Bezirksversammlung Harburg

Auszug - Planung zur Maßnahme aus dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) - Teilbaumaßnahme: Marktpassage Neugraben  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Süderelbe
TOP: Ö 3
Gremium: Regionalausschuss Süderelbe Beschlussart: ungeändert beschlossen / überwiesen
Datum: Mi, 19.09.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:30 Anlass: Sitzung
Raum: Raum 56 in der Dienststelle Süderelbe
Ort: Neugrabener Markt 5, 21149 Hamburg
20-4067 Planung zur Maßnahme aus dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) - Teilbaumaßnahme: Marktpassage Neugraben
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage öffentlich
Federführend:Fachamt Management des öffentlichen Raums   
 
Protokoll
Beschluss

Herr Soyka (Planungsbüro Schöne Aussichten Landschaftsarchitektur) stellt anhand einer Präsentation die Planungen vor. (Hinweis: Die Präsentation steht als Anlage zu dieser Niederschrift im Ratsinformationssystem ALLRIS zur Verfügung). Dabei bezieht er sich u. a. auf die Vorgaben der Drs. 20-3461 und 20-3232 die in der BV behandelt worden sind und zu der entsprechende Stellungnahmen der Verwaltung vorliegen. So sollen die Hauseingänge der betroffenen Hauseigentümer möglichst barrierefrei gestaltet oder mögliche Alternativen (z. B. Nutzung von mobilen Rampen) erörtert werden. Herr Soyka erklärt dazu, dass mittlerweile mit allen betroffenen Hauseigentümern verhandelt worden sei. Die mobilen Rampen würden von den Hauseigentümern jedoch eher nachrangig in Anspruch genommen werden. Des Weiteren erläutert Herr Soyka u. a. die Gestaltung der Marktpassage mit geeigneten Spielgeräten, einer an die Fläche des neugestalteten Marktplatzes angepassten Pflasterung, die Errichtung von Fahrradständern sowie die Gestaltung von pflegeleichten, wasserdurchlässigen Baumscheiben. Die Feuerwehrzuwege sein sichergestellt. Die zuständigen Institutionen seien entsprechend beteiligt worden. Herr Soyka erklärt weiter, dass aufgrund eines eindeutigen Votums des Stadtteilbeirates Neugraben (Sitzung am 12.09.2018) der vorhandene Findling im Bereich der aktuellen Lage erhalten werde. Leichte Positionsverschiebungen sind vorstellbar.

 

Auf Nachfrage von Frau Lewy betr. Ästhetik der geplanten Baumscheiben und der möglichen Pflege durch sogenannte „Beetpaten“ erläutert Herr Krollpfeiffer (MR), dass die Verwendung der wasserdurchlässigen Baumscheiben eine sehr zweckmäßige und effektive Lösung darstelle. Des Weiteren sei es erfahrungsgemäß auch schwierig, geeignete „Beetpaten“ zu finden. Vorrangig sei hierbei die Sicherstellung der Bewässerung.

 

Herr Thermann (MR) informiert im weiteren Verlauf der Präsentation, dass die sogenannte Schlussverschickung inkl. Kostenplan demnächst erfolge und mit den Baumaßnahmen ca. in Mitte 2019 begonnen werden könne.

 

Herr Soyka weist darauf hin, dass das finale Konzept noch mit den betroffenen Gewerbetreibenden abgestimmt werde und dass in Bezug auf die Baumaßnahmen möglichst „rmarm“ mit wenig Schnitt bei der Pflasterung gearbeitet werden solle. In diesem Zusammenhang nimmt Herr Gerdts (RBSü) Bezug auf die zurückliegenden Pflasterarbeiten betr. Marktfläche, bei der es Beschwerden der Gewerbetreibenden betr. Lärm- und Schmutzbelastung gab. Bei den geplanten Baumaßnahmen sollte daher u. a. z. B. mit einer Einhausung gearbeitet werden. Herr Thermann erklärt dazu, dass aufgrund der Verwendung von sogenannten Bischofsmützen bei der Pflasterung weniger Schneidearbeiten erforderlich seien und dass bei Bedarf eine Einhausung genutzt werde, um die Lärm- und Schmutzbelastung möglichst zu minimieren.

 

Auf Nachfrage von Frau Lewy betr. Kapazitäten der Außenfläche für Außengastronomie erläutert Herr Soyka, dass bei der Planung ausreichend Fläche für diesen Zweck berücksichtigt werde. Die konkrete Genehmigung erfolge dann von der Bezirksverwaltung (WBZ Bereich Sondernutzung). Herr Soyka erklärt weiter, dass auch die Spielgeräte so „verträglich“ installiert würden, dass mögliche Außengastronomie nicht beeinträchtigt werde.

 

Auf Nachfrage der Ausschussvorsitzenden betr. max. Anzahl der Fahrradständer im Fahrradhaus und max. Anzahl der geplanten Spielgeräte informiert Herr Soyka weiter, dass in beiden Fällen „verträglich“ geplant werde. Es handele sich bei der Fläche vorrangig um eine Fußngerzone und nicht um einen Spielplatz.

 

Frau Wassbauer (SR) hebt noch einmal hervor, dass die Mehrbedarfe für diese Maßnahme vor allem aus eingeworbenen RISE-Mitteln finanziert werden.

 

Auf Nachfrage von Frau Schultz Raddatz betr. Erhalt der Fahrradständer auf der Fläche bei „Kaufland“ erklärt Herr Soyka, dass es sich hierbei um eine private Fläche handle und die Verwaltung daher diesbezüglich keine Vorgaben geben könne. Vertreter von Kaufland hätten aber signalisiert, dass die Fahrradständer erhalten bleiben sollen.

 

Auf Nachfrage von Frau Pohlmann betr. Material der Baumscheiben und betr. alternative Verwendung von bunter Bepflanzung erläutert Herr Thermann, dass die Baumscheiben aus einem Verbund von Kiesel und einem speziellen Kleber bestehen würden. Die Verwendung dieser Baumscheiben sei die am besten geeignete Lösung. Eine Unterpflanzung lässt sich aufgrund des hohen Durchwurzelungsgrades durch die vorhandenen Bäume nicht realisieren.

 

Auf Nachfrage von Herrn Frommann betr. der geplanten etwas tristen grauen Farbgestaltung der Oberflächen und Einfassungen erklärt Herr Krollpfeiffer, dass sich die Farbgestaltung an die gesamte Fläche anpassen sollte. Bunte bzw. grelle Farben könnten leicht „kitschig“ wirken. Über eine marginale Änderung der Farbgestaltung könne aber noch einmal nachgedacht werden.

 

Abschließend bedankt sich die Ausschussvorsitzende bei Herrn Soykar die umfangreiche Präsentation. 


Der Ausschuss schließt sich dem Votum des Stadtteilbeirates Neugraben (Sitzung vom 12.09.2018) an (Zustimmung zu den geplanten Vorhaben). Die Bezirksversammlung wird gebeten den Beschluss nachzuvollziehen.