Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-2050  

 
 
Betreff: Integrationsfonds Kultur / Bezirke
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage öffentlich
Federführend:Fachamt Sozialraummanagement   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit
26.01.2017 
Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Freizeit (offen)   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n
Anlagen:
4_Drs. 21-6473-hamburger-integrationsfonds-integration-durch-kulturelle-teilhabe  
4_FRL Integrationsfonds Kultur Bezirke  

 

Vorlage der Verwaltung bezgl. eines Interessensbekundungsverfahrens r einmalige Mittel für kulturelle stadtteilbezogene Integrations- und Kooperationsprojekte im Bezirk Harburg (Integrationsfonds Anteil Kultur in Bezirken; Drs. 21/5237 und 21/6473)

Bezug zu: Interne Richtlinie zum Integrationsfonds Kultur/Bezirke der Kulturbehörde vom 09.12.2016

1. Ausgangslage

 

Im Sommer 2016 hat die Hamburgische Bürgerschaft zur Unterstützung von Integrationsprojekten einen einmaligen Hamburger Integrationsfonds für die Jahre 2016/ 2017 mit einem Gesamtvolumen von 10 Mio. Euro aufgelegt (Drs. 21/5237 vom 12.07.16). Drei Monate später hat sie ihren Handlungsansatz für den Bereich kultureller Teilhabe konkretisiert (Drs. 21/6473 vom 26.10.16) und festgelegt, dass von den Mitteln 700.000 € zweckgebunden für die Stadtteilkultur und die Kinder- und Jugendkulturarbeit eingesetzt werden sollen.

 

Von dieser Gesamtsumme stellt die Kulturbehörde jedem Bezirk im Rahmen einer Fremdbewirtschaftung einmalig Fördermittel zur Vergabe an kulturelle stadtteilbezogene Integrations- und Kooperationsprojekte zur Verfügung.

Demnach erhält jeder Bezirk einmalig 57.142 €.

Die Mittel werden nicht in Form einer Rahmen­zuweisung vergeben, sie verbleiben bei der Kulturbehörde und werden von den Bezirksämtern fremdewirtschaftet.

Ziel ist, den Weg für eine gelingende Integration der in Hamburg lebenden Flüchtlinge und Migrantinnen und Migranten zu bahnen und tragfähige Strukturen in den Nachbarschaften zu unterstützen, sowie die Sozialräume zu stärken - immer im guten Miteinander von altein­gesessenen und neu hinzukommenden Hamburgerinnen und Hamburgern. Mit Mitteln aus dem Integrationsfonds können beispielsweise Begegnungs­ume geschaffen und Nachbar­schaftsinitiativen sowie Vereine vor Ort unterstützt werden. Dies dient auch der Stärkung der Unterstützerinnen und Unterstützer rund um Einrichtungen der Flüchtlingsunterbringung. Es geht dabei um den Start langfristiger und nachhaltiger Integrationsmaßnahmen, die sich nach einer Anschubfinanzierung selbst tragen oder durch anderweitige Finanzierung, idealerweise über die Regelsysteme, getragen werden.  Aus den Fördermitteln können keine Baumaßnahmen oder zusätzliche neue Stellen ohne gesicherte Folgefinanzierungen gefördert werden.

 

2. Von der Kulturbehörde vorgegebene Förderziele

-          Entwicklung von Angeboten kultureller Teilhabe für Geflüchtete

-          Partizipation auch ohne Sprachbarrieren

-          Bezug auf Einrichtungen und Akteure der Stadtteilkultur und Einrichtungen und Akteure der Kinder- und Jugendkultur

-          Stärkung nachbarschaftlicher Bezüge zu Flüchtlingsunterkünften

-          Impulse zum Aufbau nachhaltiger Strukturen

 

3. Vorschlag der Verwaltung zum Verfahren

-          Bis Ende Februar 2017 wird ein Interessens­bekundungs­verfahren eingeleitet und die Öffentlichkeit sowie im Besonderen die Harburger Kulturschaffenden über die neue einmalige Förder­glichkeit informiert (Homepage, Facebook, E-Mail-Verteiler, Presse­mitteilung, Information an Jugendhilfe-Ausschuss).

-          Nach Einreichung der Projektskizzen erfolgt Ende März 2017 die Sitzung einer noch zu benennenden Jury aus Politik, Verwaltung, Integrationsrat und Kulturschaffenden. Diese entscheidet über die zu fördernden Projekte. Über die Ergebnisse wird im KSF nach Durchführung des Verfahrens berichtet.

 

-          rderkriterien:

  • Zusammenarbeit mit bzw. Anträge nur durch Einrichtungen und Akteure der Stadtteilkultur bzw. der Kinder- und Jugendkultur, die das Projekt im Bezirk Harburg durchführen wollen
  • Grundsätzlich können zwischen 1.000 € und 10.000 € pro Projekt beantragt werden, in begründeten Einzelfällen sind Abweichungen möglich.
  • Besondere Berücksichtigung von Projekten, in denen Alteingesessene und Neuzugewanderte gemeinsam etwas gestalten
  • Einreichung einer kurzen (max. 2 Din A 4-Seiten) Projektbeschreibung/ Projektskizze inkl. Angabe der zu erreichenden Ziele und Personen, sowie des Realisierungs­­zeitraums und einer groben Kosten- und Finanzierungsplanung
  • Es ist möglich, Honorar-, Intendanz-, Verwaltungs-, Betriebs- sowie andere Sachkosten abzurechen, wobei die Kosten für die inhaltliche Arbeit über­wiegen müssen.
  • Die geförderten Projekte müssen Informationen über ihre Projektarbeit im Web-Portal „Willkommens­­kultur Hamburg“ (www.willkommenskultur-hamburg.de/) ver­öffent­­­lichen.

 


Petitum/Beschluss:

Der Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit stimmt dem beschriebenen Verfahren zu und benennt Vertreter für die Jury.

Fredenhagen

 


Anlage/n:

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 4_Drs. 21-6473-hamburger-integrationsfonds-integration-durch-kulturelle-teilhabe (17 KB)      
Anlage 2 2 4_FRL Integrationsfonds Kultur Bezirke (71 KB)