Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3490  

 
 
Betreff: Dringlichkeitsantrag DIE LINKE betr.: Harburg für Alle! - Jugend- und Integrationsarbeit bei "Dersimspor Hamburg" nicht gefährden
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:DIE LINKE / Lohmann, Jörn / Lenthe, André / Baksi, Kadriye / Peters, Sven / Aras, Sahbattin
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
30.01.2018 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg abgelehnt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:

Der Fußballverein „Dersimspor Hamburg 2006“ nutzt seit Jahren den zur Schule Maretstraße gehörenden Sportplatz an der Baererstraße. In Absprache mit dem früheren, leider letztes Jahr verstorbenen Hausmeister und Platzwart konnte der Verein bisher einen Raum in der anliegenden Sporthalle nutzen, um dort Trikots und Bälle zu lagern und bei Bedarf für die Sporteinheiten herauszugeben. Der Raum wird teilweise für vertrauliche Elterngespräche genutzt. Da nur zwei Umkleideräume zur Verfügung stehen, wird er auch als Umkleidekabine für das Schiedsrichterteam o.ä. genutzt. Weiterhin betreibt der Verein am Rande des Sportplatzes einen Imbisswagen. Auch dieser soll künftig nicht mehr auf der Sportanlage geduldet werden.

In den Jugendmannschaften gibt es viele Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, die meisten davon Kinder von Geflüchteten. Im Zuge der Integrationsarbeit nimmt der Verein von diesen nur geringe Mitgliedsbeiträge, von ca. 50 Prozent der Kinder und Jugendlichen  können gar keine Beiträge verlangt werden. So ist eine zusätzliche Einnahmequelle für den ehrenamtlich geführten Verein dringend notwendig, um sich finanzieren zu können.

Ende November letzten Jahres wurde dem Verein plötzlich mitgeteilt, dass der vom Hausmeister bisher zur Verfügung gestellte Raum nicht mehr länger genutzt werden könne. Auch der Imbisswagen soll entfernt werden.  Leider gibt es für beides keine schriftliche Vereinbarung mit der Schule, die Nutzung basierte auf einer mündlichen Absprache mit dem verstorbenen Hausmeister des GMH. Verhandlungen mit dem zuständigen Gebäudemanagement Hamburg führten für den Verein zu keinem positiven Ergebnis, stattdessen wurde ihm jetzt eine Frist bis zum 31. Januar 2018 gesetzt, den Raum zu räumen und den Imbisswagen zu entfernen. Für den mit zehn Mannschaften dort trainierenden Landesligisten wird ohne Lagerraum für Sportkleidung und Fußbälle sowie zusätzlichen Einnahmen durch den Imbissverkauf in Zukunft zumindest keine Jugend- und Integrationsarbeit mehr möglich sein, da der kleine Verein auf die Einnahmen aus dem Verkauf von Speisen und Getränken während des Ligaspielbetriebes angewiesen ist. Auch ansonsten werden sich für den erfolgreichen Verein die Bedingungen unverhältnismäßig erschweren, den Fußballsport weiter im gewohnten Maße ausüben zu können.

 

 


Petitum/Beschlussvorschlag:

Die Bezirksversammlung möge beschließen:

Die Bezirksverwaltung wird gebeten, mit allen Beteiligten, insbesondere den Sportvereinen, der Schule Maretstraße und dem Gebäudemanagement Hamburg, nach einer gemeinsamen und für alle Seiten vertretbaren Lösung zu suchen.

Um keine vollendeten Tatsachen zu schaffen, soll sich die Bezirksverwaltung für eine Duldung des Imbisswagens und der Raumnutzung in der Sporthalle einsetzen.

Über die Ergebnisse dieser Gespräche soll die Bezirksverwaltung spätestens in der Februarsitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Freizeit berichten.