Bezirksversammlung Harburg

Auszug - Bebauungsplanverfahren Harburg 73 (Neuländer Quarrée) - Bericht über den Freiraumplanerischen Wettbewerb  

 
 
Sitzung des Stadtplanungsausschusses
TOP: Ö 2
Gremium: Stadtplanungsausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mo, 09.09.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 21:20 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Harburger Rathausplatz 1, 21073 Hamburg
20-3414.08 Bebauungsplanverfahren Harburg 73 (Neuländer Quarrée) - Bericht über den Freiraumplanerischen Wettbewerb
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage öffentlich
  Bezüglich:
20-3414
Federführend:D 4 - Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
 
Protokoll
Beschluss

Nach einleitenden Worten geht eine Vertreterin der CG-Gruppe auf das Bebauungsplanverfahren Harburg 73 ein. Anschließend stellt eine Vertreterin des Landschaftsarchitekturbüros Vogt mit Hilfe einer Präsentation erste Ideen aus dem Siegerentwurf des freiraumplanerischen Wettbewerbs wie folgt vor.

 

Es sollte ein Rahmen geschaffen werden, der die vorherrschenden Elemente der Bestandssituation aufnimmt. Dazu sollte der Bezug zum Wasser in den Vordergrund gestellt werden. Erste Ideen für eine urbane Freiraumplanung seien die Herstellung von Promenaden, ein Wasser- und Brückenplatz mit Klinkerbelag sowie Ausstattungselemente, wie beispielsweise ein öffentlicher Trinkwasserbrunnen. Die Plätze würden mit Sitzgelegenheiten möbliert. Der Stadtgarten werde insbesondere mit einer langen Bank ausgestattet, die von vielen Menschen gleichzeitig genutzt werden könne.

 

Von herausragender Bedeutung für die Freiraumgestaltung sei ein Kinderspielplatz mit dem Titel „Stadt für Kinder“, der mit einer an Kinder angepasste Maßstäblichkeit kleine Spielhäuser zum Aufenthalt anbietet. Diese Flächen und Installationen könnten von der beabsichtigten Kindertagesstätte genutzt werden und nach ihrer Schließung zur öffentlichen Nutzung zur Verfügung stehen.

 

Prägendes Element der Freiraumplanung stelle die umfangreichen Baumstandorte im Bereich der Verkehrs-und Platzflächen dar. Hinsichtlich der Baumarten werde mit Ulmen, Erlen, Weiden, Pappeln und Ebereschen geplant.

 

Im Weiteren wird ein großes Augenmerk auf die Uferzonen mit ihren differenzierten Aufenthaltsflächen gelegt.

 

Hinsichtlich der Baumarten werde mit Flatterulmen, Erlen, Weiden, Pappeln und Ebereschen geplant.

 

Ein zentrales Thema seien auch die Dachflächen. Diese würden mit Pflanzenarten in Anlehnung an die in der Umgebung von Harburg bestehenden Naturlandschaften begrünt. Die Heidelandschaften Norddeutschlands seien beispielhaft für das zu entwickelnde gestalterische Konzept.

 

Herr Wiesner lobt die guten Ideen des Planungsbüros und weist daraufhin, dass er davon ausgehe, dass die Barrierefreiheit eingehalten werde.

 

Fragen der Ausschussmitglieder werden wie folgt beantwortet:

 

  • Der Standort für den Trinkbrunnen im öffentlichen Raum stehe noch nicht fest.
  • Die Brücke über den östlichen Bahnhofskanal werde in einer Breite auch für die Nutzung für Fahrradverkehr hergestellt.
  • Nicht alle Bäume an der Hannoverschen und Neuländer Straße könnten erhalten bleiben, da es Bereiche für Verkehre (Linksabbieger, Zufahrten) gebe, die verändert werden müssten. Nachpflanzungen seien auf jeden Fall vorgesehen. In welcher Art und Weise, werde zurzeit ermittelt. Ein Baumgutachten sei bereits erstellt und dem Bezirk vorgelegt worden.
  • Die bestehende Klappbrücke und die geplante Brücke nnten nicht von Schiffen unterfahren werden. Daher nne die Wasserbucht bzw. der östliche Bahnhofskanal lediglich von kleinen Ruderbooten angefahren werden.
  • Aufgrund des Maßstabes sei der Kinderspielplatz für andere Personenkreise nicht nutzbar.
  • Fotovoltaikanlagen seien vorgesehen und würden in die begrünten Dächer integriert.

 

Herr Penner ergänzt, dass im ursprünglichen Entwurf ein kleiner Motorboot-/Jachthafen vorgesehen gewesen sei. Aufgrund der ökologischen Anforderungen sei dieser nicht realisierbar. Ziel des Wettbewerbs sei u. a. gewesen, möglichst viel von den dort entstandenen Biotopen zu erhalten und einen großen Teil ökologischer Qualitäten in das Quartier hineinzuziehen. Er bestätigt, dass die Wasserbucht jedoch für kleinere Ruderboote anfahrbar sei.


Der Ausschuss nimmt Kenntnis.