Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-1900  

 
 
Betreff: Antrag Neue Liberale betr. Ein Konzept für Quartiersgaragen in Harburg
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:Neue Liberale Fraktion Harburg; Wiest, Isabel; Wolkau, Kay; Lewy, Barbara
Federführend:Fachamt Management des öffentlichen Raums   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
29.11.2016 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg abgelehnt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:

 

Überall in verdichteten Stadtvierteln unserer Großstädte ist das Bild das gleiche wie in vielen Gegenden unseres Bezirks. Enge Straßenzüge, alte Bausubstanz aus der Vor- bzw. Nachkriegszeit und zum Teil starker Durchgangsverkehr bedeuten heute für die Anwohner drängende Parkplatznot.

Viele Viertel in Harburg stammen aus der Zeit zwischen 1870 und 1914 als es noch keine Autos gab. Der Straßenraum wird anders als damals viel intensiver für den Straßenverkehr genutzt. An den Fahrbahnrändern parken heute meist Autos. Für Straßenrandbegrünung und Bäume ist oft wenig Platz. Radfahrende  und Fußgänger sind benachteiligt, weil der öffentliche Raum überwiegend dem Parken von Autos dient.

Es gilt, den öffentlichen Raum wieder für die Menschen zurückzuerobern. Wir wollen die Aufenthaltsqualität auf unseren Straßen und Plätzen steigern und das optische Erscheinungsbild unserer Stadt optimieren.

Ein wichtiger Baustein zur Lösung der benannten Probleme könnten auch Quartiersgaragen sein. Pilot- und Vorzeigeprojekte gibt es heute bereits etliche.

Besonders innovativ und mutig war die Stadt München. Dort wurde bereits vor 10 Jahren eine Quartiersgarage mit Parken unter der Straße realisiert. Es handelt sich dabei um eine automatische Parklösung. Die Vorteile sind weniger Bauvolumen pro Stellplatz, geringere Kosten für Gebäudetechnik durch reduzierte Lüftung und Beleuchtung sowie die Einsparung von Aufzügen, Treppen, Rampen usw. Ansprechend gestaltete oberirdische Glasboxen sind das einzige, was von der Quartiersgarage für Anwohner und Nutzer im Straßenbild sichtbar wird.

Gerade bei den heutigen technischen Möglichkeiten sollten immer auch unkonventionelle Lösungen mitgedacht werden. Es wird Zeit, dass unsere Städte wieder den Menschen gehören und nicht den parkenden Autos.  


Petitum/Beschlussvorschlag:

Die Bezirksversammlung möge beschließen:

Die Bezirksverwaltung wird aufgefordert, im Benehmen mit der zuständigen Fachbehörde ein Parkraumkonzept zu entwickeln, dass künftig den Bau von Quartiersgaragen in Harburg fördert. Bei der Erstellung dieses Konzept sind Erfahrungen von entsprechenden Projekten mit Quartiersgaragen in anderen Städten miteinzubeziehen. Die Möglichkeit des Baus von automatisierten unterirdisch angeordneten Quartiersgaragen ist zu erwägen.