Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3797  

 
 
Betreff: Antrag der GRÜNE-Fraktion betr. Mehr Fernreisebusse ab Harburg
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:GRÜNE-Fraktion / Herrmann, Britta
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
29.05.2018 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg abgelehnt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

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Sachverhalt:

Der Fernbus-Linienverkehr boomt seit Jahren. Der Fernbus ist das preisgünstigste Verkehrsmittel für den Fernverkehr und ermöglicht Fernreisen auch finanzschwachen Reisenden. Er ist zwar langsamer als die Bahn, aber seine Ökobilanz ist noch besser als die der Bahn. Wer aus Harburg und dem Umland mit dem Fernbus nach Süden will, muss aber zunächst in die falsche Richtung zum ZOB am Hauptbahnhof.

 

Seit einigen Monaten fährt Flixbus, der Marktführer unter den deutschen Fernbusbetreibern  den Harburger Bahnhof regelmäßig auf der Strecke Oldenburg - Lübeck an. Die Haltestelle direkt auf dem Bahnhofsvorplatz kann aber nur als Provisorium für wenige Fernbusse am Tag betrachtet werden. Und die Kapazität des Harburger Busbahnhofs reicht schon für die Busse des HVV nicht aus. Die von der Hochbahn geplante Erweiterung der Umsteigeanlage wäre die Voraussetzung für mehr und längere HVV-Busse in Harburg, böte jedoch keinen Platz für Fernbusse.

 

In Berlin liegt der wichtigste Busbahnhof für Fernbusse am westlichen Stadtrand am Messegelände. Köln wird seinen ZOB vom Hauptbahnhof zum Flughafen verlegen, München hat einen zusätzlichen ZOB für Fernbusse am Olympiagelände. Da auch der Hamburger ZOB in St.Georg in seiner Kapazität begrenzt ist und viele Fernbuslinien ohnehin die Autobahnen 1 und 7 von Hamburg nach Süden nutzen, sollte über einen zweiten Hamburger Busbahnhof für Fernbusse im Bereich des Harburger Bahnhofs qualifiziert nachgedacht werden. Dabei wäre auch zu klären, wie weit zusätzliche Fahrgäste durch in Harburg endende Fernbuslinien die Kapazitätsengpässe auf den S-Bahnlinien 3 und 31 in der Hauptverkehrszeit verschärfen würden.

 

Als Standort in Harburg böte sich die Harburger Poststraße an. Hier wäre südlich der geplanten Hotelstandorte noch Platz, und die Fernbusse würden weder den HVV-Busverkehr noch die PKW-Zufahrten zum Bahnhof behindern. Der Fußweg vom Fernbusbahnhof zum Bahnhofseingang am Neuländer Platz wäre nicht weiter als vom ZOB St.Georg zum Hauptbahnhof.

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Petitum/Beschlussvorschlag:

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation wird gebeten, den Bau eines zweiten Hamburger Busbahnhofs für Fernbusse an der Harburger Poststraße zu prüfen und eine entsprechende Machbarkeitsstudie zu erstellen.