Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3835  

 
 
Betreff: Antrag NEUE LIBERALE: Bodenbeschaffenheit und Unbedenklichkeit von gezogenen Früchten/insbsondere Bodenfrüchten im Umfeld von Industrie und Kraftwerk Moorburg
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:Neue Liberale Fraktion Harburg / Wiest, Isabel / Wolkau, Kay / Lewy, Barbara
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
29.05.2018 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg      

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:

Im Umfeld des Kraftwerks Moorburg und größerer  Industrie- und Raffinerieareale befinden sich neben Kleingartenanlagen auch zahlreiche Siedlungen, in denen gartennah gewohnt wird. Die Siedlungen entstanden damals mit Selbstversorgergärten. Bis heute bauen die Bewohner dort Gemüse und andere Früchte zum Verzehr an.

Das Kraftwerk Moorburg produziert laut dem aktuellen Eintrag in Wikipedia unter Volllast nicht nur 8,5 Millionen Tonnen CO², sondern auch 7850 Tonnen Schwefeldioxid und Stickoxyde, 785 Tonnen Feinstaub, 3,2 Tonnen Blei, 1,2 Tonnen Quecksilber, 1 Tonne Arsen, 0.6 Tonnen Cadmium und 0,6 Tonnen Nickel.

Es gilt, gesundheitliche Gefahren für die Menschen besonders in Bostelbek, Moorburg und  anderen nah gelegenen Wohngebieten auszuschließen, die eventuell durch den Verzehr selbst angebauter Früchte entstehen. Daher ist es notwendig, regelmäßig Bodenproben, sowie den Schadstoffgehalt der gezogenen Früchte auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit hin zu untersuchen.

Sollten die Früchte, Gemüse oder die aufgefangenen Gießwasser sich nicht für den unbedenklichen Verzehr oder die Bewässerung der Gärten eignen, sind umgehend entsprechende Empfehlungen an die Bevölkerung auszusprechen.

 


Petitum/Beschlussvorschlag:

 

Die Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, bei der zuständigen Fachberde einen schriftlichen Bericht über die Möglichkeiten eines verantwortungsvollen Monitorings und der Entnahme und Überprüfung von Boden- und Fruchtproben an verschiedenen, von den o.g. Immissionen betroffenen Orten einzufordern. Sollte ein derartiges Monitoring mit entsprechend belastbaren Umweltdaten bereits existieren oder beauftragt sein, ist auch hierrüber ausführlich zu berichten.

Soweit das Bezirksamt Harburg zum Sachverhalt Angaben machen kann, wird auch die Bezirksverwaltung gebeten, zum Thema zu berichten.

 

Antrag der Abgeordneten Isabel Wiest, Kay Wolkau, Barbara Lewy

Harburg, 07.05.2018

Kay Wolkau

Fraktionsvorsitzender

f. d. R.