Bezirksversammlung Harburg

Auszug - Planung zur Maßnahme aus dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) Fördergebiet "Zentrum Neugraben / Petershofsiedlung / Bahnhofsiedlung" - Teilbaumaßnahme: Südl. Bahnhofsumfeld Neugraben - Vorstellung des aktuellen Planungsstandes  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Süderelbe
TOP: Ö 3.1
Gremium: Regionalausschuss Süderelbe Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 23.01.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:55 Anlass: Sitzung
Raum: Raum 56 in der Dienststelle Süderelbe
Ort: Neugrabener Markt 5, 21149 Hamburg
20-4422 Planung zur Maßnahme aus dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) Fördergebiet "Zentrum Neugraben / Petershofsiedlung / Bahnhofsiedlung" - Teilbaumaßnahme: Südl. Bahnhofsumfeld Neugraben - Vorstellung des aktuellen Planungsstandes
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage öffentlich
Federführend:Fachamt Management des öffentlichen Raums   
 
Protokoll
Beschluss

Nach einleitenden Worten von Herrn Krollpfeiffer stellt Herr Pflüger anhand einer Präsentation den aktuellen Planungsstand (Entwurf) vor.

Die Präsentation kann in der Anlage der Niederschrift eingesehen werden.

 

Anhand von Fotos zeigt Herr Pflüger die Bestandssituation südlich des Bahnhofs Neugraben zwischen der Cuxhavener Straße und Am Neugrabener Bahnhof (Fußngerbereich).

 

Brückenbauwerk

Das Brückenbauwerk habe relativ viele Auf- und Abgänge, zum Teil auch sehr niedrige Durchgangsräume. Die daraus resultierenden vielen Fixpunkte und Höhenvorgabenrden nur wenig Spielraum für die Neugestaltung lassen.

 

Vegetation

In dem Bereich gebe es sehr große Bestandsbäume, teilweise aber auch Wildwuchs und Selbstaussaaten. In den östlichen Teilbereichen sei das Grün nicht gepflegt.

 

Ausstattung

Die Ausstattung sei unterschiedlich und alt, die Beleuchtung nicht mehr energieeffizient und umweltfreundlich, Fahrradständer entsprächen nicht der Norm. Ein Teil Privatfläche sei öffentlich gewidmet, wo die Qualität der Einbauten und Ausstattung nicht mehr zufriedenstellend sei. Diese Fläche werde deshalb auch mit umgestaltet.

 

Laufwege und Verbindungen

Derzeit werde die Wegeverbindung unter der Brücke als dunkel, vermüllt und unübersichtlich wahrgenommen (Angstraum). Mit dem neuen Konzept solle wieder Leben (Spiel, Spaß und Natürlichkeit) in den Bereich gebracht werden. Um das zu erreichen, müsse die Brücke freigestellt werden, um Blick- und Sichtbeziehungen herstellen zu können. Dafür werde die Grünmasse reduziert und Pflanzbeete aufgeräumt. Baumsolitäre würden erhalten, aber soweit aufgeastet, dass große Baumkronen entstehen, die Schatten spenden.

 

Funktionsbereiche

Rechts und links an den Fassaden gebe es Funktionsbereiche, die im neuen Konzept erhalten bleiben sollen.

 

Topografische Landschaft

Im mittleren Bereich entstehe eine Hügellandschaft, die den Raum interessanter macht und zum Verweilen einladen solle mit einem unverwechselbaren Charakter. Es seien Aufenthaltselemente mit Bereichen für Bepflanzung vorgesehen, die den Raum entschleunigen sollen.

Bezüglich der Gestaltung der Aufenthalts- und Sitzangebote befinde man sich noch in der Abstimmung. Randbereiche seien von dieser Planung nicht berührt.

 

Farbe als Leit- und Identifikationselement

Das farbige Leitsystem führe durch diesen Raum und sei städtebaulich sehr prägnant. Die Unterseite der Brücke werde auch mit dieser Farbe angestrichen.

 

Zur Verschickung habe es schon einige Rückmeldungen gegeben, die teilweise schon eingearbeitet wurden, wie z.B. die Forderung nach mehr Fahrradstellplätzen. Es gebe jetzt 11 zusätzliche Fahrradbügel und 22 weitere Stellplätze.

 

Herr Krollpfeiffer ergänzt zum Fußbodenbelag, dieser werde sich einheitlich vom Marktplatz durch die Marktpassage bis zum südlichen Bahnhofsumfeld durchziehen.

 

Zeitplan

Weil das Fördergebiet Ende 2019 Ende, müsse noch vor 2020 mit dem Bau angefangen werden. In ca. 2 Wochen werde mit den Baumfällungen in der nördlichen Bahnhofstraße angefangen.

 

In der anschließenden Diskussion wird insbesondere zu folgenden Punkten von den Referenten und Herrn Penner Stellung genommen:

-          In Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt und dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) sei eine Sanierung des Brückenbauwerks bezüglich der Verkehrstüchtigkeit geplant. Im Rahmen der Neuentwicklung der Freianlagen werde die Brücke außerdem noch gesäubert. Die Treppenauf- und abgänge und die Beleuchtung auf der Brücke blieben von den Planungen jedoch unberührt.

-          Die rote Farbe für das Leitsystem sei noch in der finalen Abstimmung. Es gebe einige Alternativvorschläge, die sich noch hausintern in der Abstimmung befänden. Momentan würden zwei verschiedene Materialarten geprüft, zum einen eingefärbter Asphalt und bei der anderen Variante werde das Material auf die Asphaltfahrbahn aufgebracht. Dieses Material werde auch für Fahrradwege eingesetzt.

Erfahrungswerte zur Langlebigkeit des Materials gebe es für die Variante, die aufgetragen werden. Nach ca. 10 bis 15 Jahren fange diese an abzublättern. Bei dem vollständig durchgefärbten Material könne der Farbton zwar nicht so genau gesteuert werden wie gewünscht, aber die Langlebigkeit sei wesentlich länger, als bei dem aufgetragenen Material. (Ein Hinweis zur Langlebigkeit und schnellen Verschmutzung des Leitsystem werde in der Abwägung mit berücksichtigt.)

-          r die Beleuchtung werde der gleiche Leuchtentyp (Mastleuchten) wie in der Marktpassage verwandt mit gleicher Ausstattung und gleichen Leuchtmitteln. In der Planung seien 1 bis 2 Leuchten zusätzlich vorgesehen, die auch wesentlich besser platziert sein.

-          Eine Verlegung der Fußngerführung über die Cuxhavener Straße sei nicht geplant. Herr Penner macht auf einen Antrag der SPD (Drs. 20-3915) aufmerksam, der im Stadtplanungsausschuss anhängig sei. Aus der vorliegenden Stellungnahme der BIS sei erkennbar, dass die Polizei die Intension des Antrages missverstanden habe. Er sei mit dem örtlichen PK dazu weiterhin im Gespräch, könne aber nichts versprechen.

-          Die 22 zusätzlichen Fahrradabstellplätze befänden sich aufgrund der Nähe zum Bus- und S-Bahnhof überwiegend im nördlichen Bereich. Einige Stellplätze befänden sich auch unter der Brücke und 11 Fahrradbügel seien für den mittleren Bereich vorgesehen, die von der Gastronomie und den ansässigen Geschäften mit genutzt werden könnten.  (Bestand zu Protokoll)  


Der Ausschuss nimmt Kenntnis.