Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3401  

 
 
Betreff: Gewerbeflächenkonzept Harburg 2018
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage öffentlich
Federführend:D 4 - Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
27.02.2018 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg (offen)   
Stadtplanungsausschuss
22.01.2018 
Sitzung des Stadtplanungsausschusses vertagt / verbleibt   
05.02.2018 
Sitzung des Stadtplanungsausschusses (offen)   
Stadtplanungsausschuss

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n
Anlagen:
180115_GEK 2018_Versand  

Sachverhalt:

Ausgangslage/ Anlass

Aufgrund des Koalitionsvertrages des Hamburger Senates 2015, sowie des kommunalpolitischen Antrags Drs. 20-1296, hat das Bezirksamt das bezirkliche Gewerbeflächenkonzept (GEK) aus dem Jahre 2012 überarbeitet. Gemeinsam mit den Konzepten der anderen Hamburger Bezirke soll damit ein Gesamt-Überblick für die gewerbliche / industrielle Entwicklung im Hamburger Stadtgebiet ermöglicht werden.

 

Im Dezember 2017 wurde der Entwurf des GEK 2018 im Rahmen einer Behördenbeteiligung mit den zuständigen Fachbehörden, sowie Handels- und Handwerkskammer abgestimmt.

Die Ergebnisse der Behördenbeteiligung sind verwaltungsseitig abgewogen worden und mehrheitlich in das Konzept eingeflossen. Folgende strittige Punkte wurden seitens der Fachbehörden angemerkt und verbleiben im GEK 2018:

 

Allgemein:

Die BUE regt an, kleinteilige Standorte, die gewerblich genutzt werden, und damit nicht im Sinne der  übergeordneten Planung stehen (LaPro, FNP), den Zielen der übergeordneten Planung anzupassen.

Dieser pauschalen Forderung wird nicht gefolgt. Zum einen sind die Planwerke FNP und LaPro nicht parzellenscharf, zum anderen haben diese Flächen aus Sicht des Bezirksamtes oftmals eine wichtige Funktion für Kleingewerbe und wohnumfeldnahes Handwerk.

 

Hafengebiet:

Die BWVI fordert eine Herausnahme der Flächen, die derzeit im Hafengebiet liegen (Hafennutzungs- und Hafenerweiterungsgebiet), aus dem GEK 2018, da die Verwaltungshoheit, zumindest für die Hafennutzungsflächen, bei der Hamburg Port Authority (HPA) liegt.

Das Bezirksamt folgt dieser Auffassung nicht. Die Flächen sind sowohl im GEK 2012, als auch im GEK 2018 aufgenommen worden, da sie unmittelbare Wirkungszusammenhänge mit der Stadtentwicklung haben, bspw. durch Verkehr, Emissionen, Flächenbeanspruchung, aber auch durchaus wirtschaftliche Synergieeffekte erzeugen können.

 

Großmoordamm-Ost:

Die BUE fordert eine Herausnahme der ehemaligen Deponiefläche am Großmoordamm aus dem GEK 2018, da der FNP hier keine gewerbliche Nutzung darstellt und gem. LaPro über Teilflächen der 2. Grüne Ring sowie eine Landschaftsachse verläuft.

Das Bezirksamt belässt die Fläche im GEK 2018, insb. aufgrund des bestehenden Planrechts (Industriegebiet), ergänzt den Steckbrief aber um den Hinweis, dass bei einer Flächenentwicklung eine auskömmliche Grün- / Wegeachse im Sinne des LaPro auf der Deponiefläche, oder unmittelbar angrenzend, gesichert wird.

 

Radeland:

Die BUE sieht eine gewerbliche Nutzung am Standort Radeland kritisch. Die Nutzung der im GEK 2018 dargestellten Teilflächen (II + III) östlich des Moorburger Bogens für Gewerbe wird jedoch seitens anderer Behörden (bspw. BWVI) ausdrücklich begrüßt. Das Bezirksamt belässt den Steckbrief im GEK 2018 mit dem Hinweis der notwendigen Berücksichtigung der Belange der vorhandenen Kleingärten und Biotope sowie der Darstellungen des Landschaftsprogramms im Rahmen einer Flächenentwicklung.

 

Striepenweg:

Die BUE regt an, die im FNP/LaPro südlich des Striepenwegs dargestellte Grünfläche/Parkanlage sowie die im LaPro dargestellte Grünwegeverbindung im östl. Teil des Standortes umzusetzen. Das Bezirksamt folgt diesem Vorschlag nicht, da die Parkanlage aufgrund des Bahndamms dort enden und keine Verbindung zu den südlichen Flächen herstellen würde. Eine Wegeverbindung ist im Osten durch den südlichen und nördlichen Zugang zum östlichen Bahnsteigaufgang bereits vorhanden.

 

Standortvorschläge der Handelskammer:

Die Handelskammer schlägt folgende Flächen für neue Gewerbestandorte vor:  Fläche östlich der BAB 1 an der Anschlussstelle Hamburg-Harburg, sowie Flächen nordöstlich der BAB 7 an der Anschlussstelle Fleestedt in Sinstorf (beidseits der Hittfelder Straße). Das Bezirksamt folgt diesen Vorschlägen nicht. Die Fläche an der BAB 1 liegt in dem mit Verordnung vom 01.08.2017 festgestellten Naturschutzgebiet Neuländer Moorwiesen. Die Flächen nordöstlich der BAB 7 liegen im Landschaftsschutzgebiet Marmstorfer Flottsandplatte und sind Teil zweier bis nach Niedersachsen hineinragender Landschaftsachsen.

 

 

Das GEK 2018 wurde im Nachgang der Behördenbeteiligung inhaltlich aktualisiert und redaktionell angepasst.

Das Bezirksamt Harburg wird das kommunalpolitisch beschlossene GEK 2018 in der Sitzung der Senatskommission am 26.02.2018 präsentieren.

 

Beschlusslage

 

Ein entsprechender Antrag (Drs. 20-1296) zur Überarbeitung des GEK 2012 wurde von der Bezirksversammlung beschlossen und an den Stadtplanungsausschuss überwiesen.

Die Freigabe zur Behördenbeteiligung erfolgte durch den Stadtplanungsausschuss der Bezirksversammlung am 12.06.2017.

 

 


Petitum/Beschluss:

Der Stadtplanungsausschuss wird um Beschluss des vorliegenden GEK 2018 gebeten.

 

 

 

Jörg Heinrich Penner

Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt

 


Anlage/n:

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 180115_GEK 2018_Versand (15041 KB)      
Stammbaum:
20-3401   Gewerbeflächenkonzept Harburg 2018   D 4 - Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   Beschlussvorlage öffentlich
20-3401.01   Gewerbeflächenkonzept Harburg 2018 - Zustimmung zur Detailänderung   D 4 - Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   Beschlussvorlage öffentlich