Bezirksversammlung Harburg

Auszug - Aktuelle Stunde - Anmeldung der SPD betr. Wohnungsbau - Bilanz und Ausblick  

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg
TOP: Ö 3.1
Gremium: Bezirksversammlung Harburg Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 30.04.2019 Status: öffentlich
Zeit: 17:30 - 20:50 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Harburger Rathausplatz 1, 21073 Hamburg
20-4789 Aktuelle Stunde - Anmeldung der SPD betr. Wohnungsbau - Bilanz und Ausblick
     
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Allgemeine Vorlage
Federführend:Interner Service   
 
Protokoll

Herr Richter verweist auf steigende Einwohnerzahlen durch Geburtenüberschuss und Zuzug junger Menschen. Der Ausbau der TUHH und die Ansiedlung von Forschungseinrichtungen seien untrennbar mit der Notwendigkeit verbunden, mehr Wohnungen zu bauen. Harburg könne so einer der wirtschaftlich starken Innovationsstandorte in Norddeutschland werden. Ein Aussetzen des Wohnungsbaus sei nicht zweckdienlich.

Er weist darauf hin, dass man auf Basis des Sozialmonitorings in der laufenden Amtsperiode mit Augenmaß und erfolgreich geplant habe, um eine gelungene soziale Durchmischung zu erreichen. Das Wahlprogramm der CDU sei in dieser Hinsicht kontraproduktiv und vor dem Hintergrund der aktuellen Festlegung der Erhaltung von Naturschutz- und Landschaftsschutzflächen nicht umsetzbar. Wohnungsbau müsse im Wesentlichen durch Nachverdichtung erfolgen.

Frau Herrmann kritisiert die durch die ehemalige Koalition vorgenommene Blockierung von Wohnungsbau und nennt Beispiele. Sie erklärt, den Erfordernissen einer wachsenden Metropole müsse man sich anpassen.

Herr Lohmann schließt seiner Vorrednerin an und kritisiert zudem, dass das Wohnungsbauprogramm nicht erfüllt worden und die Zahl der öffentlich geförderten Wohnungen deutlich zurückgegangen sei.

Frau Ehlers hrt aus, deutlich mehr Wohnungsbau müsse schnellstens realisiert werden. Mehr Freiheiten für Personen und Institutionen, die Wohnraum schaffen wollen, seien dafür unabdingbar und würden dafür sorgen, dass Markt und Mietpreise sich entspannen. Eine Zunahme der Zahl baurechtlicher Vorschriften sei kontraproduktiv.

Herr Wolkau weist auf den Zielkonflikt von Bauen und Grün hin. Er plädiert vor diesem Hintergrund für einen behutsamen Wohnungsbau.

Herr Fischer verweist auf die erfolgreich geleistete Arbeit. Eine überdimensionale Bebauung und Vernichtung von Grünflächen habe grade an den Stadtgrenzen durch Begrenzung der Wohnungsanzahl vermieden werden können. Er macht deutlich, wie wichtig die Infrastruktur für Wohnungsbau sei.