Bezirksversammlung Harburg

Auszug - Antrag CDU betr. f&w-Wohnunterkunft in Rönneburg  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Soziales, Bildung und Integration
TOP: Ö 2
Gremium: Ausschuss für Soziales, Bildung und Integration Beschlussart: zurückgezogen / erledigt
Datum: Mo, 11.02.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:55 Anlass: Sitzung
Raum: Raum 118
Ort: Harburger Rathausplatz 1, 21073 Hamburg
20-4159 Antrag CDU betr. f&w-Wohnunterkunft in Rönneburg
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:CDU-Fraktion / Hoschützky, Martin / Bliefernicht, Rainer
Federführend:Interner Service   
 
Protokoll
Beschluss

Frau Schmid-Janssen und Herr Dr. Bustorf informieren über den Belegungsstand, der Beschwerdelage, inkl. Beschwerdemanagement und den Leistungen von f&w für die Wohnunterkunft Rotbergfeld anhand einer Präsentation. Die Einrichtung ist eine beliebte und ruhige Unterkunft bei voller Belegung durch Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunftsländer und Altersstruktur.

 

In der anschließenden Diskussion beantworten die Referenten die Fragen der Ausschuss-Mitglieder u.a. wie folgt:

  • Wieso der Trafostandort an dieser separaten Stelle ausgewählt wurde und wie hoch die Lärmimmissionswerte sind, werde nachgereicht.
    Nachtrag f&w: Nach Erhalt der Baugenehmigung wurde der Trafo am 21.07.2017 aufgestellt. In Abstimmung mit Stromnetz Hamburg wurde der Standort in der Nähe des Übergabepunktes (öffentliche Erschließung der Straße) festgelegt. Der zulässige Immissionswert von 50 dB(A) tagsüber werde um mind. 15 dB(A) unterschritten. Der zulässige Immissionswert zur Nachtzeit in Höhe von 35 dB(A) werde um mind. 4 dB(A) unterschritten.
     
  • Die Betreuungszeiten vor Ort sind wochentags von 7.30 bis ca. 16.00 Uhr. In den Sommermonaten werde zusätzlich ein Wachdienst in den Nachstunden und am Wochenende eingesetzt. Die Kontrollen ergaben keine Auffälligkeiten, auch nicht bei der Sauberkeit in den Gemeinschaftsräumen.

Die „Falkenflitzer“ werden im Langenbeker Feld vermisst, obwohl das Interesse groß ist und auch Bedarfe vorhanden seien. F&w ist mit dem Träger im Austausch und stehe dem ebenfalls positiv gegenüber.

Dazu ergänzt Herr Eichhorn, dass es in der Tat Kapazitätsprobleme der „Falkenflitzer“ gebe, da eine vermehrte Nachfrage vorhanden sei, was auch zu finanziellen Engpässen führe. Er werde eine Abklärung zur Niederschrift geben.
Nachtrag Herr Eichhorn: Die von der BASFI beauftragen „Falkenflitzer“-Projekte sind unabhängig von anderen Angeboten des Vereins (wie Falkenflitzer Follows-Mobil am Hastedtplatz, finanziert über vom Verein selbst eingeworbene Drittmittel). Die von der BASFI beauftragen Angebote sind zurzeit in erster Linie für Kinder in Erstaufnahmen, Wohnunterkünften und Unterkünften mit der Perspektive Wohnen vorgesehen. Gleichwohl beinhaltet der Auftrag der „Falkenflitzer“, die Kinder der Unterkünfte zum umliegenden Sozialraum zu orientieren. Gefördert werden darüber hinaus Angebote für infrastrukturell wenig erschlossene Stadtteile bzw. isolierte Wohnanlagen. Die zwei Mal im Jahr tagende Lenkungsgruppe (aus Spielmobilanbietenden, f&w fördern und wohnen, BASFI sowie bezirkliche Kinder- und Jugendarbeit) wägt die derzeitigen und mögliche zukünftige Einsatzorte ab. Insgesamt sind die Kapazitäten des Vereins begrenzt, sowohl in puncto Personal, als auch durch die Anzahl der Fahrzeuge. Gleichwohl gibt es zahlreiche gut begründete weitere potenzielle Einsatzorte in ganz Hamburg, die derzeit noch nicht bedient werden können. Ein Einsatzort Langenbeker Feld müsste ebenfalls gut begründet und dann in Konkurrenz zu potenziellen Einsatzorten in ganz Hamburg gestellt werden.

Das Angebot der „Falkenflitzer“ am Standort Langenbeker Feld ist bereits vor ca. fünf Jahren eingestellt worden, nachdem bezirkliche Mittel des Schnittstellenprojekts nicht mehr zur Verfügung standen. Es gibt demnach keinen Zusammenhang mit der Schaffung eines Angebots in der Unterkunft „Rotbergfeld“.

 

  • F&w begrüßt das nachbarschaftliche Engagement und fördere dies ausdrücklich, es sei aber auch immer eine freiwillige Initiative. In diesem Stadtgebiet sei das Angebot geringer, es fehle ein Sozialraumtreffpunkt.
     
  • Die Einrichtung ist für einen Belegungszeitraum von 5 Jahren vorgesehen, dafür gebe es ein Belegungskonzept. Der Zeitrahmen sei abhängig von den Flüchtlingszahlen.
     
  • Beschwerden zur Beleuchtung wurden ernst genommen und man habe reagiert, dass alle Leuchten so weit wie möglich abgedunkelt bzw. die Außenleuchten verkleidet wurden, weiterhin wurde eine kleine Außenleuchte am Verbindungsweg installiert.
    Die Beschwerdeführer erhalten Rückmeldungen, um einen langfristigen Austausch zu gewährleisten. Nur bei Kontaktaufnahme zu f&w kann auch Beschwerden gezielt begegnet werden.

 

Ein Anwohner erhält Rederecht und berichtet, dass die Nachbarschaft andere Wahrnehmungen zu den Themen Kinderlärm, Beleuchtung usw. empfinde und es wäre sehr wünschenswert wenn der „Falkenflitzer“ das Wohngebiet wieder aufsuchen würde.

 

Abschließend regt der Vorsitzende an, dass das Thema „Falkenflitzer“ generell im zuständigen Jugendhilfeausschuss behandelt werden solle.


Der Antrag wird einstimmig für erledigt erklärt und der Bezirksversammlung die Nachvollziehung empfohlen.

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Rotbergfeld f+w - 11.02.19 (803 KB)