Bezirksversammlung Harburg

Auszug - Bebauungsplanverfahren Neugraben-Fischbek 72 (Weidenkehre / Scheideholzweg) - Zustimmung zur Einleitung und zur Öffentlichen Plandiskussion  

 
 
Sitzung des Stadtplanungsausschusses
TOP: Ö 1
Gremium: Stadtplanungsausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen / überwiesen
Datum: Mo, 18.06.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:50 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Harburger Rathausplatz 1, 21073 Hamburg
20-3757.01 Bebauungsplanverfahren Neugraben-Fischbek 72 (Weidenkehre / Scheideholzweg) - Zustimmung zur Einleitung und zur Öffentlichen Plandiskussion
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage öffentlich
  Bezüglich:
20-3757
Federführend:Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung   
 
Protokoll
Beschluss

Herr Rathje erläutert anhand einer Präsentation die bauleitplanerischen Rahmenbedingungen zum Bebauungsplan NF 72.

 

Anhand eines Luftbildes zeigt er den Standort des Plangebietes, das sich nahe am Neugrabener Zentrum und dem S-Bahnhof Neugraben befindet und damit gut an den öffentlichen Nahverkehr und öffentliche Einrichtungen / Nahversorgung angeschlossen ist.

Im Norden des Plangebietes befinde sich die Weidenkehre mit der Sticherschließung, im Süden grenze das Gebiet an den Scheidenholzweg. Im südlichen Bereich befinden sich die Gebäude der ehemaligen Hofställe und östlich gebe es größere Grünanlagen und zurzeit auch landwirtschaftliche Flächen, die in die Entwicklung mit einbezogen werden sollen. Zur Veranschaulichung zeigt Herr Rathje einige Bestandsfotos des Plangebietes.

 

Der geltende Bebauungsplan Neugraben-Fischbek 2 von 1967 setzt Gemeinbedarf für Schule / Kindertagesheim, Grünfchen und Baukörperausweisungen für Wohnen fest. Im Osten sei ein Weg von 5 m Breite zur Bauernweide festgesetzt, der bis heute in der Form nicht realisiert worden sei.

 

Im Flächennutzungsplan sei das Gebiet bereits als Wohnbaufläche vorbereitet, sodass eine Änderung nicht erforderlich sei. Auch im Landschaftsprogramm seien Aussagen getroffen, die in ihrer Art auch in der weiteren Planung weiter Bestand haben könnten. Ebenso werde beim Arten- und Biotopschutz des Landschaftsprogramms kein Änderungsbedarf gesehen.

 

Anhand des Lageplans der Architekten LRW zeigt Herr Rathje, dass im ersten Bauabschnitt die Positionierung von vier Baukörpern in 3-4geschossiger Bauweise an der Weidenkehre vorgesehen sei. Ebenso eine Tiefgarage, die vom Ring der Weidenkehre erschlossen werden solle. Im östlichen Bereich sei die öffentliche Grünfläche erkennbar, die die Wohnbauten großgig umspielen werde. Im Süden befinde sich im Bestand ein Wohnhaus, dass zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise in einer kleinteiligeren Bebauung mit 1 oder auch 2 Staffelgeschossen entwickelt werden könnte.

 

Grobkonzept

Die Baukörper würden 3- und 4geschossig errichtet und relativ eng umgrenzt. Die Baugrenzen im Süden beinhalten die beiden Baukörper in der 2-Geschossigkeit und die öffentliche Grünfläche wolle man wie dargestellt baurechtplanerisch sichern. Im Norden sei geplant, die Zielstellung des alten Planrechtes wieder aufzunehmen und eine Wegeverbindung zur Bauernweide zu schaffen, um das Gebiet um die Weidenkehre besser an das Zentrum Neugraben anzubinden.

 

Zeitplan

-          Juni 2018Empfehlung des SPA zum Einleitungsbeschluss und

Zustimmung zur Durchführung einer ÖPD

-          Oktober 2018Grobabstimmung, ggf Scoping

-          Oktober 2018ÖPD

-          November 2018Beschluss des SPA zur Fortführung des Verfahrens

-          Februar 2019Trägerbeteiligung (§4 Abs. 2 BauGB)

-          April 2019Arbeitskreis 1

-          Juni 2019Zustimmung des SPA zur öffentlichen Auslegung

 

 

Herr Fischer hat folgende Anmerkungen

-          Ein Verweis auf den Rahmenplan „Zentrum Neugraben“ sollte nicht enthalten sein.

-          Der Stellplatzschlüssel von 0,8 sollte mit aufgenommen werden.

-          Die Bebauung sollte sich an den vorhandenen Höhen der Gebäude an der Weidenkehre orientieren, dass wäre zum Teil 3-Geschossigkeit + Staffel oder 4-Geschossigkeit ohne Staffel. Die vorgesehene 4-Geschossigkeit + Staffel sei nach Auffassung der CDU-Fraktion zu hoch und eben auch höher als der Bestand.

 

Herr Rathje sichert zu, sich die Höhenentwicklung im weiteren Verfahren nochmal anzuschauen und erneut vorzustellen.

Herr Lied informiert, aus Sicht der Stadtplanung müssten zwei Aspekte Berücksichtigung finden:

-          Die städtebauliche Verträglichkeit müsse gewährleistet werden.

-          Ein Eingriff in den wirtschaftlichen Aushandlungsprozess sollteglichst vermieden werden, schließlich werde vom Investor eine neue Grünanlage, ein neuer Spielplatz und eine neue Wegeverbindung finanziert.

 

Zu den geäerten Bedenken der CDU-Fraktion bezüglich der geplanten Höhen der Gebäude macht Frau Herrmann auf die derzeitige Wohnungsnot aufmerksam und bittet, dies bei der Argumentation zu berücksichtigen.


Der Ausschuss stimmt der Einleitung des Bebauungsplanverfahrens und der Durchführung einer öffentlichen Plandiskussion einstimmig zu.

 

Die Bezirksversammlung wird gebeten, den Beschluss nachzuvollziehen.