Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3441  

 
 
Betreff: Antrag der GRÜNE-Fraktion betr. Kostenlose Entsorgung von Grünschnitt für Umweltorganisationen
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:GRÜNE-Fraktion / Marek, Jürgen / Herrmann, Britta
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
30.01.2018 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg ungeändert beschlossen / überwiesen   
27.02.2018 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg (offen)   
Ausschuss für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz
20.02.2018 
Sitzung des Ausschusses für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz ungeändert beschlossen / überwiesen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:

Jedes Jahr werden die Hamburger Naturschutzgebiete von engagierten Mitgliedern des NABU oder anderer Umweltorganisationen von Neophyten und Wildwuchs befreit. Dabei fallen erheblich Mengen Grünschnitt an, die dann in den Recyclinghöfen ordnungsgemäß entsorgt werden.

Die Entsorgung ist für den NABU und andere Umweltorganisationen kostenpflichtig.

Fallen bei Pflegeeinsätzen größere Mengen von Pflanzenmaterial, (Neophyten, Pflegemahd, Entkusselung) an, werden diese an Punkten im Gebiet gesammelt, wo sie vom Ranger des Naturschutzamts (BUE) oder ggf. einer vom Naturschutzamt beauftragten Firma abgeholt werden. Paradoxerweise ist es so, dass dann auch das Naturschutzamt bei der Entsorgung in den stadteigenen Recyclinghöfen Gebühren zahlen muss - bei größeren Mengen in nicht unerheblicher Höhe.

Dies hat im Moorgürtel - aber auch in anderen Naturschutzgebieten - mit dazu geführt, dass landwirtschaftlich nicht mehr genutzte Flächen von der BUE oder "Hamburg Wasser" (ein bedeutender Flächenbesitzer im Moorgürtel) nur noch durch kostengünstiges Mulchen offengehalten werden. Hierbei bleibt die zerhäckselte Vegetation auf den Flächen liegen und reichert diese mit Nährstoffen an, wodurch sich nährstoffliebende Pflanzen (Brennnessel, Brombeere) stark ausbreiten und die Pflanzen- und Tierwelt immer artenärmer wird. Notwendig wäre eine Pflegemahd mit Abtransport des Mahdguts.

Sinnvoll wäre hier eine Weiternutzung in Form der Kompostierung - wofür ggf. auch Kapazitäten zu schaffen sind. Eine solche Regelung würde in den Naturschutzgebieten einen wertvollen Beitrag leisten zum Erhalt der Artenvielfalt, welche häufig - in alten Kulturlandschaften - von einer adäquaten Pflege der Lebensräume abhängt.

Die Arbeiten in den Naturschutzgebieten dient der Pflege und dem Erhalt der Gebiete und somit dem Wohle der Allgemeinheit. Sie wird zu einem großen Teil von ehrenamtlichen Helfern geleistet.

Da sollte es selbstverständlich sein, dass die Entsorgung des Grünzeugs kostenlos ist.


Petitum/Beschlussvorschlag:

Die Bezirksversammlung möge sich dafür einsetzen, dass Hamburger Naturschutzorganisationen ihren Grünschnitt in den Hamburger Recyclinghöfen kostenlos entsorgen können.

Stammbaum:
20-3441   Antrag der GRÜNE-Fraktion betr. Kostenlose Entsorgung von Grünschnitt für Umweltorganisationen   Interner Service   Antrag
20-3441.01   Stellungnahme zum Antrag der GRÜNE-Fraktion betr. Kostenlose Entsorgung von Grünschnitt für Umweltorganisationen   Interner Service   Antwort/Stellungnahme gem. § 27 BezVG