Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-4019.01  

 
 
Betreff: Stellungnahme zum Antrag SPD betr. Autozugverladung im Bezirk Harburg neu errichten
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antwort/Stellungnahme gem. § 27 BezVG
  Bezüglich:
20-4019
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Inneres, Bürgerservice und Verkehr
15.11.2018 
Sitzung des Ausschusses für Inneres, Bürgerservice und Verkehr zurückgezogen / erledigt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlagen:
21-11015 - Verweisdrucksache  

Sachverhalt:

Bei der Verlegung des Bahnhofs Altona nach Norden ist bisher keine Autoverladung vorgesehen. Mit dem Gerichtsurteil zum Baustopp für den neuen Bahnhof gewinnt diese Thematik neue Bedeutung. Im Bezirk Harburg, aber auch im übrigen Stadtgebiet (z.B. im Hamburger Hafen), liegen Bahngleise, die für eine neue Autozugverladung geeignet scheinen. 

Für eine Autoverladung muss ein Gleis (möglichst elektrifiziert) von ca. 400 m Länge vorhanden sein, Aufstellflächen für Pkw, eine Rampe und Platz für Räumlichkeiten für Reisende und Personal sowie eine Zustiegsmöglichkeit in den Reisezug. Diese Infrastruktur muss nicht zwingend wie im Bahnhof Altona an einem bestehenden Fernbahnhof vorhanden sein, wie Beispiele anderer Orte zeigen.

Da das Einzugsgebiet der Reisenden für einen Autozug nicht nur in der Metropolregion Hamburg liegt sondern bis nach Skandinavien reicht, ist eine gute Erreichbarkeit mit dem Auto wichtig. Zum anderen bieten die Autoreisezüge auch Fahrgästen ohne Auto attraktive Nachtverbindungen z.B. von Hamburg nach Lörrach, Villach, München oder Wien. Mit einer neuen Autoverladung im Hamburger Süden würde der Fernbahnhof Harburg weiter gestärkt.

Für eine neue Autoverladung kommen einige Standorte in Frage, die mit wenig Aufwand errichtet werden können:

         Seehafenstraße (Höhe Seehafen 2)

         Altenwerder Hauptdeich

         Nöldekestraße (Zugang zum Rangierbahnhof Harburg)

 

Für den Bahnverkehr sind die beiden erstgenannten Standorte betrieblich am besten geeignet. Die Autoverladung kann als erstes erfolgen, anschließend führt der Zug zum Harburger Bahnhof und nimmt Fahrgäste ohne Auto auf und fährt weiter nach Süden. Für den Standort an der Seehafenstraße spricht, dass er wesentlich näher am Harburger Bahnhof liegt. 

Eine Verladung am Rangierbahnhof Harburg würde für alle Fahrgäste einen Zeitverlust bedeuten, weil dann alle Fahrgäste ca. eine Stunde die Autoverladung abwarten müssen bis es weitergeht.

 

 

Der Standort an der Seehafenstraße scheint betrieblich am günstigsten und dort ließe eine neue Autoverladung mutmaßlich gut verwirklichen.


Petitum/Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung wird gebeten, prüfen zu lassen, ob eine Autozugverladung im Bezirk Harburg neu errichtet werden kann. Über die Ergebnisse der Prüfung ist im Ausschuss für Inneres, Bürgerservice und Verkehr zu berichten. 

 

 

 

Bezirksversammlung Harburg 05.11.2018

Die Vorsitzende

 

 

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation nimmt zu dem Antrag SPD Drs. 20-4019 wie folgt Stellung:

 

 

Die Entscheidung, den Fernbahnhof als Durchgangsbahnhof nach Norden zu verlegen, wurde vom Bund und der bundeseigenen Deutschen Bahn AG (DB AG) aufgrund ihrer Verantwortung für den Schienenverkehr getroffen. Die damit zusammenhängende Verlegung der Autoverladeeinrichtung liegt daher ebenfalls nicht in der Zuständigkeit der Stadt Hamburg.

 

Nach Auskünften der DB AG sind in Harburg bisher keine Standorte untersucht worden. Die Machbarkeitsstudie für einen alternativen Standort sei nahezu abgeschlossen, die Ergebnisse dazu aber noch in der Prüfung.

 

Die Behörde für Wirtschaft, Innovation und Verkehr (BWVI) hat die Prüfbitte der Bezirksversammlung Harburg an die DB AG weiter geleitet. Im Übrigen siehe Drs. 21/11015.

 

 

 

 

gez. Rajski

 

f.d.R.

Wyzinski

 

 

 

Stammbaum:
20-4019   Antrag SPD betr. Autozugverladung im Bezirk Harburg neu errichten   Interner Service   Antrag
20-4019.01   Stellungnahme zum Antrag SPD betr. Autozugverladung im Bezirk Harburg neu errichten   Interner Service   Antwort/Stellungnahme gem. § 27 BezVG