Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3331  

 
 
Betreff: Antrag NEUE LIBERALE: Umgestaltung Marktplatz Sand - Alles Klinker? Referenzprojekte betrachten und Handlungsempfehlungen für Harburg ableiten
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:Neue Liberale Fraktion Harburg; Wiest, Isabel; Wolkau, Kay; Lewy, Barbara
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
12.12.2017 
Sitzung des Hauptausschusses      
Bezirksversammlung Harburg
28.11.2017 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg      

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:

Im Regionalausschuss Harburg vom 08.11.2017 berichtete ein Referent der Firma Arbos über das geplante Freiraumkonzept betreffend die Umgestaltung des Marktplatzes Sand.

 

Es ging unter anderem um die Art der Verlegung und den Klinker, den die Firma beabsichtigt, u.a. auf dem gesamten Sand, in der Hölertwiete und im Fußgängerbereich der Straße Sand auf der Nordseite zu verlegen.

 

Auf Nachfrage nach den vom Referenten erwähnten Referenzprojekten wurden dem Ausschuss zwei Städte benannt: Barsinghausen und Meppen. Die weiteren Referenzprojekte sollten nachbenannt werden.

 

In der Fußgängerzone der Stadt Meppen gab es allerdings nicht unerhebliche Probleme mit der Klinkerdecke, die im selben Verbund verlegt worden war, wie er für Harburg geplant ist. Die Stadtverwaltung schaltete einen Gutachter ein, weil zahlreiche Abplatzungen und Brüche an den relativ langen Steinen festgestellt wurden und sich das Klinkerwerk auf den Standpunkt stellte, der Klinker weise gleichwohl die geforderte Qualität auf.

 

Darüber hinaus hatte der Gutachter nur eine bedingte Eignung des Bettungs- und Pflastermaterials festgestellt, wodurch es auch zu Fehlstellen und den genannten Bruchstellen gekommen war.

 

Diese wertvollen Erfahrungen der Referenz-Städte sollten als Handlungsempfehlungen für Harburg genutzt werden.

 


 


Die Bezirksversammlung möge beschließen:

Die Verwaltung wird gebeten, die vorliegenden Erfahrungen in den Referenzstädten mit der Pflasterung insbesondere den Klinkern im Hinblick auf deren Beschaffenheit (insbesondere Manganbeimischungen etc.), wie etwa Länge, Dicke, Belastbarkeit, Verbund, Bettung und die Geeignetheit der Steine beim Einrütteln, im Vorfeld weiterer Schritte kritisch zu würdigen und vorab detailliert zu erfragen.

Zu diesem Zwecke sollen insbesondere die Bürgermeister, Amtsleiter sowie die Tiefbauabteilungen, der noch vollständig zu benennenden Referenzstädte kontaktiert werden. Sollten weitere Gutachten oder gerichtliche Beweisverfahren vorliegen, sind diese ebenfalls anzufordern und im Hinblick auf eine mögliche Vertragsgestaltung zu werten. Ebenso ist zu klären, aus welchen/m Klinkerwerk/en die verlegten Steine der Referenzstädte jeweils kamen und aus welchem Werk die Steine für Harburg kommen sollen.

Über die Ergebnisse ist in der Januarsitzung des Regionalausschusses Harburg zu berichten.

Antrag der Abgeordneten Isabel Wiest, Kay Wolkau, Barbara Lewy

Harburg, 09.11.2017

Kay Wolkau

Fraktionsvorsitzender

f. d. R.