Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3510  

 
 
Betreff: Anfrage AfD betr. Kiezläufer in Neugraben und Neuwiedenthal
Status:öffentlichDrucksache-Art:Kleine Anfrage gem. § 24 BezVG
Verfasser:AfD-Fraktion / Bischoff, Ulf / Bodó, Ludwig / Feineis, Harald
Federführend:Fachamt Sozialraummanagement   
Beratungsfolge:

Sachverhalt

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Sachverhalt:
 

In Neugraben und Neuwiedenthal existieren Kiezläufer-Projekte. Zur Gewaltprävention streifen junge Erwachsene in den frühen Abendstunden durch die Stadtteile. Dabei sollen sie Jugendliche, die sich im öffentlichen Raum des Stadtteils aufhalten und dort durch Lärm, Vandalismus oder Kleinkriminalität auffallen, auf Augenhöhe ansprechen. Sie sollen Vorbilder darstellen, die gewaltpräventiv arbeiten, zur Deeskalation von Konfliktsituationen sowie zur Steigerung des Sicherheitsempfindens der Anwohner beitragen.


Darüber hinaus sollen sie suchtpräventiv tätig sein und Möglichkeiten der Freizeitgestaltung im Stadtteil aufzeigen. Bei ihren Einsätzen sind die Jugendlichen einheitlich gekleidet, was sie während des Einsatzes, der zwei- bis dreimal pro Woche stattfinden soll, im Stadtteil erkennbar macht.

 

 „Kiezläufer“ ist ein gewaltpräventives Projekt der IN VIA Hamburg e.V. mit einer Laufzeit vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2018. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 82.000 Euro und werden aus dem Integrationsfonds der Stadt Hamburg finanziert.

 

Vor genanntem Hintergrund bitten wir die Verwaltung um die Beantwortung der folgenden Fragen:

 

  1. Wer sind die „Kiezläufer“? (Alter, Herkunft, Geschlecht)

 

  1. Welche Ausbildung haben sie in Sachen Gewaltprävention erhalten?

2.1. Wo und durch wen wurde die Ausbildung abgehalten?

 

  1. Was wird mit den veranschlagten rund 80.000 Euro jährlich beglichen? (Bitte auflisten)

 

  1. Wie sind die Einsatzzeiten der Kiezläufer und in welcher Gruppenstärke sind sie unterwegs?

 

  1. Existiert eine Form der Zusammenarbeit mit den zuständigen polizeilichen Behörden (bspw. PK   47/Feuerwehr etc.)? Wenn ja, in welcher Form?

 

  1. Existiert eine Zusammenarbeit mit weiteren Sozialeinrichtungen in den jeweiligen Stadtteilen? Wenn ja, mit welchen und in welcher Form.

 

  1. Gab es körperliche oder verbale Übergriffe auf die Kiezläufer? Wenn ja, bitte gesondert aufführen.

6.1. Wodurch wurden diese ausgelöst?

6.2. Wurden diese zur Anzeige gebracht?

6.3. Wie oft wurden Rettungskräfte gerufen?

 

  1. Was sind die häufigsten Probleme, bei denen die Kiezläufer schlichten bzw. helfen müssen?

 

  1. Wie könnte ein erstes Resümee dieser Straßenarbeit lauten?

 

  1. Sind Kiezläufer auch für andere Harburger Problemviertel geplant? Wenn ja, wo und wann, wenn nein, warum nicht?

 

  1. In welcher Höhe hat der Bezirk bisher Sondermittel  in das Projekt gezahlt? (bitte auflisten)