Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3605  

 
 
Betreff: Antrag NEUE LIBERALE: Straßensozialarbeit für Menschen mit Wohnungsproblemen stärken
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:Neue Liberale Fraktion Harburg / Wolkau, Kay / Wiest, Isabel / Lewy, Barbara
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
27.03.2018 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg      

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

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Sachverhalt:

Die Soziale Beratungsstelle Harburg an der Straße „Zur Seehafenbrücke“ bietet bereits seit vielen Jahren Hilfesuchenden mit Wohnungsproblemen umfassende Unterstützung an.

Mit Hilfe der Straßensozialarbeit soll die Beratungsstelle im gesamten Bezirk Harburg Menschen erreichen, die das bestehende Hilfesystem nicht oder nicht mehr nutzen.

Wie kürzlich aufgrund eines Berichtsantrages der Neuen Liberalen im Ausschuss für Soziales, Bildung und Integration bekannt wurde, verfügt die Soziale Beratungsstelle Harburg speziell für Straßensozialarbeit lediglich über Personal im Umfang einer halben Stelle. Diese Teilzeitstelle steht nicht ausschließlich für Straßensozialarbeit im Bezirk Harburg zur Verfügung, sondern ist ebenso auch für Wilhelmsburg zuständig.

Im Ergebnis bleiben für aufsuchende Arbeit in Harburg nur 4 bis 5 Stunden pro Woche, da die Sozialarbeiter oft zu zweit unterwegs sind, um die Menschen optimal ansprechen und erreichen zu können.   

Zwar ist der Erfolg von Straßensozialarbeit nur schwer in Zahlen messbar. Klar ist aber, dass  Straßensozialarbeit viel Geduld erfordert und für nachhaltige Erfolge der Aufbau von Vertrauen zwischen den Sozialarbeitern und den auf der Straße lebenden Menschen nötig ist. Kontinuität in der Arbeit mit angemessenen personellen Ressourcen ist daher oberstes Gebot, um aufsuchende Sozialarbeit zielgerichtet durchführen zu können.  

Die Soziale Beratungsstelle Harburg ist – soweit ersichtlich- die einzige Beratungsstelle, die seit langer Zeit Straßensozialarbeit mit der Zielgruppe „Hilfesuchende mit Wohnungsproblemen“ betreibt.

Andere derzeit vorhandene und wichtige Angebote im Rahmen von Straßensozialarbeit haben indes einen anderen Schwerpunkt. So ist auch im Hans-Fitze Haus wesentlicher Bestandsteil des Beratungsangebotes die Straßensozialarbeit. Der Focus der Straßensozialarbeit liegt hier jedoch klar dort, wo sich Menschen in prekären Lebenslagen zum gemeinsamen Alkoholtrinken zusammenfinden. Die Zielgruppe sind hier Menschen mit Suchtproblemen.

Vor diesem Hintergrund erscheint das bestehende Hilfeangebot explizit im Bereich Hilfesuchender mit Wohnungsproblemen derzeit unzureichend.   

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Petitum/Beschlussvorschlag:

Die Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, sich bei der zuständigen Fachbehörde dafür einzusetzen, dass die Straßensozialarbeit für Menschen mit Wohnungsproblemen im Bezirk Harburg gestärkt wird. Dazu sollen alle Möglichkeiten ausgelotet werden, zeitnah mehr von der Fachbehörde finanzierte Stellen für entsprechende Straßensozialarbeit im Bezirk zu gewinnen.
 

Antrag der Abgeordneten Kay Wolkau, Isabel Wiest, Barbara Lewy

Harburg, 08.03.2018

Kay Wolkau

Fraktionsvorsitzender

f. d. R.