Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3793  

 
 
Betreff: Antrag der GRÜNE-Fraktion betr. Fußwege besser, sicherer und barrierefrei gestalten
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:GRÜNE-Fraktion / Marek, Regina
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
29.05.2018 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg abgelehnt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

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Sachverhalt:

Der Schritt für die Gestaltung besserer Fußwege ist längst überfällig. Denn laut einer Mobilitäts-Studie des Instituts für angewandte Sozialwissenschaft gehen die Hamburger sehr viel zu Fuß. Es ist die zweithäufigste Fortbewegungsweise nach dem Autofahren. Im Schnitt verzichten 28 Prozent der Verkehrsteilnehmer*innen auf andere Fortbewegungsmittel – beim Arbeitsweg, beim Einkaufen oder bei Freizeitaktivitäten.

„Zu Fuß gehen ist kostengünstig, gesund und verhindert nebenbei die Stau-Bildung auf Hamburgs Straßen“, sagt der Fraktionschef der Grünen, Anjes Tjarks. Fußgänger sind jedoch die schwächsten Verkehrsteilnehmer*innen und bedürfen daher besonderen Schutzes.

Im Etat 2017/2018 haben Rot-Grün jährlich je eine Million Euro zur Förderung des Fußverkehrs und der Barrierefreiheit bereitgestellt. Die Bezirksversammlung Nord hat  zwei Pilotprojekte in Hoheluft-Ost und Alsterdorf gestartet. Neben neuen Straßen-Überquerungen und baulichen Veränderungen gibt es weitere Pläne für die Quartiere:

In Alsterdorf sollen Stolperfallen wie Baumwurzeln beseitigt, der Gehweg hergerichtet und verbreitert werden. Geplant sind auch zusätzliche Sitzmöglichkeiten. In Hoheluft-Ost wird überlegt, ganze Vorgärten zu Gehwegen umzubauen. An der Löwenstraße, wo der Fußweg ständig zugeparkt wird, ist die Einführung einer Einbahnstraße im Gespräch, um parkende PKW und den Fußverkehr besser in Einklang zu bringen.

Hintergrund der Offensive ist die große Zahl von Beschwerden über den schlechten Zustand der Gehwege. Auch die Zahl der Schadenersatzforderungen nach Unfällen auf maroden Wegen hatte sich zuletzt mehr als verdoppelt. Bei einer Abendblatt-Online-Umfrage im Dezember bewerteten 84 Prozent der Teilnehmer den Zustand der Fußwege in Hamburg als schlecht. Umfassende Erhebungen zum Zustand der Wege gibt es bisher allerdings nicht.

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Petitum/Beschlussvorschlag:

Vor diesem Hintergrund bitten wir die Verwaltung und/ oder die zuständige Fachbehörde:

- über einen Bericht des baulichen (ist und soll) Zustand und die  Barrierefreiheit der Fußwege in Harburg.

- über  einen Bericht zur Breite und Abgrenzung der Fußwege vom Fahrradverkehr und vom Autoverkehr, insbesondere vom Parkraum (ist und soll Zustand).

Die Ergebnisse sollen im IBV vorgestellt werden.