Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3920  

 
 
Betreff: Antrag DIE LINKE betr.: Harburg für Alle! - Kulturwohnzimmer macht den Gloria - Tunnel attraktiv
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:DIE LINKE / Lohmann, Jörn / Lenthe, André / Baksi, Kadriye / Peters, Sven / Aras, Sahbattin
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
17.07.2018 
Sitzung des Hauptausschusses abgelehnt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:
 

Seit Jahren schon ist der „Gloria-Tunnel“ zwischen Seeveplatz und Lüneburger Straße ein ungeliebter und verwahrloster Ort.

Es gab bereits viele Versuche, ihn attraktiver zu machen, wie z. B. ein Galerie-Café, das jedoch nicht viel Zuspruch bei der Bevölkerung fand.

Seit Ende 2017 wird nun der größte Raum des ehemaligen Cafés Dienstag – Freitag von 14 bis 20 Uhr und Samstag von 12 bis 20 Uhr zum „Kulturwohnzimmer“.  Es handelt sich um ein Projekt von fünf Studentinnen und Studenten der Fachhochschule Medical School Hamburg am Schellerdamm. Interessant an dem Projekt  ist, dass Kunst hier keinen musealen Charakter hat oder die Vorbeikommenden in die Rolle von Zuschauern gedrängt werden, sondern unter Anleitung der Studierenden selbst künstlerisch tätig werden können. Material wird kostenlos zur Verfügung gestellt, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Unabhängig von gesellschaftlichen und kulturellen Hintergründen können die Menschen sich hier als Kunstschaffende begegnen – ein Konzept, das gerade im sozial und kulturell vielschichtigen Harburg  eine wichtige Aufgabe erfüllen kann. So wird der Gloria-Tunnel, die vorherige Harburger „Schmuddelecke“ zum kreativen, alle Menschen verbindenden Raum.

Vergütung haben die Student*innen erstmalig in den Monaten Mai, Juni 2018 erhalten. In der Zeit vom 22.11.2017 bis April 2018 sind die Student*innen ihrem Projekt unentgeltlich nachgegangen und ihr Bestreben, dieses Projekt auch nach dem Studium weiterzuführen, ist nur zu befürworten und damit einhergehend auch ein angemessener Lohn.

Der Erfolg des „Kulturwohnzimmers“ ist auch der Verwaltung im Bezirksamt bewusst, deshalb wurde das Projekt im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit bereits zweimal auf die Tagesordnung gesetzt.

 

 


Petitum/Beschlussvorschlag:
 

Die Vorsitzende der Bezirksversammlung möge die Verwaltung bitten, mit dem Kulturwohnzimmer Kontakt aufzunehmen, um über die Möglichkeit der Weiterfinanzierung des Projektes aus Bezirksmitteln oder auf andere Weise zu beraten. Über die Ergebnisse möge die Verwaltung im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit berichten.