Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3137  

 
 
Betreff: Antrag NEUE LIBERALE: Zeitnahe Sanierung mit lärmmindernden Asphalt für die Bremer Straße
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:Neue Liberale Fraktion Harburg; Wolkau, Kay; Wiest, Isabel; Lewy, Barbara
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
26.09.2017 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg      

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Seit Jahren drängen Anwohner der Bremer Straße darauf, dass der Verkehrslärm vor Ort reduziert wird. Zwar gab es in den vergangenen Jahren durchaus Fortschritte.

So wurde  wo die Bremer Straße eine der ersten Bundesstraßen, die in das LKW-Maut-Programm aufgenommen wurden, um Mautvermeidungsverkehre zu reduzieren.

Zudem setzte sich die Bezirksversammlung Harburg nachdrücklich für die Installierung von Dialog-Displays ein, die den Autofahrern nun elektronisch die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit anzeigen.

Im Zuge von Umbaumaßnahmen am "Friedhofsknoten" Bremer Straße, Friedhofstraße, Am Großen Dahlen und Ernst-Bergeest-Weg wurde in diesem Kreuzungsbereich zudem ein Belag aus Splittmastixasphalt (SMA) verbaut, der gegenüber dem vorherigen Asphalt deutlich geräuschärmer ist.

Im Ergebnis haben diese Maßnahmen bis heute jedoch keinen durchschlagenden Erfolg im Hinblick auf eine geringere Lärmbelastung für die Wohnbevölkerung gebracht. Noch immer klagen viele Anwohnende über massiven Verkehrslärm besonders in den Abend-, Nacht- und Morgenstunden.

Bereits 2013 wurde den Anwohnenden vom Senat versprochen, die gesamte Bremer Straße im Stadtgebiet Harburgs von der Anschlussstelle Marmstorf-Lürade bis zur Hohen Straße/Harburger Umgehung mit dem ruhigeren SMA-Belag zu versehen.  Geschehen ist es bis heute nicht.  

Im Jahre 2015 teilte der Senat auf eine schriftliche kleine Anfrage in der Hamburgischen Bürgerschaft (Drucksache 21/2312) mit, die Sanierung mit lärmmindernden Asphalt für den Streckenabschnitt Vahrendorfer Stadtweg bis AS Marmstorf-Lürade werde im Jahre 2018 erfolgen. 

Für den Streckenabschnitt Sunderweg bis Hohe Straße (ohne Kreuzung Friedhofstraße/Ernst Bergeest Weg) war in der entsprechenden Senatsantwort von zwei Abschnitten die Rede, die für die Zeit ab 2018 vorgesehen waren.

Auf erneute Anfrage in der Hamburgischen Bürgerschaft vom Frühsommer 2017 (Drucksache 21/9192) teilt der Senat nunmehr mit, dass die Grundinstandsetzungen der B75/Bremer Straße zwischen der BAB-Anschlussstelle Marmstorf/Lürade und Sunderweg und zwischen Sunderweg und Hohe Straße erst im Jahre 2020 erfolgen sollen.

Zwar erwähnt der Senat in seiner neueren Antwort, dass die Planungen im Jahre 2018 abgeschlossen sein sollen. Da sich die avisierten Maßnahmen jedoch offenbar erneut zeitlich nach hinten verlagert haben, ist zu befürchten, dass es weitere unnötige Verzögerungen geben könnte.

Zudem verweist die Behörde in ihrer Antwort auf die neuere Anfrage lediglich auf ihre ältere Stellungnahme aus dem Jahre 2015, wenn es darum geht, die lärmmindernden Maßnahmen im Rahmen der Sanierung konkret zu benennen. Im Sinne eines effektiven Lärmschutzes gilt es jedoch darauf zu bestehen, dass im Rahmen der Sanierung hochwertiger, moderner und deutlich lärmmindernder Asphalt verwendet wird.


Die Bezirksversammlung möge beschließen:
Die Vorsitzende des Bezirksversammlung wird gebeten, sich bei den zuständigen Fachbehörden dafür einzusetzen, dass die gesamte Bremer Straße von der Anschlussstelle Marmstorf-Lürade bis zur Hohen Straße/Harburger Umgehung –soweit noch nicht geschehen-  zeitnah saniert und dabei hochwertiger, moderner und deutlich lärmmindernder Asphalt  verwendet wird.

Antrag der Abgeordneten, Kay Wolkau, Isabel Wiest, Barbara Lewy

Harburg, 07.09.2017

Kay Wolkau

Fraktionsvorsitzender