Bezirksversammlung Harburg

Auszug - Aktuelle Stunde - Anmeldung der NEUE LIBERALE-Fraktion betr. Harburg- kreativ?!  

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg
TOP: Ö 3.1
Gremium: Bezirksversammlung Harburg Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 26.02.2019 Status: öffentlich
Zeit: 17:30 - 22:00 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Harburger Rathausplatz 1, 21073 Hamburg
20-4564 Aktuelle Stunde - Anmeldung der NEUE LIBERALE-Fraktion betr. Harburg- kreativ?!
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Allgemeine Vorlage
Federführend:Interner Service   
 
Protokoll
Beschluss

Frau Lewy geht zunächst auf die wichtige gesellschaftliche Funktion der Einrichtungen und Initiativen der Stadtteilkultur ein. Diese sei wichtiges Element der sozialen Infrastruktur und darüber hinaus wichtiger Faktor für die Attraktivität eines Quartiers. Im Vergleich zu anderen Bezirken mangele es nicht nur an finanziellen Mitteln, sondern die Stadtteilkultur habe aus ihrer Sicht keinen ausreichenden Stellenwert in der hiesigen Politik. So wäre die Einrichtung eines reinen Kulturausschusses zweckdienlich. Auch vermisse sie einen wertschätzenden Umgang mit den Kulturschaffenden. Sie regt an, Zuwendungsanträge und auch Rahmenzuweisungen nftig in öffentlicher Sitzung transparenter zu behandeln und ein vereinfachtes Antragsverfahren sowie erneut einen Kulturbeirat einzurichten.  

Herr Marek wendet ein, Kritik an der Arbeit des Ausschusses sei nicht berechtigt. Die Kultur sei dort gut aufgehoben und der Ausschuss leiste gute Arbeit. Auch er halte eine   Wertschätzung der Stadtteilkultur und Partizipation der Kulturschaffenden für besonders wichtig und sehe Verbesserungsbedarf. Es sei richtig, neue Partizipationsmöglichkeiten zu schaffen. Allerdings seien die Kulturschaffenden mittels des Workshop-Konzeptes direkt an der Verteilung der Mittel aus den Rahmenzuweisungen beteiligt worden. 

Herr Fischer betont, in der laufenden Amtsperiode sei es gelungen, der Kultur im Fachausschuss mehr Gewicht zu verleihen. Dies werde von Kulturschaffenden an vielen Stellen bestätigt. Harburg weise eine rege Stadteilkultur auf. Er verweist auf die hohe Zahl der beteiligten Institutionen an den jährlich stattfindenden Kulturtagen und nennt weitere kulturelle Veranstaltungen und Einrichtungen im Bezirk, auf die man zu Recht stolz sein könne. Kritik an der Vorgehensweise der Mittelverteilung sei unberechtigt, denn es sei gelungen, die ohnehin zu geringen Mittel unter Diskussion mit den Kulturschaffenden einvernehmlich zu verteilen.

Herr Lenthe schließt sich beiden Vorrednern an. Der Fachausschuss unterstütze die Kultur im Rahmen der geringen finanziellen Möglichkeiten nach Kräften. Nachholbedarf sehe er dahingehend, dass Kultur vermehrt in die Stadtteilentwicklung einfließen müsse. Er regt an, gegenüber den Kulturschaffenden, die sich für das Projekt DREIFALT engagieren, Solidarität zu zeigen.

Herr Böhm hrt aus, der Workshop verteile etwa 100.000 Euro, wovon auch kleinste Projekte profitieren würden. Kritik am Umgang mit den Kulturschaffenden sei nicht berechtigt. Alle Beteiligten seien zudem bemüht um das Projekt DREIFALT. Hier seien auch die Kulturschaffenden gefordert, ein entsprechendes Konzept für eine dauerhafte Finanzierbarkeit vorzulegen.