Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3334.01  

 
 
Betreff: Stellungnahme zum Antrag SPD betr. Stade-Harburg-Hamburg. Sachstandsbericht zu S3, S31, S32
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antwort/Stellungnahme gem. § 27 BezVG
  Bezüglich:
20-3334
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Inneres, Bürgerservice und Verkehr
24.05.2018 
Sitzung des Ausschusses für Inneres, Bürgerservice und Verkehr zurückgezogen / erledigt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:

Die S-Bahn-Strecke von Harburg Richtung Hamburger Innenstadt gehört zu den Strecken des öffentlichen Personennahverkehrs in Hamburg mit den höchsten Passagieraufkommen. Der Ruf nach einer Ausweitung der Kapazitäten ist vermutlich so alt wie die Strecke selbst. Und er wird angesichts steigender Einwohnerzahlen südlich der Elbe lauter.

Ab Fahrplanwechsel 2018/19 wird der Einsatz von längeren Zügen nach und nach ausgebaut, sodass schließlich – im Dezember 2019 – alle Züge der Linie S3 umgestellt sein werden. Dann werden während der gesamten Hauptverkehrszeit auf der Linie S3 im Abschnitt Neugraben – Harburg – Innenstadt – Elbgaustraße Langzüge fahren.

Im Abschnitt zwischen Hamburg-Hauptbahnhof und Harburg Rathaus wird zudem angestrebt, die Züge häufiger als bisher fahren zu lassen. Hierfür sind noch Maßnahmen erforderlich, mit deren Umsetzung im Zuge der Baumaßnahmen für die Station Elbbrücken im Sommer 2017 begonnen wurde.

In der der Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft ‚Vergabe der S-Bahn Verkehrsleistungen ab 2018‘ vom 09.04.2013 (Drs. 20-7548) wird unter 4.2 Zusätzliche Verkehre im Bestandsnetz bemerkt: „Hierunter fallen hauptsächlich zusätzliche verkehrliche Leistungen zwischen Altona, Hauptbahnhof und Harburg-Rathaus (beispielhaft Linie S32 in …) Die Auftraggeber können diese verkehrlichen Leistungen jederzeit bestellen. Sie haben das Recht, die S-Bahn Hamburg GmbH mit der Beschaffung der dafür erforderlichen Fahrzeuge (…) bis zum 30. September 2018 zu beauftragen.““

Zuletzt im Januar 2015 forderte die SPD-Fraktion gemeinsam mit ihrem Koalitionspartner eine Verstärkung, sowie die Weiterführung der geplanten S32 vom Hauptbahnhof über Harburg bis Neugraben.


Petitum/Beschlussvorschlag:

Die Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, Vertreter der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation in den Ausschuss für Inneres, Bürgerservice und Verkehr einzuladen, um über den Sachstand und Zeitplan der Erweiterung des ÖPNV zwischen Hauptbahnhof, Harburg, Neugraben und weiterführend Buxtehude/Stade zu berichten. Dabei neben den Planungen zu S3 und S31 auch auf die Planungen zu 4.2 der Senatsdrucksache 20-7548 und insbesondere die Bestellung der erforderlichen Fahrzeuge zur Weiterführung der S32 bis Harburg-Rathaus einzugehen.

 

 

 

Bezirksversammlung Harburg 15.05.2018

Die Vorsitzende

 

 

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation  nimmt zu dem Antrag  SPD  Drs. 20-3334 wie folgt Stellung:

 

Ab dem Fahrplanwechsel 2018/2019 ist eine stufenweise Ausweitung des Langzugeinsatzes auf der S3 vorgesehen.

Derzeit werden sieben von vierzehn Umläufen mit Langzügen verkehren, dies wird zum Dezember des Jahres 2018 auf zehn und – sobald ausreichend und verlässlich Fahrzeuge zur Verfügung stehen – auf alle vierzehn Umläufe umgestellt. Dies ermöglicht dann alle Fahrten der S3 zwischen Neugraben und Elbgaustraße mit Langzügen verkehren zu lassen. Bezogen auf den Abschnitt Neugraben - Harburg Rathaus erfolgt eine Kapazitätssteigerung von 20 % und zwischen Harburg Rathaus und Innenstadt von etwa 10 %.

Zudem wird mit den neuen Fahrzeugen und dem insgesamt erneuerten und ausgeweiteten Fahrzeugpark eine erhöhte Verfügbarkeit und Verlässlichkeit gegenüber den letzten Jahren erwartet.

 

Ergänzende Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Angebots ab Dezember des Jahres 2018 sind:

-       eine Ausweitung der Betriebszeiten der S31 von 20 Uhr bis ca. 21 Uhr ab/bis Harburg-Rathaus montags bis samstags,

-       eine Ausweitung des 10-Minuten-Taktes zwischen Neugraben und Buxtehude frühmorgens, nachmittags und abends,

-       Verdichtung des Nachtverkehrs am Wochenende vom 2- auf einen 1-Stunden Takt.

 

Als weitere Stufe der Kapazitätssteigerung in Folge der geplanten Wohnungsbaumaßnahmen entlang der S-Bahn und allgemeiner Nachfragesteigerung wird der Einsatz einer dritten Hauptverkehrszeit-Linie („S32“) grundsätzlich geprüft. Die zusätzlichen Zugfahrten bedingen infrastrukturelle Maßnahmen, wie kürzere Blockabstände der Strecke, d.h. einen Ausbau der Signalanlagen. Für Störungsfälle im Regelbetrieb sind zusätzlich Weichentrapeze zwischen Hammerbrook und Harburg Rathaus notwendig, um mindestens einen 10-Minuten-Betrieb aufrechterhalten zu können. Diese Maßnahmen haben einen Planungsvorlauf von ungefähr zwei bis drei Jahren.

 

Der Infrastrukturausbau der Strecke ist bereits in gemeinsame Überlegungen der Deutsche Bahn AG (DB AG) und Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) aufgenommen worden. Derzeit werden Möglichkeiten einer Vorfinanzierung von Planungsmaßnahmen durch die FHH sowie ggf. andere Finanzierungsmöglichkeiten mit der DB Netz AG geprüft.

 

Über die Notwendigkeit und den Zeitpunkt einer Realisierung einer zusätzlichen Hauptverkehrszeit-Linie selbst soll entschieden werden, wenn Erfahrungen mit dem erweiterten Angebot auf der S3 und S31 vorliegen. 

 

Die für den Betrieb einer Linie S32 zwischen Altona – Innenstadt – Harburg Rathaus notwendigen Fahrzeuge sind im Zuge der Beschaffung von weiteren zwölf Fahrzeugen bereits berücksichtigt worden.

 

Vor dem Hintergrund dieser Stellungnahme wird von der Entsendung einer Referentin bzw. eines Referenten abgesehen.

 

 

 

 

 

gez. Rajski

 

f.d.R.

Wyzinski

 

Stammbaum:
20-3334   Antrag SPD betr. Stade-Harburg-Hamburg. Sachstandsbericht zu S3, S31, S32   Interner Service   Antrag
20-3334.01   Stellungnahme zum Antrag SPD betr. Stade-Harburg-Hamburg. Sachstandsbericht zu S3, S31, S32   Interner Service   Antwort/Stellungnahme gem. § 27 BezVG