Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3513  

 
 
Betreff: Kleine Anfrage AfD betr. Förderung von Migration im Sport
Status:öffentlichDrucksache-Art:Kleine Anfrage gem. § 24 BezVG
Verfasser:AfD-Fraktion / Bischoff, Ulf / Bodó, Ludwig / Feineis, Harald
Federführend:D 3 - Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   
Beratungsfolge:

Sachverhalt

Sachverhalt:
 

Harburg hat eine Vielzahl an Sportvereinen. Die mitgliederstärksten, zwischen 2.000 und 4.000 Mitgliedern sind der Harburger Turnerbund von 1865 e.V., die Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft, der Sportverein Grün-Weiß-Harburg von 1920 e.V., die Turnerschaft Harburg von 1865 e.V. sowie der Turnverein Fischbek von 1921 e.V. Es werden keine Daten darüber erhoben, wie hoch der Anteil an Vereinsmitgliedern mit Migrationshintergrund ist. Dass ein Migrationshintergrund besteht, ist anzunehmen. Zudem existieren Fußballvereine wie der Harburger Türk-Sport e.V. von 1979 e.V. und Dersimspor e.V.

 

Der Turnverein Fischbek und die Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft sind Stützpunktvereine für Integration des Hamburger Sportbundes (HSB). Stützpunktvereine führen Maßnahmen und Aktivitäten durch, die die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund fördern und/oder der Gewaltprävention dienen. Sie binden die Migranten in ihr regelmäßiges Sportangebot ein, bauen zielgruppenspezifische Übungsgruppen auf und bemühen sich im besonderen Maße um die Integration über den Sport vor Ort. Der HSB unterstützt konzeptionell und/oder finanziell. Der Harburger Turnerbund engagiert sich ebenfalls für Integration durch Sport und veranstaltet Fußballturniere für Mädchen und Jungen in Heimfeld.

 

Auch außerhalb der genannten Vereine gibt es Sportangebote für Migranten, insbesondere Straßenfußball. In Neuwiedenthal besteht seit vielen Jahren eine „Strasomannschaft“, zweimal die Woche wird in der Sporthalle Neuwiedenthal gespielt, im Wechsel Mädchen und Jungen. Ein anderer Straßensozialarbeiter spielt mit jungen Männern mit russischem Migrationshintergrund Fußball und bietet Aerobic für Mädchen im Haus der Jugend in Neuwiedenthal an. Die Polizei organisiert jährlich das Süderelbe-Fußballturnier für Straßenmannschaften in der Sporthalle Neuwiedenthal „Sport statt Gewalt“.

 

Knapp 57.000 Euro an öffentlichen Geldern sind für den Verein Nestwerk eingeplant, der Sportangebote für Flüchtlinge organisiert. Dazu gehören Straßenfußballturniere in verschiedenen Hamburger Stadtteilen. Insgesamt ist festzustellen, dass sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit migrantischem Hintergrund deutlich erhöht und sich zur größeren Gruppe der Nutznießer entwickelt hat.

 

Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung der folgenden Fragen:

 

1. Welche sogenannten migrantischen Sportprojekte existieren im Bezirk Harburg/Süderelbe seit Beginn 2015? Bitte nach Projekt, Verein/Organisation, Sparte etc. auflisten.

 

2. Welches Projekt wird wie finanziert (öffentliche Zahlungen/Vereinsbeiträge/Spenden)?

 

3. Wie hoch ist der Anteil an durch das Amt übernommenen Vereinsbeiträgen in den folgenden Vereinen:

                a.) Turnverein Fischbek

                b.) Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft

                c) Sportverein Grün-Weiß-Harburg von 1920

                d) Turnerschaft Harburg von 1865

                e) Turnverein Fischbek von 1921

                f) Harburger Türk-Sport e.V. von 1979

                g) Dersimspor

 

                3.1. Welche öffentlichen Gelder sind in diese Vereine seit Beginn 2015 geflossen? (Bitte auf-  schlüsseln nach Art und Höhe der Zuwendung)

 

4. Welche öffentlichen Gelder sind in den Verein Nestwerk e.V. geflossen? (Bitte aufschlüsseln nach Art und Höhe der Zuwendung)

 

5. Ist die Finanzierung weiterer Sportprojekte, die die Integration von Menschen mit Migrationshin-  tergrund fördern, in diesem Jahr geplant? Wenn ja, welche?