Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3212  

 
 
Betreff: Antrag GRÜNE Fraktion betr. Bei Straßenbezeichnungen zukünftig Frauen bevorzugen
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:Herrmann, Britta; GRÜNE-Fraktion
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
24.10.2017 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg abgelehnt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:

Die Bezeichnung der Straßen im Bezirk Harburg zeigt ein großes Ungleichgewicht bei der Namensnennung von Männern und Frauen. Straßenbenennungen können auch als Abbild der gesellschaftlichen und damit auch gleichstellungspolitischen Erinnerungskultur  begriffen werden. Daher strebt der Hamburger Senat in seinem gleichstllungspolitischen Rahmenprogramm die Anzahl der nach Frauen benannten Straßennamen zu erhöhen. Hierzu erarbeitete die Landeszentrale für politische Bildung die "Hamburger Frauenbiographie-Datenbank" die als Instrument für Namensvorschläge genutzt werden kann. Von 52 Straßen im Bezirk Harburg, die mit Namen bezeichnet sind (Benennungen nach Familiennamen wurden nicht berücksichtigt) wurden 49 Straßen nach Männern  und 4 nach Frauen benannt. Eißendorf hat die Künstlerin Hanne Darboven, Hausbruch die Kunstsammlerin und Mäzenin Emmi Ruben und Langenbek die NS Widerstandkämpferin (Weiße Rose) mit entsprechenden Straßennamen berücksichtigt und gewürdigt.

Mit der Wohnungsbauoffensive des Senats und der Entwicklung des Harburger Binnenhafens werden wir zukünftig noch einige Straßen, Flächen, Plätze u.w. zu vergeben haben. Hierbei sollten vorrangig Frauennamen Berücksichtigung finden. Im Rahmen sämtlicher Gleichberechtigungsoffensiven sollte dies ein Selbstverständnis sein.
 


Petitum/Beschlussvorschlag:
Die Bezirksversammlung möge beschließen:

1.     Es wird eine Arbeitsgruppe aus Vertretern beider Regionalausschüsse unter Federführung der Verwaltung und Hinzuziehung der Geschichtswerkstatt eingerichtet.

2.     Die Arbeitsgruppe soll geeignete Kandidatinnen für die zukünftige Benennung von Straßen, Plätzen, Ufern, Wasserwegen und  Brücken unter Hinzuziehung der o.g. Datenbank recherchieren/identifizieren.

3.     Die Arbeitsgruppe entwickelt ein Verfahren in dem in geeigneter Weise auch der Öffentlichkeit, die Möglichkeit von schriftlichen Vorschlägen eröffnet wird.