Bezirksversammlung Harburg

Auszug - Aktuelle Stunde - Anmeldung der Neue Liberale Fraktion betr. "Lärmaktionsplan 2018 für Harburg" Viel Lärm - wenig Aktion?  

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung Harburg
TOP: Ö 3.1
Gremium: Bezirksversammlung Harburg Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 29.05.2018 Status: öffentlich
Zeit: 17:30 - 21:20 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Harburger Rathausplatz 1, 21073 Hamburg
20-3859 Aktuelle Stunde - Anmeldung der Neue Liberale Fraktion betr. "Lärmaktionsplan 2018 für Harburg" Viel Lärm - wenig Aktion?
     
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage öffentlich
Verfasser:Neue Liberale
Federführend:Interner Service   
 
Protokoll
Beschluss

Herr Wolkau verweist auf die hohe Zahl von Lärm betroffener Menschen und die gesundheitlichen Folgen. Lärmwahrnehmung sei zum großen Teil psychologisch bedingt, Straßenlärm werde als besonders störend empfunden. Es sei an der Zeit, die Erkenntnisse der Wahrnehmungstheorie umzusetzen, zum Beispiel mittels gezielter Begrünung als Lärmschutz oder auch laut plätschernder Brunnen. Seit derrmkartierung vor fünf Jahren sei es dem Senat nicht gelungen, den Lärm derart zu senken, dass auch nur eine Straße aus der Kartierung habe gestrichen werden können. Sehr spät und erst aufgrund massiver Beschwerden habe eine Vervollständigung der Kartierung stattgefunden. Die Erstellung des neuen Lärmaktionsplanes verzögere sich zudem um ein halbes Jahr. Betroffenen könne man nur raten, Maßnahmen einzufordern.

Herr Heimath erklärt, die Fortschreibung des Lärmaktionsplanes sei leider mit Verzögerung auf dem Weg gebracht worden. Die Bürgerbeteiligung müsse dabei besser kommuniziert und auch in der Öffentlichkeit beworben werden. Es sei ein großes Versäumnis, dass Maßnahmen des Lärmaktionsplans in Harburg bisher nicht umgesetzt worden seien. Hier gebe es großen Nachholbedarf, dem die Fachbehörde Rechnung tragen müsse.

Herr Marek hrt aus, Grundlage sei eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2002, was aufzeige, wie zögerlich an der Umsetzung gearbeitet werde. Der gesundheitlichen Belastung könne man sich als betroffener Anwohner nicht entziehen. Es habe sich zudem gezeigt, dass man mit der nächtlichen Beschränkung auf Tempo 30 in der Moorstraße keinen nennenswerten Effekt erzielt habe.

Frau Pawlowski macht deutlich, die flächendeckende Einführung von Tempo 30 nne nicht die Lösung sein. Wichtiger sei es, Ampelschaltungen, Verkehrsfluss und Straßen zu optimieren.

Herr Bischoff schließt sich den Ausführungen von Frau Pawlowski inhaltlich an und erklärt, ihn störe insbesondere die fehlende Umsetzung der Maßnahmen des Lärmaktionsplanes.