Bezirksversammlung Harburg

Drucksache - XIX-1803  

 
 
Betreff: Antrag Grüne betr. Kurzfristig bessere Fähranbindung des Süderelberaums
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:GRÜNE-Fraktion
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Harburg
26.11.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg ungeändert beschlossen / überwiesen   
Hauptausschuss
14.01.2014 
Sitzung des Hauptausschusses  
Regionalausschuss Süderelbe
19.02.2014 
Sitzung des Regionalausschusses Süderelbe zurückgezogen / erledigt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:

Antrag des Abgeordneten Kay Wolkau und GRÜNE-Fraktion

 

Nach Auskunft der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) wird es auf der A7 fast während des gesamten Jahres 2014 zwischen der Anschlussstelle Heimfeld und der Anschlussstelle Moorburg infolge Brückenbauarbeiten zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen kommen.

 

Darüber hinaus ist aus Presseberichten bekannt, dass die Köhlbrandbrücke wegen Sanierungsarbeiten demnächst für längere Zeit nur einspurig befahrbar sein wird. Zudem steht die Deckelung der A7 nördlich der Elbe an.

 

Gerade für die Bewohner der Süderelbedörfer und der angrenzenden Landkreise wird dies voraussichtlich deutlich längere Fahrwege zur Arbeit mit dem Pkw besonders für Zielverkehre nördlich der Elbe infolge massiver Rückstaus mit sich bringen. Eine kurzfristige Ausweitung des ÖPNV erscheint vor diesem Hintergrund geboten. Hier kommt auch eine kurzfristige Ausweitung des Fährangebots zwischen Cranz und/oder Finkenwerder und der Norderelbseite in Betracht.

 

So könnte- gerade während der Dauer der genannten Großbaustellen und insbesondere während der Sommersaison - die Fährverbindung 62 gestärkt werden. Die HVV-Hafenfährlinie 62 verbindet Finkenwerder mit den Landungsbrücken täglich im 15-Minuten-Takt und ist jedenfalls im Sommer ohnehin oft überlastet. Ebenso bietet es sich an, die etwas seltener fahrende HVV-Hafenfähre Linie 64, die Finkenwerder mit Teufelsbrück verbindet, häufiger verkehren zu lassen. 

Auch die Fährverbindung von Cranz und Neuenfelde nach Blankenese könnte zu einer Entlastung der Straßen während der Bauphase beitragen. Dies setzt voraus, dass diese Fährverbindung zuverlässig ihren Fahrplan einhält. Letzteres ist in der jüngeren Vergangenheit oft nicht der Fall gewesen, da die Fähren bei Niedrigwasser oft gar nicht nach Cranz fahren können, sondern nur zum Anleger Neuenfelde am Estesperrwerk. Seit 2009, seitdem die Sietas Werft keine Containerschiffe mehr baut und ausliefert, hat die Verschlickung der Este stark zugenommen. Das hat immer häufiger zur Folge, dass noch nicht einmal mehr der Anleger in Neuenfelde angefahren werden kann, sondern dass die Fähren nach Finkenwerder ausweichen müssen.

 

Aus der jüngst erfolgten Antwort einer Anfrage der Grünen Fraktion Harburg an die BWVI (Drs. XIX/1613) geht hervor, dass eine Stärkung und/oder Erweiterung der Fährangebote im Zusammenhang mit der Einrichtung von Großbaustellen im Südelbebereich nicht geplant ist. 

 

 

 


Petitum/Beschluss:

 

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung Harburg beschließen:

 

Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, sich bei den zuständigen Stellen, wie der BWVI, dem HVV und der HADAG dafür einzusetzen, dass die bestehenden Fährverbindungen Hafenfähre Linie 62, Hafenfähre Linie 64 und die HADAG-Elbfährverbindung zwischen Cranz und Blankenese ab 2014 vor allem zu den Hauptverkehrszeiten zeitlich enger als bisher getaktet werden.

 

Dabei ist von den zuständigen Stellen vor allem darauf hinzuwirken, dass –u.a. durch geeignete Entschlickungsmaßnahmen an der Este- die Elbfähre zwischen Cranz/Neuenfelde und Blankenese- anders als in der jüngsten Vergangenheit- wieder zuverlässig und pünktlich verkehrt. 

 

 

Harburg, 07.11.2013

 

Kay Wolkau

GRÜNE-Fraktionsvorsitzender