Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3786  

 
 
Betreff: Kleine Anfrage gem. § 24 BezVG: NEUE LIBERALE: Belegung des Gebäudes an der Nöldekestraße 17
Status:öffentlichDrucksache-Art:Kleine Anfrage gem. § 24 BezVG
Verfasser:Neue Liberale Fraktion Harburg / Wiest, Isabel / Lewy, Barbara / Wolkau, Kay
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:

Sachverhalt

Sachverhalt:

Mit Information vom 27.04.2018 wurden die Fraktionen der Bezirksversammlung um Stellungnahme gem. § 28 BezVG zur Nutzung o.g. Immobilie für ein Jungerwachsenenprojekt (JEP) gebeten. Der Standort biete laut BASFI Kapazitäten für bis zu 49 Jugendliche, die im Rahmen dieses Projekt betreut werden sollen.
 

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1.    Wie viele und welche Wohnprojekte für Jugendliche, Minderjährige oder Jungerwachsene gibt es derzeit im Bezirk Harburg? Bitte Belegenheiten, Namen, Träger und ihre Stadtteile angeben.

 

2.    Wie viele junge Menschen werden in ähnlichen Projekten derzeit insgesamt in Harburg betreut? Wie viele davon jeweils in den einzelnen Belegenheiten?

 

3.    Wie viele Jugendwohnprojekte oder ähnliche Betreuungseinrichtungen für junge Menschen gibt es im Umkreis von 1,5 km um die Immobilie an der Nöldekestraße 17 und wie viele Jugendliche bzw. Jungerwachsene sind dort untergebracht?

 

4.  Welche Erfahrungen hat man mit dem genannten JEP Projekt seit 2009 im Bezirk Mitte gemacht? Wie viele Jungerwachsene werden dort betreut?

 

5.    Woraus ergeben sich die unterschiedlichen Betreuungsschlüssel zwischen LEB mit 1:5 und f&w mit 1:10? Gibt es innerhalb der Gruppe unterschiedliche Betreuungsbedarfe? Wenn ja, woraus ergeben sie sich?

 

6.    Wie hoch ist der Anteil Jugenddelinquenter unter den avisierten Bewohnern?

 

7.   Im Gebiet Wilstorf Ost bemüht man sich derzeit um RISE Fördermittel mit dem Hinweis auf die entsprechend bedenkliche Sozialstruktur im Stadtteil mit einer hohen Quote von Kinderarmut. Wie verträgt sich damit die Absicht der BASFI dieses JEP gerade im Grenzbereich zu dem besagten Stadtteil anzusiedeln, zumal die ebenfalls nicht unproblematische Wilstorfer Straße mit ihren zahlreichen Spielhallen und erhöhter Kriminalität in unmittelbarer Nähe liegt?

8.  In 2016 fand eine Razzia in der Salafisten-Moschee "Al-Taqwa" in der Anzengruberstraße statt, von der aus das Missionierungsnetzwerk "Die wahre Religion" (DWR) angeblich ihre "Lies!"-Kampagne betrieben hat. Inwieweit ist diese Moschee noch aktiv? Wie schätzt die Verwaltung die Aktivitäten ein?

Anfrage der Abgeordneten Isabel Wiest, Kay Wolkau, Barbara Lewy

Harburg, 03.05.2018

Kay Wolkau

Fraktionsvorsitzender

f. d. R.