Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-1812.02  

 
 
Betreff: Berichtsvorlage zum Projekt Bahnhofsumfeld Neugraben im Rahmen der Integrierten Stadtteilentwicklung Zentrum Neugraben

Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage öffentlich
  Bezüglich:
20-1812
Federführend:D 4 - Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
27.06.2017 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg zur Kenntnis genommen   
Hauptausschuss
12.09.2017 
Sitzung des Hauptausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Zuletzt wurde seitens der Verwaltung mit der Drucksache 20-1812.01 zu diesem Sachverhalt berichtet.

Auszug: „Um die funktionale und gestalterische Situation am Bahnhofsumfeld zu verbessern, wurden zunächst Teilräume identifiziert, die einer ggf. späteren erweiterten Umplanung am NeugrabenerBahnhof nicht entgegenstehen.

Die Teilmaßnahme umfasst die Aufwertung der Wegeverbindung südlich der Straße Am Neugrabener Bahnhof und nördlich der Cuxhavener Str. ,-Wegeverbindung unterhalb der Brücke-, die Neugestaltung der Fahrradanlage am Bahnhof, die Verbesserung der Beschilderung und Beleuchtung, die Erneuerung der Bushaltestellenflächen mit verbesserter Anfahrbarkeit und den Einbau von taktilen Elementen.

Die Kosten der Gesamtmaßnahme betragen bisher insgesamt 1.100.000€, davon 500.000€ Mittel des Bezirks aus dem Straßenbauprogramm und 600.000€ RISE- Fördermittel. Die Bezirksversammlung hat der Vorlage am 1.11.16 mehrheitlich zugestimmt und damit u.a. auch eine „Vorbelastung“ für nächsten Straßenbauprogramme vorgenommen.

Zwischenzeitlich liegt ein Vorentwurf des Planungsbüros Bruun & Möllers für die Aufwertung der Wegeverbindung südlich der Straße Am Neugrabener Bahnhof und nördlich der Cuxhavener Str. –Wegeverbindung unterhalb der Brücke –vor.

Zum Teilraum Bushaltestellenflächen wurden, auf der Basis der aufgenommen Schäden und Kostenschätzung durch MR 2, Mittel in Höhe 300.000€ für die wertige Erneuerung der Bushaltestellenbereiche vorgesehen. Die Untersuchung  mittels einer Tiefenbohrung hat nun ergeben, dass der gesamte Untergrund so stark beschädigt ist, dass eine Grundinstandsetzung mit neuem Unterbau erforderlich ist. Zudem plant der HVV vor dem Hintergrund des erhöhten Fahrgastaufkommens den Einsatz von Gelenkbussen. Die Bushaltebuchten müssen für die Anfahrbarkeit der Gelenkbusse überplant und neu geordnet werden.

Das beauftragte Büro ARGUS hat die Kosten des Vollausbaus der Busspuren und aktualisierter Mengen- und Kostenberechnungen mit 905.000€ ermittelt. Bei dieser Planung entstünde aber nur ein minimaler funktionaler Mehrwert gegenüber der heutigen Situation – im Gegenteil würde diese Investition die städtebaulich unbefriedigende und unübersichtliche Gestaltung des Busbahnhofs und die fehlende Aufenthaltsqualität für die nächsten Jahrzehnte zementieren.   

Angesichts der erheblichen Kosten für diese Grundsanierung ohne relevanten funktionalen und städtebaulichen Mehrwert wurde  der Busbahnhof vom Baudezernat überplant.  Hierfür wurden vergleichende Berechnungen vorgenommen – ausgehend von der ursprünglichen Planung zum Bahnhofsvorplatz 2011/2012. Die Kosten eines neuen Busbahnhofs mit großzügiger Mittelinsel werden auf 2.225.000€ geschätzt und bleiben damit deutlich unter den Kosten der verworfenen Planung von 2012, deren Realisierung unter Berücksichtigung der Kostensteigerungen seit 2012 heute ca. 4.250.000 kosten würde.

Mit der favorisierten Variante soll die „Zerschneidung“ der Busanlage durch Verlegung der mittleren Individualverkehrstrasse auf die Südseite einer neuen Businsel unterbunden und die Abfahrtsbereiche so kompakter organisiert bzw. Umsteigebeziehungen verkürzt werden. Buslinien können aus der westlichen Cuxhavener Straße kommend, direkt über die Straße Am Neugrabener Bahnhof zufahren. Umwegfahrten über den Süderelbebogen werden dadurch vermieden. Die Querungsstellen werden von heute drei auf zwei reduziert.   Somit sind auch weniger Konfliktpunkte gegeben. Die Businsel soll auch für Gelenkbusse bemessen werden.

Parallel wurden erste Gespräche des Baudezernates mit der BWVI und der Hochbahn zu den zukunftsfähigen Anforderungen und zu der Bereitstellung der erforderlichen Mittel geführt. Auf Basis des Gesprächs bei der Hochbahn wurde die Vorplanung überarbeitet, und in einem Gespräch mit der BWVI wurde entsprechende Unterstützung signalisiert. Ein abschließendes Ergebnis hierzu liegt noch nicht vor. Dieses soll auf einer mit den bezirklichen Gremien abgestimmten Planung aufbauen. Dazu wird das Baudezernat die vorliegenden Planungen im nächsten Hauptausschuss (als Ferienausschuss für den Regionalausschuss Süderelbe) vorstellen. Die Verwaltung wird den Hauptausschuss um Zustimmung bitten, damit auf dieser Basis die notwendigen Mittel bei der BWVI eingeworben werden können.   

Petitum:

Die Bezirksversammlung nimmt den Bericht zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die favorisierte Variante und die verworfenen Varianten im nächsten Hauptausschuss vorzustellen.   

 

 

i.V. Trispel

 

 


Anlage/n:

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Stammbaum:
20-1812   Antrag SPD/CDU betr.: Bahnhofsumfeld Neugraben und Marktpassage   Interner Service   Antrag
20-1812.01   Sondermittelantrag BVG 16/028 Bahnhofsumfeld Neugraben und Marktpassage - im Rahmen der Integrierten Stadtteilentwicklung Zentrum Neugraben; hier: Planung und Finanzierungsmöglichkeit von zwei neuen Projekten   Interner Service   Beschlussvorlage öffentlich
20-1812.02   Berichtsvorlage zum Projekt Bahnhofsumfeld Neugraben im Rahmen der Integrierten Stadtteilentwicklung Zentrum Neugraben   D 4 - Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   Mitteilungsvorlage öffentlich