Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3214  

 
 
Betreff: Antrag GRÜNE Fraktion betr. Radverkehr stärken - Wohnungsbau fahrradfreundlich gestalten
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:Herrmann, Britta; GRÜNE-Fraktion
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
24.10.2017 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg ungeändert beschlossen / überwiesen   
Stadtplanungsausschuss
18.06.2018 
Sitzung des Stadtplanungsausschusses zurückgezogen / erledigt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:

Die Stärkung des Radverkehrs ist erklärtes Ziel der Rot-Grünen Koalition der Bürgerschaft. Neben der CO2-Reduzierung durch weniger Autoverkehr, der Verbesserung der Luftqualität, einer geringeren Lärmbelastung, der Entlastung des überfüllten Straßenraumes und auch der gesundheitlichen Vorteile für die Radfahrenden, sind hohe Ziele gesetzt. Viele Maßnahmen sind bereits auf den Weg gebracht. Für die Förderung des Radverkehrs müssen aber nicht nur Radwegeverbindungen attraktiv sein, auch die Möglichkeit, Fahrräder sicher und bequem abstellen zu können ist eine weitere erforderliche Maßnahme, um den Anteil der Fahrräder am Gesamtverkehr zu erhöhen. Heute erfüllt das Fahrrad in Kombination mit einem Anhänger für z.B. Kinder oder Lasten eine weitere Funktion und könnte das Auto für kleinere Transporte damit ablösen. Dafür benötigen wir genügend Platz, der insbesondere bei Neubauvorhaben von Mehrfamilienhäusern. Gebäude und Flächen sollten so gestaltet werden, dass die Bewohner zur Fahrradnutzung angeregt werden.

Im Rahmen des „Nationalen Radverkehrsplans“ hat Potsdam einen Leitfaden „Fahrradstellplätze bei Wohngebäuden“ in Zusammenarbeit mit  der Wohnungswirtschaft und Experten erstellt.Der Leitfaden richtet sich an Wohnungsbauunternehmen und soll ihnen für unterschiedliche Aufgaben (Neubau, Bestandsentwicklung) und für unterschiedliche Gebäude- und Siedlungstypen Möglichkeiten der Inte-gration von sicheren und gut nutzbaren Fahrradabstellplätzen aufzeigen. Dabei werden Beispiellösungen zusammenfassend für Wohngebäude in offener und in geschlossener Bauweise aufgezeigt.


Petitum/Beschlussvorschlag:
Die Bezirksversammlung möge beschließen:

1.     Die Verwaltung wird gebeten im SPA zu berichten, wie derzeit Fahrradabstellmöglichkeiten in der Bauleitplanung und Baugenehmigungsverfahren berücksichtigt werden.

2.     Die Verwaltung wird gebeten unter Hinzuziehung des Radverkehrsbeauftragten einen Leitfaden „Fahrradabstellplätze bei Wohngebäuden“ analog zum Potsdamer Modell zu erstellen, der verbindlich in der Bauleitplanung wie auch im Baugenehmigungsverfahren Berücksichtigung findet.