Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3542  

 
 
Betreff: Antrag DIE LINKE betr.: Harburg für Alle! - Hundert Jahre deutsche Republik - Hundert Jahre Novemberrevolution in Harburg würdigen
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:DIE LINKE / Lohmann, Jörn / Lenthe, André / Baksi, Kadriye / Peters, Sven / Aras, Sahbattin
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
27.02.2018    Sitzung der Bezirksversammlung Harburg      

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:

Im November 1918 kam es im Deutschen Reich zur Novemberrevolution. Die deutsche Bevölkerung war kriegsmüde, die weitere Fortsetzung des Krieges wurde von immer mehr Menschen als sinnlos angesehen. Am 9. November 1918 war es dann so weit: Der Kaiser musste abdanken, in Berlin wurde die Republik ausgerufen und die neu gegründeten „Arbeiter- und Soldatenräte“ nahmen die Regierung in die Hand. Der Grundstein zur ersten deutschen Demokratie war gelegt.

Auch in Harburg bildete sich am 7. November 1918 ein Arbeiter – und Soldatenrat, zusammengesetzt aus Arbeitern der Harburger Betriebe, die meisten aus SPD und USPD, sowie Soldaten der Pionierkaserne. Er forderte eine „Herrschaft des Rechts“ und strebte eine Nationalversammlung an, die aus gleichen, direkten und geheimen Wahlen hervorgehen sollte und die dann am 17. Januar 1919 gewählt wurde. Als am 14. August 1919 die Weimarer Verfassung in Kraft trat, war die Zeit der Räteregierung beendet.

Der Bezirk Harburg muss sich rechtzeitig mit der Planung von eventuellen Veranstaltungen und Ausstellungen beschäftigen, die an die Ereignisse sowohl in Harburg als auch in ganz Deutschland erinnern sollen, als die erste deutsche Republik ihren Anfang nahm.

 

 


Petitum/Beschlussvorschlag:

Die Bezirksversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt möge in Zusammenarbeit mit dem Leiter der Abteilung Stadtgeschichte des Helms-Museums Jens Brauer und  dem Stadtteilhistoriker Dr. Christian Gotthardt geeignete Möglichkeiten für ein angemessenes Gedenken im Bezirk Harburg an die Novemberrevolution 1918 entwickeln und das Ergebnis im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit vorstellen.