Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - 20-0627  

 
 
Betreff: Anfrage SPD betr. Medizinische Versorgung in Harburg - Ergebnisse des Morbiditätsatlas für Harburg
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 27 BezVG
Verfasser:SPD-Fraktion
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
09.06.2015 
Sitzung des Hauptausschusses zurückgezogen / erledigt   

Sachverhalt

Sachverhalt:

Anfrage der Abg. Eftichia Olowson-Saviolaki, Katharina Gajewski,

Ronja Schmager, Claudia Loss (SPD) und Fraktion

 

Im Jahr 2013 wurde die Landeskonferenz Versorgung gegründet.

Dort beraten 18 Vertreter verschiedener Bereiche (z.B. Krankenkassen, Krankenhäuser, Ärzte, Patientenorganisationen) über mögliche Verbesserungen an den Schnittstellen von ambulanter sowie stationärer Versorgung, aufgrund derer sie Empfehlungen aussprechen.

 

Ferner wurde im Jahr 2013 im Auftrag der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg durch das Zentralinstitut für kassenärztliche Versorgung in Hamburg zur Identifizierung des Versorgungsbedarfs in Hamburg, ein Gutachten erstellt, der sogenannte „Morbiditätsatlas“.

Im 2. Halbjahr 2014 stellte die Landeskonferenz Versorgung fest, dass in kaum einer anderen Region in Deutschland das ambulante Versorgungsnetz so dicht geknüpft ist wie in Hamburg. Dabei hat sich die  Landeskonferenz Versorgung allerdings auch auf Maßnahmen verständigt, wie in Einzelfällen auf eine unzureichende Versorgungssituation reagiert werden soll. Weiterhin einigte man sich auf Kriterien, mit denen solche lokalen Engpässe festgestellt werden. Vor allem soll bei der Bedarfsplanung für Haus- und Kinderärzte noch stärker die lokale Situation berücksichtig werden.

Aufgrund eines SPD-Antrags wurden Vertreter der Landeskonferenz Versorgung in den Ausschuss für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz eingeladen, um über die Empfehlungen der Landeskonferenz zu den Ergebnissen des Morbiditätsatlas speziell für Harburg zu berichten. Seitens der Behörde wurde über die Ergebnisse des Morbiditätsatlas berichtet, allerdings gibt es offene Fragen zu der Situation im Bezirk Harburg.

 

Die zuständige Fachbehörde wird um Beantwortung folgender Fragen gebeten:

 

  1. Wie ist die allgemeine Krankheitslast in Harburg/Süderelbe? Wie steht diese im Verhältnis zur allgemeinen Krankheitslast in gesamt Hamburg?

Bitte nach Altersgruppen differenzieren.

 

  1. Wie hoch ist die Häufigkeit der Volkskrankheiten Diabetes, Herzinsuffizienz, Art. Hypertonus, Depression und Demenz sowie die Häufigkeit der fachgruppenspezifischen Leitdiagnosen, die im Rahmen des Morbiditätsatlas untersucht wurden. Wie steht diese im Verhältnis zu der Häufigkeit dieser Krankheiten insgesamt in Hamburg? Bitte nach Altersgruppen differenzieren.

 

  1. Wie hoch war die Inanspruchnahme der ambulanten Versorgung in Harburg?

Bitte nach Hausärzte, Kinderärzte und Fachärzte differenzieren.

Wie ist das Verhältnis zu Hamburg?

 

  1. Wie hoch war die Häufigkeit der stationären Aufnahmen?

Bitte insgesamt, nach Diagnosen und  nach Altersgruppen auflisten.

 

  1. Wie ist der Sozialstatus-Index im Bezirk Harburg?

Wie steht dieser in Vergleich zu gesamt Hamburg?

 

  1. Wie viele Ärzte sind aktuell in Harburg niedergelassen. Bitte detailliert nach Fachrichtung auflisten.

Wie ist die Entwicklung in den letzten 10 Jahren?

 

  1. Welche Konsequenzen gibt es hinsichtlich der Versorgung im Bezirk Harburg?

 

  1. Welche Bedarfe gibt es hinsichtlich der Haus- und Kinderärzte im Bezirk Harburg?

 

Jürgen Heimath

SPD - Fraktionsvorsitzender