Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-2005  

 
 
Betreff: Antrag Neue Liberale betr. Unterstützung für Kulturschaffende bei Außenwerbung
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:Neue Liberale Fraktion Harburg; Lewy, Barbara; Wiest, Isabel; Wolkau, Kay
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
24.01.2017 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg zurückgezogen / erledigt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

In Harburg gibt es viele stadtteilkulturelle Initiativen und Akteure für Kultur. Mit SuedKultur gibt es einen lebendigen Zusammenschluss unterschiedlichster Kulturschaffender der Süderelbe-Region. Von LiveMusik, Theater, Museum, Ausstellung, Konzert, Club, Comedy, Film oder Lesung: Der Süden hat viel zu bieten. Leider wird dies von vielen Harburgerinnen und Harburgern oft noch zu wenig wahrgenommen. Um diesem reichhaltigen Angebot mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, bedarf es Unterstützung, dass Kulturschaffende vereinfacht auf ihre Initiativen und Veranstaltungen aufmerksam machen können. 

Ein Thema ist dabei auch die Außenwahrnehmung. Kulturvereine und - initiativen benötigen Werbeflächen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

 A. Plakatieren an öffentlichen Flächen:

 Es gibt in Hamburg Rabatte für Kulturwerbung (unter anderem auch 525 Kulturlitfaßsäulen) aber dies kommt aus Kostengründen für Vereine und kleine Veranstalter nicht in Frage.

Hier zwei Beispiele :

Beispiel 1 : 75 DIN A1 Plakate für 14 Tage = 417,15 (nach Abzug aller Rabatte).
Beispiel 2 : 75 DIN A0 Plakate für 14 Tage = 936,77 (nach Abzug aller Rabatte).

 B. Plakataufsteller vor Veranstaltungen:

Diese Möglichkeit ist aufgrund der Antragsmodalitäten und -fristen oft nicht für Kulturschaffende zu bewerkstelligen. Denn vier Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung muss der Antrag mit Plakatentwurf zur Prüfung beim Bezirksamt eingegangen sein. Nimmt man das ernst, wartet man erst Prüfung und Genehmigung ab, beginnt dann mit dem Drucken und dann mit dem Plakatieren. Das heißt am Beispiel einer Veranstaltung am 1. Mai, dass etwa Plakatentwurf und Kostenkalkulation Anfang März fertig sein und eingereicht werden müssen und erst Mitte April genehmigt oder abgelehnt werden würden. Dann muss man noch eine Woche für den Druck kalkulieren und ggf. noch Zeit für die Aufstellung der Plakate.  

Die meisten Kulturschaffenden können nicht so langfristig planen, weil dazu Zeit und Geld fehlen.

Neben dieser Problematik gab es noch weitere Hemmnisse, die 2007 zu Gesprächen mit einer gemeinsamen Lösung geführt haben. Der sogenannte „Harburger Weg“ beinhaltete Absprachen zwischen Kulturschaffenden und Verwaltung, wie das Antragsverfahren vereinfacht werden könne.

Das Antragsformular wurde in Zusammenarbeit mit SuedKultur vereinfacht und die Anträge wurden über SuedKultur eingereicht, die nach Vorprüfung an die Verwaltung weitergereicht wurden. Dies ist 2 Jahre lang auch praktiziert worden und entlastete die Verwaltung und vereinfachte das Verfahren für die Kulturschaffenden. Dieses scheint jetzt nicht mehr so zu laufen.  

Im Februar 2017 wird es einen Workshop geben, bei dem Verwaltung, Politik und Kulturschaffende gemeinsam Ideen austauschen und Maßnahmen besprechen wollen.

 


Die Bezirksverwaltung möge beschließen:  

Die Verwaltung wird gebeten, bei dem für Februar 2017 vorgesehenen Workshop-Termin zu berichten, warum es nicht bei dem früher vereinbarten Verfahren zur Antragbearbeitung über SuedKultur geblieben ist.

Die Verwaltung wird gebeten ggf. Vorschläge zu erarbeiten, wie man wieder zu einem einfacheren Verfahren gemeinsam mit den Kulturschaffenden kommen kann. Ziel soll es sein, die Vorschläge der Verwaltung bei der vorgesehenen Runde mit Politik, Verwaltung und Kulturschaffenden zu erörtern und zeitnah zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen.  

Antrag der Abgeordneten Barbara Lewy, Isabel Wiest, Kay Wolkau  

 

 

Kay Wolkau

Fraktionsvorsitzender

f.d.R.