ist eine S-Bahnanbindung der Siedlung Bostelbek im Gespräch.

 

Dementsprechend sieht der gültige Flächennutzungsplan eine S-Bahn-Station westlich der A 7 vor, etwa in der Mitte zwischen den vorhandenen S-Bahnstationen Heimfeld und Neuwiedenthal.

 

Bereits beim Bau der S-Bahn-Strecke in den frühen 80er Jahren war dort ein Bahnhof als Ersatz der damals bestehenden Bahnhöfe Hausbruch und Tempowerk vorgesehen.

 

Diese seinerzeitigen Planungen hatten ihren guten Grund. Denn mit fast sieben km Entfernung und fünf Minuten Fahrtzeit zwischen den beiden S-Bahnstationen handelt es sich um eine für städtische Verhältnisse unangemessen lange Bahnstrecke ohne Station.

 

Ein Bedarf für eine solche neue S-Bahnstation ist heute offensichtlicher denn je.

 

In Bostelbek selbst leben heute ca. 1500 Menschen, unter denen viele jüngere Leute gerne den ÖPNV nutzen. Von einer S-Bahnstation profitieren würden aber auch Anwohner aus Heimfeld südlich der B73 und aus dem Bereich des Hausbrucher Moor. Damit existiert bereits eine erhebliche Zahl potenzieller Nutzer, die ohne Anreise mit dem Pkw hier die S-Bahnstation nutzen würden bzw. könnten.

 

Neben den Menschen, die im Einzugsreich wohnen sind es vor allem auch die heute und künftig dort arbeitenden Menschen, die von einer S-Bahnanbindung profitieren würden. Schon heute sind bei den in Bostelbek ansässigen Unternehmen schätzungsweise 3.000 Mitarbeiter beschäftigt.

 

Weitere Neuansiedlungen, wie etwa eine Brauerei und Erweiterungen von bestehenden Unternehmen (zum Beispiel hit- Technopark) stehen in naher Zukunft an. Allein Mercedes plant eine Aufstockung von ca. 200 Mitarbeitern am Standort.

 

Dabei ist auch die Parkplatzsituation sehr kritisch, da die meisten in Bostelbek arbeitenden Menschen heute mit dem Pkw anreisen, was mit einer zeitgemäßen S-Bahnanbindung vermieden werden könnte.

 

Ebenfalls könnte eine S-Bahn-Station in Bostelbek maßgeblich dazu beitragen, den ohnehin unzureichenden Busverkehr zu entlasten. Bei Schichtwechseln in den Unternehmen sind die Busse heute regelmäßig überfüllt.

 

Nicht zuletzt würde die so wichtige Erreichbarkeit der sozialen Einrichtungen im Einzugsbereich deutlich verbessert. Neben Beschäftigen und Besuchern der Helios Klinik (Mariahilf) würden vor allem auch die vielen behinderten und mobilitätseingeschränkten Menschen, die in den Elbe-Werkstätten tätig sind, endlich von einem zeitgemäßen ÖPNV-Angebot profitieren.  

 

Zudem ist neben einer neuen S-Bahnhaltestelle auch die Errichtung einer ebenfalls im Flächennutzungsplan vorgesehenen P&R-Anlage ins Visier zu nehmen. Denn ein P&R-Haus mit etwa 1.000 Plätzen direkt neben der Station könnte eine starke Nachfrage aus dem südlichen Hamburger Umland bedienen. Über die nahe gelegene Autobahn wäre eine Anfahrt relativ einfach möglich. 

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Petitum/Beschlussvorschlag:
 

Die Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, sich bei den zuständigen Fachbehörden dafür einzusetzen, dass die Realisierung einer S-Bahn-Station für Bostelbek erneut geprüft wird. Dabei ist auch auszuloten, inwieweit am Standort der Bau einer P&R-Anlage in Betracht kommt

 

Antrag der Abgeordneten Kay Wolkau, Isabel Wiest, Barbara Lewy 

 

Harburg, 08.11.2018

 

Kay Wolkau

Fraktionsvorsitzender

f.d.R