Bezirksversammlung Harburg

Auszug - Konkurrierendes Entwurfsverfahren: "Lightywood" (Schlossinsel 1 und 3B) - Bericht Werkstattverfahren  

 
 
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit
TOP: Ö 7
Gremium: Stadtentwicklungsausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mo, 22.06.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:50 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Harburger Rathausplatz 1, 21073 Hamburg
21-0687.01 Konkurrierendes Entwurfsverfahren: "Lightywood" (Schlossinsel 1 und 3B) - Bericht Werkstattverfahren
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage öffentlich
  Bezüglich:
21-0687
Federführend:D 4 - Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
 
Protokoll
Beschluss

Der Projektentwickler teilt mit, dass am 17.06.2020 die Jurysitzung des Wettbewerbsverfahrens mit 7 Architekten durchgeführt worden sei. Die Architekten seien aufgefordert worden in einem Stehgreifverfahren ihre Philosophie aufzuzeigen. Die Jury habe sich nach intensiver Diskussion auf zwei Architekten verständigt.

 

Mit Hilfe einer Präsentation zeigt er die beiden Baufelder. Die Entwicklung für das Baufeld 3b sei an zwei Hamburger ros gegangen. Das sehr junge Unternehmen Common Agency UG habe sich mit dem erfahrenen Architekturbüro Heine Architekten in einer Arbeitsgemeinschaft zusammengefunden. In der Zusammenarbeit sei ein helles Gebäude auf einer Holzmodulkonstruktion entworfen worden. Als besonders werde der sehr transparente Laubengang bewertet, in dem soziale Begegnungen möglich seien. Die Auswahl sei auf dieses Projekt gefallen, weil es sich sehr intensiv mit der Holzmodulbauweise auseinandersetzt und die Weiterentwicklung des Holzmodulbaus am besten umgesetzt werde. Die Jury habe noch diverse Veränderungen protokolliert. Die Politik wollte die abgebildete Auskragung zurückgenommen wissen, um keine Räume entstehen zu lassen, die nicht der sozialen Kontrolle unterliegen. Die Erdgeschosse sollten belebt werden (z. B. Besprechungsräume, gewerbliche, leichte industrielle Nutzung).

 

r die Entwicklung des Baufeldes 1 sei das Büro gmp Architekten aus Hamburg ausgewählt worden. Dieser architektonische Entwurf hebe sich von dem eben vorgestellten erheblich ab. Die Herausforderung für dieses Gebäude seien die benachbarten drei Fassadentypologien gewesen. Zum einen die benachbarte Parkhausfassade sowie das soeben vorgestellte Projekt auf dem Baufeld 3b. Insgesamt sei ein sehr gelungener Entwurf aus dunkelrotem Fassadenmaterial entstanden, der sich dadurch stark von der Architektur auf Baufeld 3b abhebe.

 

Die Höhen und Achsen würden passgenau ausgerichtet. Für beide Häuser seien zwar sehr unterschiedliche Fassaden beabsichtigt, würden aber trotz ihrer Unterschiedlichkeit architektonisch und städtebaulich miteinander abgestimmt.

 

Ziel sei, an der Stelle zwei „Harburger Originale“ als unverwechselbare Architektur zu entwickeln.

 

Nach der Weiterentwicklung der architektonischen Grundkonzeption würden die Projekte erneut im Ausschuss vorgestellt. Die Fertigstellung für Baufeld 1 werde für Ende 2022 angestrebt.

 

Abschließend bedankt er sich bei den anwesenden politischen Jurymitgliedern für die sehr konstruktive Zusammenarbeit.

 

Herr Fischer merkt an, dass die politischen Jurymitglieder drei Bedingungen gestellt hätten, die von den Investoren aufgenommen worden seien:

 

  • Das Parkhaus sollte so kaschiert werden, dass die Bewohner der dahinter gelegenen Wohnbebauung nicht auf ein unattraktives Gebäude sehen.
  • Um die soziale Kontrolle zu behalten, sollten Auskragungen an den Gebäuden vermieden werden. Dahingehend müsste vom geltenden Bebauungsplan abgewichen werden.
  • Bezüglich der Erdgeschossbelegung solle keine Konkurrenz zur Harburger Innenstadt herbeigeführt werden. Zurzeit werde mit viel Einsatz die Harburger Innenstadt vorangebracht. Dies dürfe nicht zerstört werden.

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.