Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-3021  

 
 
Betreff: Antrag GRÜNE Fraktion betr. Für eine schnelle Metrobuslinie zwischen Neugraben und Altona
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:Marek, Regina; GRÜNE-Fraktion
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
27.06.2017 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg ungeändert beschlossen / überwiesen   
24.10.2017 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg abgelehnt   
Ausschuss für Inneres, Bürgerservice und Verkehr
12.10.2017 
Sitzung des Ausschusses für Inneres, Bürgerservice und Verkehr abgelehnt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:

Neben der S3 benötigt Harburg weitere ÖPNV-Verbindungen in die Hamburger Stadtteile nördlich der Elbe. Die S-Bahnen 3 und 31 sind im Berufsverkehr notorisch überfüllt und zudem störanfällig.

Die Diskussion über ein redundantes ÖPNV-System ist stark auf die Verlängerung der U4 fixiert. Aber einerseits wird es noch Jahrzehnte dauern, bis die U4 in Harburg ankommt und andererseits würde diese U-Bahn für Harburg nur eine begrenzte neue Erschließungswirkung bringen, da sie voraussichtlich wegen der Erschließung von Wohngebieten in Wilhelmsburg nahe der bestehenden S-Bahn Harburg-Veddel trassiert werden müsste.

Gerade aus dem Bereich Süderelbe wollen auch nicht alle ÖPNV-Fahrgäste nach Harburg oder in die westliche Hamburger Innenstadt, sondern viele auch in den Nordwesten Hamburgs. Wer von Neugraben-Fischbek oder dem angrenzenden Umland nach Altona, Eimsbüttel oder deren nordwestliches Umland will, braucht mit der S-Bahn von Neugraben nach Altona mindestens 38 Minuten. Die Buslinie 250 ist mit mindestens 40 Minuten Fahrzeit und 21 Unterwegs-Haltestellen keine echte Alternative und droht in der Hauptverkehrszeit im Stau auf der A7 oder deren Zubringerstraßen stecken zu bleiben. Zum Vergleich: Mit dem Auto läßt sich die Strecke (ohne Stau) in 23 Minuten bewältigen.  

Dabei könnte ein schneller Metrobus durch den Elbtunnel eine echte Alternative zum Auto und zur überfüllten S-Bahn sein, wenn er nur staufrei und möglichst direkt bis zum Tunnel käme. Denn im Tunnel selbst ist selten Stau. Dies versucht der LSBG allein aus Sicherheitsgründen über Zufahrtbeschränkungen zum Tunnel zu vermeiden.

Es käme also darauf an, den Bus so zu führen, dass er über eigene Spuren, eigene Trassen oder intelligente Lichtsignalsteuerungen an möglichen Staus im Bereich der A7-Zufahrten vorbeifahren kann. Zwar wird es auf der Autobahn keine Busspuren geben, aber auch eine eigene Busauffahrt auf die A7 nördlich der Anschlussstelle Waltershof sollte als mögliche Variante geprüft werden, zumal die südliche Zufahrtsrampe zum Elbtunnel ohnehin in den nächsten Jahren neu gebaut werden muss. Nördlich der Elbe sollte der Bus möglich staufrei zur Anschlussstelle Othmarschen geführt werden, alternativ von den Bahnhöfen Altona oder Diebsteich oder einem anderen wichtigen ÖPNV-Knotenpunkt in Altona oder Eimsbüttel.

Bei einer Reisezeit deutlich unter 30 Minuten wäre eine solche Metrobuslinie eine echte Alternative zur S3/S31 für die diejenigen, die zwischen dem Nordwesten und dem Südwesten Hamburgs unterwegs sind.


Petitum/Beschlussvorschlag:

Die  Bezirksversammlung möge beschließen:

Die Bezirksversammlung fordert die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation auf, eine Machbarkeitsstudie für eine möglichst direkte, schnelle und staufreie Metrobusverbindung zwischen dem Bahnhof Neugraben und dem Bahnhof Altona oder einem anderen wichtigen ÖPNV-Knotenpunkt im Hamburger Nordwesten in Auftrag zu geben. Dabei sollen auch die hierfür erforderlichen Straßenbaumaßnahmen untersucht werden.