Bezirksversammlung Harburg

Auszug - Antrag CDU betr. Arbeitslosigkeit im Bezirk Harburg  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus
TOP: Ö 2
Gremium: Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Beschlussart: vertagt / verbleibt
Datum: Mo, 29.01.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:05 Anlass: Sitzung
Raum: Mehrzwecksaal im SDZ
Ort: Harburger Rathausforum 1, 21073 Hamburg
20-0425 Antrag CDU betr. Arbeitslosigkeit im Bezirk Harburg
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:CDU-Fraktion
Federführend:Interner Service   
 
Protokoll
Beschluss

Frau Rosowski stellt anhand einer Präsentation die Arbeitsmarktsituation des vergangenen Jahres 2017 vor und informiert über geplante Maßnahmen in 2018. Im Anschluss geht sie kurz auf den Ausbildungsstellenmarkt in Harburg ein.

 

Sie verdeutlicht einleitend, dass sie die Arbeitsagentur vertrete und Kunden betreue, die versicherungspflichtig gearbeitet und daraus einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erworben hätten. Grundsätzlich habe sich der Arbeitsmarkt in 2017 positiv entwickelt und dies werde auch für 2018 erwartet. Was bundesweit gelte und insbesondere für Hamburg, gelte auch für den Bezirk Harburg. Der Bezirk liege mit ca. 2 % über der durchschnittlichen Arbeitslosenquote von Hamburg. Die Quote habe sich im Bezirk bei 8 % eingependelt (davon 6 % beim Jobcenter und 2 bis 2,4 % bei der Arbeitsagentur) und dies werde auch für 2018 erwartet. Es gebe momentan keine Anzeichen für eine Veränderung der wirtschaftlichen Lage und auch die Harburger Kunden würden von der guten Arbeitsmarktlage profitieren.

 

Anhand der Präsentation verdeutlicht sie die Unterschiede im Bezirk Harburg im Vergleich zu gesamt Hamburg. Harburg habe einen überdurchschnittlich hohen Migrationsanteil und  unverändert einen hohen Anteil an Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung.

Zudem habe Harburg einen hohen Anteil an Flüchtlingen im SGB II-Bereich, weil anerkannte Asylbewerber Leistungen vom Jobcenter erhielten. Dieser Anteil werde in 2018 noch zunehmen, weil noch viele Anträge auch beim BAMF zur Entscheidung vorliegen würden.

 

In der abschließenden Fragerunde werden Verständnisfragen beantwortet und insbesondere folgende Punkte angesprochen:

-          Es gebe nach wie vor auch Weiterbildungsmaßnahmen für Teilzeit. Allleinerziehende Mütter ohne Abschluss könnten einen Bildungsgutschein bekommen und sich auf dem freien Markt einen Träger suchen, der Ausbildung in Teilzeit anbiete.

-          Die Langzeitarbeitslosigkeit trete ein, wenn die Arbeitslosigkeit länger als ein Jahr anhalte.

-          Eine Qualitätsprüfung seitens der Arbeitsagentur und der Jobcenter bei den Trägern hinsichtlich der Qualifizierungsmaßnahmen finde regelmäßig statt.

-          Die Erfolgsquote aller Maßnahmen liege bei der Arbeitsagentur bei ca. 62 %.

-          Insgesamt seien in Hamburg ca. 3000 Aufstocker“ seit 2017 dazugekommen, Harburg betreue ca. 250 - 300 „Aufstocker“.

-          Die Anzahl der geplanten Maßnahmen richte sich nach dem durchschnittlich geschätzten Kundenvolumen. Die Arbeitsagentur gehe aufgrund von Demographie und entsprechender Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt davon aus, in 2018 weniger Kunden als in 2017 zu haben.  

 

Die Präsentation kann in der Anlage der Niederschrift eingesehen werden.


Der Antrag verbleibt im Ausschuss.