Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-1348  

 
 
Betreff: Antrag Neue Liberale betr. Radweg an der Heimfelder Straße darf nicht ersatzlos abgebaut werden.
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:Neue Liberale
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
08.03.2016 
Sitzung des Hauptausschusses  
Ausschuss für Inneres, Bürgerservice und Verkehr
14.04.2016 
Sitzung des Ausschusses für Inneres, Bürgerservice und Verkehr vertagt / verbleibt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:

 

Laut Berichterstattung im Regionalausschuss Harburg am 10.02.2016 sind im Zuge der Um -und Neugestaltung im Einzugsbereich des S-Bahnhofs Heimfeld auch Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs vorgesehen.

 

So soll es nach jahrelangem Ringen endlich moderne und überdachte Fahrradabstellplätze geben. Gleichzeitig ist eine geänderte Radverkehrsführung an der Südseite der Heimfelder Straße geplant. 

 

Die bisherigen Planungen favorisieren dabei einen gänzlichen Rückbau des derzeitig vorhandenen  Radweges zwischen Milchgrund und Alter Postweg. Der Radverkehr solle künftig- so Planer und Verwaltung- auf die Fahrbahn geführt werden.

 

Leider wurde bereits im Jahre 2012 der besonders gut erhaltene Radweg auf der Nordseite zudem ohne Beteiligung der Bezirkspolitik- ersatzlos abgebaut.

 

Darüber gab und gibt es auch heute noch massive Bürgerbeschwerden. Viele Radfahrer mögen wegen des erheblichen Verkehrsaufkommens und wegen hoher Geschwindigkeit vieler Fahrzeuge nicht auf der Fahrbahn fahren, sondern fahren rechtswidrig auf dem Bürgersteig. 

 

Der ersatzlose Rückbau eines Radweges an einer Durchfahrtsstraße mit regelmäßigem Busverkehr ist deshalb so nicht hinnehmbar. Weder gilt in der Heimfelder Straße Tempo-30, noch sind irgendwelche alternativen Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs getroffen worden. Die Heimfelder Straße ist Teil der Fahrradroute (Alltagsroute)11.04. Die Bezirksversammlung hat bereits 2010 beschlossen, dass die Heimfelder Straße zeitnah fahrradgerecht auszubauen bzw. umzugestalten ist.

 

Das entsprechende Planungsgutachten zur Umsetzung sieht dort, wo der Radweg abgebaut werden soll, eine Verbreiterung des Radweges vor.

 

Soweit diese Planungen von 2010 heute für überholt gehalten werden, so ist es gleichwohl dringend ratsam,  überfällige Verbesserungen für den Radverkehr endlich durchzusetzen. Ein etwaiger Rückbau  des Radwegs ist besonders zwischen Milchgrund und Thörlstraße, wo der Gehweg neben dem Radweg relativ breit ist, solange nicht vertretbar, wie alternative Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs hier nicht getroffen werden.

 


Petitum/Beschluss:

 

Die Bezirksversammlung möge beschließen:

 

1. Die Verwaltung wird aufgefordert, auf den Rückbau des Radwegs auf der Südseite der Heimfelder Straße solange zu verzichten, wie nicht alternative Maßnahmen zur optimierten Radverkehrsführung getroffen wurden.

 

2. Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen auf der Südseite der Heimfelder Straße Radstreifen oder Fahrradschutzstreifen markiert werden können.

 

3. Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten bei der zuständigen Fachbehörde Maßnahmen der Verkehrsberuhigung für die Heimfelder Straße prüfen zu lassen.

 

4. Über Ergebnisse und Zwischenergebnisse der Prüfungen soll im Regionalausschuss Harburg berichtet werden.

 

Antrag der Abgeordneten Kay Wolkau, Isabel Wiest, Barbara Lewy

 

Harburg, 03.03.2016

 

Kay Wolkau

Fraktionsvorsitzender

f. d. R.