Bezirksversammlung Harburg

Auszug - Bebauungsplanverfahren Eißendorf 48 (Bremer Straße) - Zustimmung zur öffentlichen Auslegung  

 
 
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit
TOP: Ö 3
Gremium: Stadtentwicklungsausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen / überwiesen
Datum: Mo, 22.06.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:50 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Harburger Rathausplatz 1, 21073 Hamburg
20-3758.03 Bebauungsplanverfahren Eißendorf 48 (Bremer Straße) - Zustimmung zur öffentlichen Auslegung
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage öffentlich
  Bezüglich:
20-3758
Federführend:Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung   
 
Protokoll
Beschluss

Ein Vertreter des Planungsbüros Claussen & Seggelke erläutert, dass der jetzt vorliegende Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans auf der Grundlage des städtebaulichen/ hochbaulichen Realisierungsverfahren basiere, aus dem das Büro Gerlach Architekten als Sieger hervorgegangen waren Die Grundidee dieses Vorhabens sei, an diesem Standort am Eingangstor zur Harburger Innenstadt die städtebauliche Bedeutung durch eine geschlossene, straßenbegleitende mit einer bis zu 5-geschossigen Bebauung hervorzuheben. Zusätzlich zu der Zeilenstruktur gebe es ein Punkthaus am Eingang des Gottschalkrings in Nachbarschaft der unter Denkmalschutz stehenden Bestandsgebäude.

Mit Hilfe des Vorhaben- und Erschließungsplanes erklärt er die Weiterentwicklung des Entwurfs durch Gerlach Architekten. Es seien ca. 143 Wohneinheiten im Mietwohnungsbereich geplant, davon über 30 % als öffentlich geförderte Wohnungen.

 

Der Vertreter des Planungsbüros erinnert daran, dass die Öffentliche Plandiskussion am 22.10.2018 stattgefunden habe.

 

Er geht auf die Beschlussvorlage ein, erläutert das Planungsgebiet und teilt mit, dass das Vorhabengebiet in zwei Teilgebieten ausgewiesen werde. Das Vorhabengebiet im Südwesten beinhalte die Grundstücke Bremer Straße 136 und Gottschalring 2. Das Vorhabengebiet im Nordosten die Grundstücke Bremer Straße 114, 116, 118, 120 und 124 sowie die Grundstücke Barlachstraße 1 und 2. Dies sei die aus der Beratung des Denkmalamtes entstandene Kompromisslösung.

 

Aufgrund einer beabsichtigten Fuß- und Radewegverbreiterung und des Straßenumbaus durch die BVMsse der Eisenbahnbauverein entlang der Bremer Straße einen Streifen von ca. 65 cm Breite von seiner Grundstückfläche an die Stadt abgeben. Weiterhin solle eine Bushaltestelle mit Fahrgastunterstand eingerichtet werden.

 

Das Vorhaben weise keine eigenen Stellplätze nach. Allerdings sei beabsichtigt, die langjährig nicht vermieteten 45 Stellplätze von den angrenzenden Liegenschaften des Eisenbahnbauvereins für dieses Wohnbauvorhaben zu nutzen.

 

Im Weiteren erklärt er, dass die Fassadengestaltung aus seiner Sicht weitgehend erhalten geblieben sei. Außerdem sei man sehr bemüht, die Bestandsbäume zu erhalten und in den Entwurf mit zu integrieren.

 

r die Neubaugebiete sei im Bebauungsplanentwurf die Ausweisung „Allgemeines Wohngebiet in geschlossener Bauweise“ geplant. Sämtliche Wohnungen, die neu entstünden, würden aus Gründen des Lärmschutzes entweder „durchgesteckt“ oder nach Nordwesten ausgerichtet.

 

r die Bandelstraße, die vom Vorhabenträger übernommen werden solle, wird ein Gehrecht zu Gunsten der Öffentlichkeit festgesetzt.

 

Auf Nachfrage erklärt der Vertreter von Claussen & Seggelke, dass es für die geförderten Wohnungen Vorgaben für die Gestaltung (Ausstattung, Grundrisse) durch die Investitions- und Förderbank gebe. Der Eisenbahnbauverein werde die geförderten mit den gleichen Qualitätsstandards errichten wie die freifinanzierten. Das sei auch daran erkennbar, dass in Bezug auf die Lage die öffentlich geförderten Wohnungen nicht an einer Stelle konzentriert seien, sondern auf das gesamte Plangebiet verteilt würden.


Der Stadtentwicklungsausschuss stimmt einstimmig dem Aufstellungsbeschluss und der öffentlichen Auslegung zu und leitet den Vorgang an den Hauptausschuss weiter.