Bezirksversammlung Harburg

Auszug - Planung zur Maßnahme Bahnhofsvorplatz Neugraben - Vorstellung des aktuellen Planungsstandes  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Süderelbe
TOP: Ö 3.2
Gremium: Regionalausschuss Süderelbe Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 23.01.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:55 Anlass: Sitzung
Raum: Raum 56 in der Dienststelle Süderelbe
Ort: Neugrabener Markt 5, 21149 Hamburg
20-4425 Planung zur Maßnahme Bahnhofsvorplatz Neugraben - Vorstellung des aktuellen Planungsstandes
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage öffentlich
Federführend:Fachamt Management des öffentlichen Raums   
 
Protokoll
Beschluss

Herr Wilma stellt anhand einer Präsentation die Planungen zur Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes Neugraben vor.

Die Präsentation ist der Niederschrift als Anlage beigefügt.

 

Er informiert, gegenüber der ursprünglichen Planung sei der überplante Bereich noch weiter in die Länge gegangen, weil die Funktionalität im Vordergrund stünde. Es solle ein ZOB geschaffen werden, wo die Busse ausreichend Platz für die An- und Abfahrt hätten und die Überlieger sortiert stehen könnten. Ziel aller Beteiligten sei es natürlich auch, die gesamte Planung Kundenfreundlich zu gestalten.

 

Mittelinsel

An der geplanten Mittelinsel gebe es jeweils einen festen Bereich, wo alle Busse ankommen (beige markiert) und wo sie abfahren (grün markiert). Insofern werde der gesamte Busverkehr auf der Mittelinsel abgewickelt. Herr Krollpfeiffer ergänzt, die Mittelinsel werde mit einem höherwertigen Belag aufgewertet. Zudem werde eine hochwertige Möblierung des Bereichs vorgenommen, damit die Mittelinsel eine Aufenthaltsqualität und Aufwertung erfahre.

 

Überlieger

Aufgrund der Endhaltestelle vieler Buslinien am Bahnhof Neugraben müssten 6 Plätze für Überlieger vorgehalten werden. Aus diesem Grund sei der gesamte Bereich in die Länge gezogen worden, um diese Busse unterbringen zu können. Diese Plätze seien überwiegend im äeren Bereich vorgesehen (rot markiert), damit sie den Betrieb der Mittelinsel nicht stören.

 

Wegeverbind zum S-Bahnhof

Die über das Leitsystem zu Fuß ankommenden Bürger, die nicht die Brücke nutzen, sollen auf kürzestem Weg über einen Fußngerüberweg (GFÜ)glichst schnell zur S-Bahnstation gelangen. Außerdem sei eine Gehwegverbindung von der Mittelinsel zum SEZ und zum P + R Parkplatz eingeplant.

 

Überdachung der gesamten Fläche

Eine Überdachung der Mittelinsel, wie z.B. in Poppenbüttel oder am Hauptbahnhof sei momentan nicht geplant, weil die Finanzierung nicht geklärt sei. Die Fläche sei dafür aber vorhanden, sodass diese ggf. später nachgerüstet werden könnte.

 

Anhand von Plänen erläutert Herr Wilma die Wegeführung der Busse. Es handele sich um eine Einbahnstraßenregelung, die nur von den Bussen befahren werden dürfe. Sichtbeziehungen zwischen den Busfahrern und dem PKW-Verkehr seien geprüft worden, ebenso die verbreiterte Schleppkurve.

 

Weitere Nutzungsansprüche

-          Bereich für Taxen

-          Kiss + Ride

-          Barrierefreier Parkstand

-          Bereich für einen Reisebus

 

Radverkehr

Ein Teilbereich der Straße „Am Neugrabener Bahnhofsolle auf Tempo 20 km/h beschränkt werden. Dadurch werde die Bewegungsmöglichkeit auf der Straße gestärkt und der Radverkehr könne problemlos auf der Fahrbahn geführt werden.

 

In der anschließen Diskussion werden Fragen zum Anschluss der Fahrradwege und zur hrung der Abfahrenden Busse gestellt und insbesondere folgende Punkte angesprochen:

-          Das Toilettenhaus und der Aufenthaltsraum für die Busfahrer bleiben von den Planungen unberührt.

-          Die Einrichtung eines FGÜ von der Mittelinsel zur S-Bahnstation sei nicht vorgesehen. Erfahrungen von anderen ZOBs hätten gezeigt, dass diese auch gut ohne einen FGÜ funktionierten.

-          Die gesamte Anlage sei auch auf den Einsatz von Gelenkbussen ausgerichtet.

-          r die Barrierefreiheit würden Leitelemente gemäß der gesetzlichen Vorschriften eingerichtet.

 

Frau Lewy halte es unter barrierefreien Gesichtspunkten nicht für akzeptabel, dass es keinen ausgewiesenen Fußngerüberweg von der Mittelinsel zum S-Bahnhof geben soll.

 

Aufgrund weiterer kritischer Anmerkungen des Ausschusses teilt Herr Wilma mit, die Planungen seien von Beginn an mit einer Mittelinsel vorgenommen worden, weil die Verkehrsbetriebe dieses Modell für das kundenfreundlichste Verkehrskonzept hielten. Es seien aber viele Varianten mit einer Mittelinsel geprüft worden.

Herr Penner ergänzt, die Grundkonzeption mit einer Mittelinsel sei bereits im Hauptausschuss vorgestellt worden, der grundsätzlich zugestimmt habe, dass auf dieser Basis weiter geplant werden solle. Die Spezifizierung durch die Fa. ARGUS werde heute vorgestellt.

 

Herr Andres geht kurz auf die Historie des Projektes ein und betont, in 2017 wurden straßenbauliche Maßnahmen erforderlich. Aufgrund dessen sei nun eine zwingend notwendige Ko-Finanzierungr RISE-Mittel über Strenbaumittel möglich, weshalb weitergehende Untersuchungen durchgeführt und eine Bedarfsplanung als erforderlich festgesellt wurden. Zudem bestehe jetzt die Möglichkeit, zusätzliche RISE-Mittel zu bekommen und dann insgesamt Fördermittel in Höhe von ca. 45 %r diese Maßnahme verwenden zu können. Er appelliert an den Ausschuss, diese zusätzlichen Mittel zu nutzen und diese Maßnahme, die schon über einen sehr langen Zeitraum mit sehr vielen Varianten betrachtet worden sei, umzusetzen.

 

Der Ausschuss vertritt die Meinung, dass einige Aspekte in der heute vorgestellten Planung noch nicht zufriedenstellend gelöst seien. Herr Andres sichert zu, die Anmerkungen des Ausschusses zu einem gesicherten FGÜ in den weiteren Planungen zu berücksichtigen und Vor- und Nachteile dieser Vorschläge abzuwägen.  


Der Ausschuss nimmt Kenntnis.