Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-1437  

 
 
Betreff: Antrag der Abgeordneten Carsten Schuster und Viktoria Pawlowski betr. Erweiterung des Phoenix Centers - Hochwertige Mode? Es kam doch alles ganz anders als geplant!
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
26.04.2016 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg abgelehnt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:

 

Im Jahr 2012 wandte sich die Firma ECE (Betreiber des Phoenix Centers), mit dem Vorhaben das Phoenix Center zu erweitern an die Bezirkspolitik und Verwaltung. Der bis dahin gültige Bebauungsplan sah eine Begrenzung von 26.500 m² Verkaufsfläche vor und schloss eine Erweiterung, den beabsichtigten Ausbau der Verkaufsflächen auf 29.050 m², aus. Aus diesem Grund musste ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden.

In der Begründung zur Änderung des Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Harburg 64 heißt es:  

Mit der projektierten Erweiterung der Verkaufsflächen und der damit verbundenen Umstrukturierung, soll primär die Angebotskomponente qualitativ hochwertiger "Modischer Bedarf" weiter ausgebaut werden. Mit über 80 % Flächenanteil entfällt der Großteil der Erweiterungsflächen

und der Umstrukturierungen auf "Modischen Bedarf', die für die Gesamtpositionierung

des Centers die wesentliche innenstadtrelevante Leitbranche darstellt.

Die Modische Angebotskomponente wird insgesamt um ca. 2. 700 m2 Verkaufsfläche erweitert.

Ein weiterer, aber deutlich kleinerer Schwerpunkt der geplanten Entwicklung ist die Errichtung

einer Ladeneinheit mit ca. 500 m2 Verkaufsfläche für die Einmietung eines Anbieters

aus der so genannten Living-Branche (Sortimentsbereich Glas / Keramik / Porzellan I Haushaltswaren / Wohnaccessoires). Vor diesem Hintergrund gab das Bezirksamt Harburg - neben einem bereits aus Anlass einer geplanten Erweiterung des Phoenix Centers erstellten Einzelhandelsgutachten- eine gutachterliche Stellungnahme in Auftrag zur Abwägung im Beteiligungsverfahren.

In der Abwägung der Stellungnahme, aus der Öffentlichen Plandiskussion im Juni 2013, nahm die Verwaltung nahezu ausnahmslos Bezug auf die gutachterliche Stellungnahme der Firma bulwiengesa

und kam zu dem Ergebnis, dass die zahlreichen Einwände gegen eine Erweiterung nicht überwiegen.

Nach der abgeschlossen Erweiterung im März 2016 steht fest, dass die Erweiterung der Verkaufsflächen und die damit verbundene Umstrukturierung, nicht zu dem vom Vorhabenträger beabsichtigten primären Ausbau der Angebotskomponente qualitativ hochwertiger "Modischer Bedarf“ geführt hat. Stattdessen wurde das Center um einen Branchenmix und einen Food-Court erweitert.

Diesen Umstand haben wir zum Anlass genommen eine Anfrage an das Bezirksamt zu stellen (Drs. 20-1403), die nun vorliegenden Antworten der Verwaltung, machen eine umfassende Behandlung des Themas Erweiterung des Phoenix Centers notwendig! Dazu sollen neben der Verwaltung auch Referenten des Vorhabenträgers, in den zuständigen Ausschuss eingeladen werden.

 

 


Petitum/Beschluss:

 

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:

             

Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird aufgefordert Vertreter des Vorhabenträgers (Phoenix Centers) und der Harburger Verwaltung in den Harburger Stadtplanungsausschuss einzuladen.

Hier sollen sie Auskunft über die Ursachen der Angebotsveränderung gegenüber der ursprünglichen Planung, der Umsetzung des Durchführungsvertrages und den Veränderungen der Verkaufsflächen insgesamt geben. Zu dem Tagesordnungspunkt sollen auch die Mitglieder des Ausschusses Wirtschaft, Arbeit und Tourismus hinzugeladen werden.