Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3891  

 
 
Betreff: Antrag: NEUE LIBERALE: Verkehrssicherheit in Harburg - mehr Unfälle im Bezirk
Die Unfallzahlen in Harburg entwickeln sich bedenklich gegen den Hamburg-Trend
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:Neue Liberale Fraktion Harburg / Wiest, Isabel / Wolkau, Kay / Lewy, Barbara
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
17.07.2018 
Sitzung des Hauptausschusses      

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

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Sachverhalt:

Die Zahl der Verkehrsunfälle in Hamburg stagnierte im Jahr 2017 auf hohem Niveau. Dies ging aus der Senatsantwort zu den Unfallzahlen 2017 hervor (Drs. 21/12097).

So ereigneten sich im vergangenen Jahr 67.881 Unfälle auf und an Hamburgs Straßen. Dies ist der zweithöchste Wert seit 2011. Die Zahl der bei Verkehrsunfällen schwer verletzten Personen ist im Jahresvergleich um 20 auf 850 gestiegen. Die Zahl der Verkehrstoten blieb nahezu unverändert bei 28 (2016: 29), darunter aber alleine 13 Fußgänger. Im ersten Quartal 2018 haben sich die Unfallzahlen in Hamburg insgesamt leicht positiv entwickelt.

Eine Ausnahme ist Harburg. Hier haben sich Unfälle stark gehäuft.

Besonders Unfälle, in die Fußgänger verwickelt waren, haben in den ersten drei Monaten von 17 Unfällen im Jahr 2017, auf 30 Unfälle im ersten Quartal 2018 und damit um 76,5 % zugenommen. Dagegen gab es zum Vergleich zu Hamburg insgesamt im Schnitt 7,6% weniger Unfälle mit Unfallopfern, die Fußgänger waren.

Harburg 1. Quartal 2017: 17

Harburg 1.Qartal 2018: 30

Zunahme absolut: 13

Zunahme prozentual: 76,5%

zum Vergleich: Hamburg gesamt 369 I 341 I -28 I -7,6% 

Auch die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt entwickelte sich im ersten Quartal 2018 negativ in Harburg und damit gegen den Trend. Während sie in Hamburg insgesamt um 1,8% zurückging, nahm sie in Harburg um 5,4% zu.

Alleine in den ersten drei Monaten des Jahres 2018 ereigneten sich 1.239 Unfälle in Harburg und damit noch einmal 64 mehr als im ersten Quartal 2017.

Diese Zahlen sind alarmierend und zeigen, dass im Bezirk Harburg offensichtlich erheblicher Handlungsbedarf besteht, was Verkehrssicherheit, Geschwindigkeits- und Verkehrskontrollen und effektiven Fußgängerschutz anbelangt.

Wir wollen klären, warum die Entwicklung so negativ ist und welche Maßnahmen gegen den Negativtrend getroffen werden können, um insbesondere schwächere Verkehrsteilnehmer besser zu schützen.

 

 

 

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Petitum/Beschlussvorschlag:

Die Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten Vertreter der unteren Straßenverkehrsbehörde in den Ausschuss für Inneres, Bürgerservice und Verkehr einzuladen, um über Hintergründe der hohen Unfallzahlen im Bezirk und über mögliche Gegenmaßnahmen ausführlich zu berichten.

Der Bericht soll dabei auch aufzeigen, an welchen Stellen Unfallschwerpunkte ausgemacht werden konnten, wie sich die Unfälle örtlich, von ihren Ursachen, sowie ihren Fallzahlen her entwickelt haben und wie sich der starke Anstieg der Unfallzahlen bei Fußgängern erklärt.

Antrag der Abgeordneten Isabel Wiest, Kay Wolkau, Barbara Lewy

Harburg, 07.06.2018

Kay Wolkau

Fraktionsvorsitzender

f. d. R.