Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3227.01  

 
 
Betreff: Stellungnahme zum Antrag SPD betr. Sicherer Schulweg
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antwort/Stellungnahme gem. § 27 BezVG
  Bezüglich:
20-3227
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Regionalausschuss Süderelbe
15.11.2017 
Sitzung des Regionalausschusses Süderelbe vertagt / verbleibt   
24.01.2018 
Sitzung des Regionalausschusses Süderelbe zurückgezogen / erledigt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:

Schon häufiger stand die Straße „Petershof“ im Fokus, wenn es um die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler geht. Diese Straße befindet sich in einer Tempo-30-Zone. Daher ist die Einrichtung eines Radweges nicht möglich. Ferner kann ein Park- und Halteverbot nur schwer angeordnet werden. Für Grundschüler besteht hier nur ein geringes Problem, da diese bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres den Fußweg nutzen können und sollen.

Für die Älteren, die das Gymnasium Süderelbe besuchen ist dieses schon schwieriger, da diese nur den noch vorhandenen nicht benutzungspflichtigen Radweg an der Nordseite der Straße „Petershof“ ab dem Rückweg in Richtung Neugraben Zentrum benutzen dürfen. Ansonsten müssen sie die Straße, welche vielfach durch parkende Fahrzeuge und die Straße nutzende Busse sehr unübersichtlich ist, nutzen.

Evtl. könnte hier die beidseitige Nutzung des Radweges oder die Freigabe des Fußweges im Süden der Straße (direkt am Brunnenschutzgebiet) für den Fahrradverkehr Abhilfe schaffen.


Petitum/Beschlussvorschlag:

Die Vorsitzende der Bezirksversammlung Harburg wird gebeten, einen Referenten der unteren Straßenverkehrsbehörde in den Regionalausschuss Süderelbe einzuladen, der dort Lösungen vorstellt, die den Schulweg, insbesondere für die fahrradfahrenden Schülerinnen und Schüler aus dem Westen Neugrabens zum Gymnasium Süderelbe, in der Straße „Petershof“ erheblich sicherer machen kann.

 

 

 

 

 

Bezirksversammlung Harburg

Die Vorsitzende

 

7. November 2017

 

Die Behörde für Inneres und Sport nimmt zum dem Antrag der SPD Drs. 20-3227 wie folgt Stellung:

 

Leider ist es dem Unterzeichneten aufgrund von Ortsabwesenheit nicht möglich, als Referent an der für den 15. November terminierten Sitzung des Regionalausschusses Süderelbe teilzunehmen. Ein anderer Referent steht kurzfristig ebenfalls nicht zur Verfügung. Insofern wird im Folgenden zunächst schriftlich zum Antrag des Abgeordneten der SPD Arend Wiese und Fraktion Stellung genommen:

 

Die Straße Petershof ist etwa 600 Meter lang. Sie verläuft zwischen der Neugrabener Bahnhofstraße und dem Störtebekerweg in West - Ost Richtung. Die Fahrbahnbreite beträgt durchgehend mindestens sechs Meter. Ab der Neugrabener Bahnhofstraße ist die Straße Petershof eine 30 km/h-Zone (Wohngebiet). Die Straßen Distelacker, Lupinenacker und Haferacker münden aus Richtung Norden in die Straße Petershof.

Südlich befindet sich eingezäuntes, bewaldetes Brunnenschutzgebiet.

 

Auf der Nordseite des Petershofes ist ein circa. 1,50 Meter breiter Gehweg, ein ca. 1,20 Meter breiter Asphaltradweg und ein etwa 80 Zentimeter breiter Asphaltsicherheitsstreifen vorhanden. Auf der Südseite ist ein circa zwei Meter breiter Gehweg in Asphaltausführung, welcher früher als Radweg ausgeschildert war, vorhanden. An den beiden Bushaltestellen der Linie 240 verbreitert sich jeweils der Gehweg.

 

Auf der Nordseite ist durchgehend ein eingeschränktes Haltverbot angeordnet. Vor dem Haus Petershof 13 befindet sich ein etwa 80 Meter langer Parkstreifen, in dem Kraftfahrzeuge in Senkrechtaufstellung abgestellt werden können. Auf der Südseite ist das Parken am Fahrbahnrand durchgehend zulässig.

 

In Höhe der Zuwegung zum Fischbeker Holtweg wurde im Jahre 2006 eine Querungshilfe eingerichtet, da an dieser Stelle viele Kinder die Straße queren, um zur Schule Heidrand zu gelangen oder um am Nachmittag den dortigen Spielplatz aufzusuchen.

 

Die örtlichen politischen Gremien waren bereits Anfang der Neunzigerjahre bezüglich der Einrichtung eines Fußgängerüberweges in diesem Bereich aktiv geworden. Da diese jedoch in 30 km/h Wohngebietszonen nur in besonders begründeten Einzelfällen eingerichtet werden dürfen und Gründe hierfür von der Straßenverkehrsbehörde nicht gesehen wurden, wurde dieses abgelehnt.

 

Radfahrer, die in Richtung Störtebekerweg fahren, müssen die Fahrbahn benutzen, da auf der Südseite kein Radweg vorhanden ist. Einer Mitbenutzung des südlichen Gehweges durch Radfahrer kann aufgrund dessen geringer Breite nicht zugestimmt werden. Auf der Nordseite der Straße Petershof ist ein baulicher Radweg vorhanden. Dieser kann in Fahrtrichtung Neugrabener Bahnhofstraße benutzt werden.

 

Zu den Stoßzeiten sind im Petershof größere Pulks von fahrradfahrenden Schülern anzutreffen. Der örtlich zuständige Beamte des Besonderen Fußstreifendienstes hält sich regelmäßig vor Ort auf, um die Kinder und Jugendlichen zu verkehrskonformem Verhalten anzuhalten. Fahrradfahrer in beide Richtungen, am Rand parkende Fahrzeuge und der Busverkehr haben hierbei den allerdings auch gewünschten Effekt, dass es in der Straße Petershof oft nur langsam vorangeht. Es muss häufig an der einen oder anderen Stelle angehalten und gewartet werden, um den Gegenverkehrs passieren zu lassen.

 

Eine Verkehrsunfalllage mit Radfahrern kann für die vergangenen Jahre in der Straße Petershof nicht festgestellt werden.

 

Aus Sicht der straßenverkehrsbehördlichen Abteilung des Polizeikommissariates 47 gibt es in der Straße Petershof kein über die normalen Gefahren des Straßenverkehrs hinausgehendes besonderes Konfliktpotenzial, welches bauliche oder straßenverkehrsbehördliche Maßnahmen erforderlich machen würde.

 

 

gez. Rajski

 

 

 

 

f.d.R.

 

Hille

 

 

 

Stammbaum:
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