Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3142  

 
 
Betreff: Anfrage gem. § 27 BezVG NEUE LIBERALE: Schulküchen im Bezirk Harburg
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 27 BezVG
Verfasser:Neue Liberale Fraktion Harburg; Lewy, Barbara; Wolkau, Kay; Wiest, Isabel
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:

Sachverhalt

Sachverhalt:

Schulküchen sind ein viel diskutiertes Thema, vor allem seit Einführung des Ganztages. Mit der Einführung des Ganztagsschulbetriebs wird Schule zu einem Lebensort, an dem die gesundheitsförderliche Ausgestaltung des Schulalltags an Bedeutung zunimmt.  Eine  gesunde Ernährung dient zum einen der Gesundheitsprävention. Zum anderen geht es auch um eine Ernährungsbildung: Kinder und Jugendliche sollen bewusst essen (und trinken) und sich mit Fragen einer gesunden und nachhaltigen Ernährung auseinandersetzen. 

Die Erfahrungen, die man als Kind oder Jugendlicher mit dem Essen macht, begleiten uns ein Leben lang.

Zu beachten sind auch Synergieeffekte insbesondere durch die Stärkung von Beteiligungs-möglichkeiten von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern, beispielsweise in Form von Feedbacks und Mitwirkung bei der Speisenplangestaltung. Mit Blick auf ihre regelhafte Verankerung sollten solche Maßnahmen in ein Gesamtkonzept zur gesundheitsförderlichen Schule integriert werden. Dieser Ansatz findet sich unter anderem in den Handlungsempfehlungen für Schulen im Rahmen des "Paktes für Prävention" wieder.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die zuständigen Senatsbehörden:

 

1. In wie vielen Schulen im Bezirk Harburg gibt es Mittagsverpflegung (bitte nach Schulen und Schularten getrennt aufschlüsseln, absolut und in Prozent von der Gesamtzahl an Schulen der jeweiligen Art)? 

2. Welche Schulen stellen ihr Essen in einer Produktionsküche selbst her? 

3. Welche Schulen in Harburg verfügen über 

  1. eine Produktionsküche, 
  2. eine Aufwärmküche 
  3. eine Lehrküche
  4. eine Mischküche

 

4. Gibt es weitere aktuelle Planungen bezüglich Schulküchen in Harburg? Wenn ja welche?

 

  1. Wie viele neue Produktionsküchen sind an welchen Schulen für wann geplant?
  2. Wie viele neue Aufwärmküchen sind an welchen Schulen für wann geplant?

 

 

5. Welche Schule lässt das Essen jeweils von welchen Herstellern liefern und produzieren und wie hoch sind die jeweiligen Kosten dafür? 

  1. Wie lang sind die Lieferzeiten vom Produktionsstandort bis zur jeweiligen Schule?
  2. Wird das Schulessen umverpackt und umetikettiert bevor es an die Schulen geliefert wird?
  3. Woher beziehen die Hersteller die verwendeten Rohstoffe?

 

6. Gibt es in Harburg regionale Verbundlösungen, bei denen mehrere Schulen die Mittel gezielt gemeinsam einsetzen, um an einem Standort eine Produktionsküche (statt einer Aufwärmküche) für alle Verbundschulen zu errichten, um so eine gute Essensqualität gemeinsam herzustellen und auch die Betriebskosten untereinander aufzuteilen? 

 

Anfrage der Abgeordneten Barbara Lewy, Kay Wolkau, Isabel Wiest

Harburg, 08.09.2017

Kay Wolkau

Fraktionsvorsitzender

f. d. R.