Bezirksversammlung Harburg

Auszug - Antrag der Abgeordneten Dr. Gudrun Schittek und GRÜNE-Fraktion betr. Soll der Elbdeich in Cranz und Neuenfelde erhöht werden und wenn ja, wie soll das umgesetzt werden?  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Süderelbe
TOP: Ö 4
Gremium: Regionalausschuss Süderelbe Beschlussart: zurückgezogen / erledigt
Datum: Mi, 23.09.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:30 - 21:30 Anlass: Sitzung
Raum: Falkenberghalle, Heidrand 5, 21149 Hamburg/Neugraben
Ort: Heidrand 5, 21149 Hamburg/Neugraben
Zusatz: Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage wird um Beachtung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln gebeten. Danach kann nur ein begrenzter Einlass von Besucherinnen und Besuchern ermöglicht werden.
20-0235 Antrag der Abgeordneten Dr. Gudrun Schittek und GRÜNE-Fraktion
betr. Soll der Elbdeich in Cranz und Neuenfelde erhöht werden und wenn ja, wie soll das umgesetzt werden?
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:GRÜNE-Fraktion
Federführend:Interner Service   
 
Protokoll
Beschluss

Eine Referentin der ReGe Hamburg ist zum Thema „Ertüchtigung Cranzer und Neuenfelder Hauptdeich“ erschienen.

Die Referentin stellt die Entwurfsplanung, die abgeschlossen ist, sowie den Planungsstand anhand einer Präsentation vor.

Diese ist zur Erläuterung der Niederschrift angefügt.

 

Die ersten Seiten der Präsentation sind ausführlich dargestellt und werden ergänzend erklärt.

 

Da TOP 6 dieser Einladung „Lichtsignalanlage Neuenfelde“ in dieser Präsentation mit erklärt wird, werden die Seiten Nr. 12 -15 nachfolgend genauer ausgeführt.

 

Der Neuenfelder Damm ist heute unsignalisiert. Mit der Planung soll eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Strecke hergestellt werden.

Die Streckenabschnitte, die Knotenpunkte und die Staupunkte bis Niedersachsen wurden genau untersucht. Verkehrszahlen wurden aufgenommen und eine Auswertung hat stattgefunden.

Der Knotenpunkt Neuenfelder Damm / Neuenfelder Hauptdeich wurde als unsignalisierte Kreuzung, mit einer Lichtsignalanlage oder mit einem Kreisverkehr untersucht. Es wurde festgestellt, dass die beste und die platzsparende Lösung eine Lichtsignalanlage am Knotenpunkt Neuenfelder Damm / Neuenfelder Hauptdeich, aber nur in Verbindung mit einem dreistreifigen Ausbau des Streckenabschnittes von der Kreuzung Neuenfelder Damm bis zur Kreuzung am Airbus Tor Süd ist.

Durch die zwei Fahrspuren stadteinwärts kann sich der Verkehr sortieren und es ergibt sich eine Leistungsfähigkeit auf der Strecke. Staus könne man weitestgehend auflösen. Linksabbieger aus dem Neuenfelder Damm Richtung Niedersachsen können hier sicher abbiegen, was heute erschwert möglich ist.

 

Am Knotenpunkt Cranzer Hauptdeich /Estedeich (Folie Nr. 16+17) sieht die Planung einen Kreisverkehr vor.

Dieser ist an dieser Stelle leistungsfähig und der Platz ist vorhanden, ohne dass dafür in Privatflächen eingegriffen wird. Durch den Kreisverkehr wird eine Geschwindigkeitsreduzierung erzielt. Fußgänger können an allen drei Armen des Kreisverkehrs mittels Zebrastreifen sicher die Fahrbahn queren.

 

Im Bereich der Cranzer Bebauung (Folie Nr. 18-20) bestehen die ersten 280 m des Deiches ab der Landesgrenze zu Niedersachsen noch aus einem Vollkleideich. Heute sieht der Regelaufbau ein Sandkern mit einer Kleiabdeckung vor. Deshalb werde der Deich in Cranz West (Seite 19) abgetragen, während der Hochwasser freien Zeit (von 01.04. – 15.09.) und dann durch den Regelaufbau wiederhergestellt.

Durch die Wohnbebauung, die hier nicht berührt werden solle, sei geplant eine Winkelstützwand von ca. 230 m zu errichten. In die Umplanung seien einige Anregungen und Sorgen der Anwohner mit eingeflossen.

 

Die Abgeordneten und Bürger stellen Fragen an die Referentin mit folgenden Ergebnissen:

  • In Cranz werden im Zuge des Deichneubaus Winkelstützwände aus Fertigteilen aufgestellt. Es werde keine Rammarbeiten geben.
  • Die Stützmauern sind unterschiedlich hoch, dies wurde den Gegebenheiten angepasst. Dabei wurde versucht, die Geländesprünge nicht höher als 1 m zu gestalten, da dies im Deichverteidigungsfall noch eine überwindbare Höhe zum Transportieren der Sandsäcke darstellt. Im Bereich des Siel- und Schöpfwerkes Neuenfelde musste diese Höhe aus Platzgründen überschritten werden. Die Mauer erreicht eine Höhe von ca. 1 m bis 1,50 m. Am Schöpfwerk gebe es eine Treppenanlage, über die man bei Bedarf Sandsäcke transportieren könne.
  • Die Schnittstelle des Deiches von Niedersachsen nach Hamburg verläuft auf einer Linie. Das Schutzgebiet wird nicht berührt.
  • Für kommende Deicherhöhungen werde geplant weitere private Flächen gleich mit zu kaufen.
  • Für die bauzeitliche Verkehrsführung wurde versucht, eine längere Vollsperrung in den 3-4 Baujahren zu vermeiden. Die Umleitungsstrecken sind an die Gegebenheiten angepasst, ausgewiesen und gängig. Details werden noch geregelt.
  • Der Baustellenverkehr soll auch auf der Strecke fahren. Durch Cranz werde man ausschließen.
  • Wechselverkehr zu bestimmten Zeiten sei überlegt worden, aber dies gestalte sich zu schwierig und wurde verworfen.
  • Eine Verlegung der Buslinie aus dem Cranzer Elbdeich wurde geprüft. Gespräche mit der Hochbahn und dem Bezirk haben ergeben, dass es nicht gewünscht ist, die Linie aufzugeben.
  • Die Radwegeführung entlang der Strecke verläuft auf der Nordseite. Westlich des Kreuzungspunktes Cranzer Elbdeich / Cranzer Hauptdeich ist eine Sprunginsel zur Querung auf die Südseite vorgesehen, um in Niedersachsen an den Geh- und Radweg anzuschließen. Dies ist mit der Verkehrsbehörde abgestimmt.

Der Antrag ist erledigt.

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 200923_Präsentation_Regionalausschuss_Süderelbe (3383 KB)